Björn Höcke: Das dachte sein Vater wirklich über den Mauerfall

Der Vater von Björn Höcke war kein Freund des Mauerfalls.
Der Vater von Björn Höcke war kein Freund des Mauerfalls.
Foto: imago images Jacob Schröter / photothek (Montage: Thüringen24)

Die einen hassen ihn, die anderen lieben ihn. Wohl nur seine AfD-Anhänger. Denn der Politiker Björn Höcke gilt als rechtsextremistisch. Im Thüringer Landtag sorgt er für etliche Kontroversen. Auch seine Strömung „Der Flügel“ stößt auf. Doch woher kommt die rechtsextreme Gesinnung von Björn Höcke?

Der Verfassungsschutz beobachtet Björn Höcke und seine Anhänger seit längerer Zeit. Unter anderem mit dieser Aussage sorgte Björn Höcke für Empörung: „Erfurt ist schön deutsch! Und schön deutsch soll Erfurt bleiben! Die noch wenigen türkischen Kinder in Erfurt, die sprechen Erfurterisch. Aber die wenigen deutschen Kinder in Berlin, die sprechen Kanak-Sprach, liebe Freunde.“

Björn Höcke: Worte seines Vaters haben ihn geprägt

Diese Worte wurden bei einer Talkshow von Günther Jauch am 18. Oktober 2015 eingespielt. Es sind nur einige von unendlich vielen rechtsextremistischen Aussagen von Björn Höcke.

Sieht man sich seine Herkunft an, wird klar, woher diese Ideologien kommen. Die Großeltern von Björn Höcke wurden damals aus Ostpreußen vertrieben. Seine Mutter war Kranken- und Altenpflegerin, sein Vater Sonderschul-Lehrer an der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte in Neuwied.

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Das ist Björn Höcke:

  • Björn Höcke wurde am 1. April 1972 in Lünen geboren
  • Er ist als Politiker in der AfD (Alternative für Deutschland) tätig
  • Die AfD ist eine rechtsextremistische Partei
  • Er ist Sprecher der AfD Thüringen
  • Seit 2014 ist Björn Höcke Fraktionsvorsitzender der AfD im Landtag Thüringen
  • Vorher war er Lehrer an einem Gymnasium in Hessen

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Björn Höcke selbst sagt, dass er stark von den Erzählungen seiner Großeltern geprägt wurde. Sein Vater, Wolfgang Höcke, hatte damals die antisemitische Zeitschrift „Die Bauernschaft“ abonniert. Diese gehörte dem verurteilten Holocaust-Leugner Thies Christophersen.

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Björn Höcke: Vater denkt, dass der Westen den Osten zerstört

Wolfgang Höcke galt als nationalkonservativ und antikommunistisch eingestellt. Zum Mauerfall 1989 sagte er, dass es der Anfang vom „Ende des deutschen Volkes“ sei. Der Westen würde seiner Ansicht nach die intakte Vertrauensgemeinschaft des Ostens zerstören.

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Diese Aussagen haben Björn Höcke stark beeindruckt. Daher hängte er 2014 seinen Lehrer-Job an den Nagel. Er unterrichtete Sport und Geschichte an der Rhenanus-Schule in Bad Sooden-Allendorf.

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Der Apfel fällt halt nicht weit vom Stamm… (ldi)