Thüringen: Sparkasse feuert Chef – anonymer Brief wirft ihm DAS vor

In Thüringen wurde der Vorstandsboss einer Sparkasse entlassen.
In Thüringen wurde der Vorstandsboss einer Sparkasse entlassen.
Foto: imago images / Dirk Sattler - imago images / Panthermedia

Ein Beben erschüttert die Sparkasse in Thüringen!

Markus Morbach, der Vorstandsboss der Sparkasse Gera-Greiz, wurde fristlos entlassen. Der Grund für das Stühlerücken in Thüringen soll ein brisanter Brief von Mitarbeitern gewesen sein.

Thüringen: Sparkasen-Chef entlassen

„Der Verwaltungsrat hat am Montag entschieden, dass die Zusammenarbeit zwischen der Sparkasse Gera-Greiz und dem Vorsitzenden des Vorstandes, Herrn Morbach, mit sofortiger Wirkung beendet wird“, wird der Verwaltungsratsvorsitzende und Oberbürgermeister von Gera Julian Vonarb in einem Bericht der „Thüringer Allgemeinen“ zitiert.

Laut des Berichts ging bei der Arbeitnehmervertretung des Verwaltungsrates bereits im Februar 2019 ein anonymer Brief von Mitarbeitern ein. Darin soll Morbach vorgeworfen worden sein, er würde „fragwürdige geschäftspolitische Entscheidungen“ treffen und „stark narzisstisch und skrupellos gegen Mitarbeiter und sogar Kunden“ vorgehen. Dadurch sei das Verhältnis zwischen dem Vorstandsboss und den Mitarbeitern „irreparabel beschädigt“.

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Sparkasse:

  • Im Juni 1801 öffnete die Spar- und Leihkasse Göttingen als erstes kommunales Kreditinsitut in Deutschland.
  • Mittlerweile gibt es 385 Sparkassen in Deutschland (Stand 2018).
  • Die Sparkasse beschäftigt rund 210.000 Mitarbeiter (Stand 2018).

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Morbach änderte wohl die Strukturen

Der Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen schaute sich den Fall daraufhin genau an. Markus Morbach lieferte den Verantwortlichen zwar weder fachlich noch juristisch einen Fehltritt, der den Rauswurf rechtfertige würde. Trotzdem entschied der Verwaltungsrat sich dazu, dass eine Trennung der richtige Schritt ist.

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Wie die „Thüringer Allgemeine“ aus Mitarbeiterkreisen erfuhr, soll Morbach bei der Sparkasse Gera-Greiz frei werdende Stellen nicht wieder besetzt haben, um die Zahl der Mitarbeiter nach unten zu schrauben. Zudem soll er viele Arbeitsprozesse umstrukturiert haben, was den Mitarbeitern alles andere als gut gefiel. (dh)