Thüringen: Ganz Deutschland diskutiert über Tönnies – Zahlen aus Thüringen zeigen klaren Fleisch-Trend

In Thüringen halten die Bauern immer weniger Rinder. (Symbolbild)
In Thüringen halten die Bauern immer weniger Rinder. (Symbolbild)
Foto: imago images / Winfried Rothermel

Bauern aus Thüringen halten immer weniger Rinder. Erstmals seit Beginn der Erfassung Anfang der 1990er Jahre lag die Zahl unter der Marke von 300 000 Tieren, wie das Landesamt für Statistik in Thüringen am Freitag informierte.

Thüringen: Bauern halten weniger Rinder

Zum Stichtag 3. Mai waren demnach rund 296.600 Rinder gemeldet. Auch der Rückgang bei Milchkühen setzte sich fort auf nur noch etwa 95.200 Tiere. Die meisten Rinder werden hierzulande in den Kreisen Saale-Orla, Greiz und Wartburg gehalten - auf sie entfällt fast ein Drittel aller Tiere.

Die Entwicklung ist laut Bauernverband vor allem eine Folge des schwierigen Milchmarktes. Wegen niedriger Erlöse und steigender Anforderungen an das Tierwohl hätten Landwirtschaftsbetriebe die Rinderhaltung aufgegeben, erklärte Verbandssprecher Axel Horn.

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Außerdem sei die Futterernte im vergangenen Jahr wegen der langen Trockenheit schlecht ausgefallen. Um nicht teuer Futter zukaufen zu müssen, hätten viele Bauern ihre Bestände ausgedünnt. (dpa)