Björn Höcke kündigt Auftritt in Thüringen an – OB außer sich: „Neutralität hört bei Besuch von Nationalsozialisten auf“

Björn Höcke will in Altenburg auftreten. (Archivfoto)
Björn Höcke will in Altenburg auftreten. (Archivfoto)
Foto: imago images / ZUMA Press

Jetzt macht Altenburg gegen Björn Höcke ernst!

Kirchen, Parteien, Vereine und zahlreiche Bürger haben für Donnerstag Protest gegen eine AfD-Kundgebung angekündigt. Dort sollen auch die beiden AfD-Chefs der Landtagsfraktionen von Thüringen und Brandenburg, Björn Höcke und Andreas Kalbitz, als Redner erwartet.

Das Duo gilt als Wortführer des nach eigenen Angaben aufgelösten AfD-Flügels, der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft wird.

Protest gegen Höcke-Auftritt geplant

Das „Aktionsbündnis für Demokratie und Solidarität“ hat zu einem Gegenprotest ab 16 Uhr auf dem Markt in Altenburg aufgerufen. In Altenburg sei kein Platz für rassistische, menschenverachtende, völkisch-nationalistische und antidemokratische Hetze.

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Oberbürgermeister wütend: „Neutralität hört bei Besuch von Nationalsozialisten auf“

Auch Oberbürgermeister André Neumann (CDU) ist wegen des bevorstehenden Auftritts von Höcke und Kalbitz außer sich. Auf Facebook schreibt der CDU-Politiker: „Die Neutralität eines Oberbürgermeisters hört bei dem Besuch von zwei Nationalsozialisten auf.“

Und weiter: „Herr Höcke, Herr Kalbitz, Sie sind in Altenburg nicht willkommen! Sehr viele Menschen werden Ihnen diese Botschaft am 16. Juli friedlich rüberbringen.“

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Die AfD-Kundgebung steht unter dem Titel „Einigkeit macht stark“. Laut Landratsamt werden dazu bis zu 250 Teilnehmer in der Innenstadt erwartet.