Thüringen: Studie zeigt – HIER im Freistaat ist die Lebenserwartung besonders niedrig

Eine Studie zeigt, dass die Lebenserwartung im Vergleich zu anderen Städten und Kreisen in Deutschland in Thüringen niedrig ist. Wo genau, liest du hier. (Symbolbild)
Eine Studie zeigt, dass die Lebenserwartung im Vergleich zu anderen Städten und Kreisen in Deutschland in Thüringen niedrig ist. Wo genau, liest du hier. (Symbolbild)
Foto: imago images/Future Image

Bittere Nachrichten für Thüringen!

Eine Studie zeigt, dass in vielen Landkreisen und Städten in Thüringen die Lebenserwartung der Männer und Frauen niedriger ist als in anderen Kreisen und Städten in ganz Deutschland.

Thüringen: Hier ist die Lebenserwartung statistisch gesehen niedrig

Demnach finden sich gleich mehrere Landkreise und kreisfreie Städte des Freistaats auf den hinteren Plätzen, wenn es um die Länge der rechnerisch zu erwartenden Lebenszeit geht. Das geht aus Zahlen hervor, die das Max-Planck-Institut für demografische Forschung am Montag in Rostock veröffentlichte.

Dafür haben die Forscher Sterbedaten der Jahre 2015 bis 2017 aus den 402 Kreisen und kreisfreien Städten Deutschlands ausgewertet und daraus die Lebenserwartung geschätzt. Die Forscher veröffentlichten ihre Studienergebnisse im „Ärzteblatt“.

Mit Blick auf die Frauen rangieren 7 der 23 Thüringer Landkreise und kreisfreien Städte bei den unteren zehn Prozent der Liste. Dabei fällt die durchschnittliche Lebenserwartung für Frauen im Kyffhäuserkreis mit 82,63 Jahren am kürzesten aus. Am ältesten werden Frauen in Jena, nämlich im Schnitt 83,83 Jahre. Deutschlandweit werden Frauen in Starnberg (Bayern) mit 85,69 Jahren am ältesten, am frühesten sterben sie im Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt im Alter von im Schnitt 81,77 Jahren.

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Diese Ursachen sehen Forscher für die niedrigere Lebenserwartung

Auch mit Blick auf Männer werden sieben Kreise und Städte in Thüringen mit vergleichsweise besonders kurzer Lebenserwartung gelistet: Dabei fällt sie im Unstrut-Hainich-Kreis mit 76,79 Jahren am kürzesten aus. Dagegen werden Männer - wie Frauen - in Jena schätzungsweise am ältesten, nämlich 79 Jahre. Bundesweit werden demnach Männer im Landkreis München mit 81,15 Jahren am ältesten. Am frühesten sterben sie im Schnitt in Bremerhaven im Alter von 75,82 Jahren.

Die Forscher machten zudem Unterschiede zwischen Ost und West aus: Mehr Landkreise mit niedriger Lebenserwartung lägen im Osten Deutschlands als im Westen. Aber auch im Ruhrgebiet gebe es Landkreise, in denen die Bewohner im Schnitt früher sterben.

Diese Gründe sehen Forscher für die niedrigere Lebenserwartung:

  • Arbeitslosenquote
  • Quote der Hartz-IV-Empfänger

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Einfluss auf diese Zahlen haben den Forschern zufolge die Arbeitslosenquote und die Quote der Hartz-IV-Empfänger. „Wer Unterschiede in der Lebenserwartung reduzieren will, muss vor allem die Lebensbedingungen des ärmsten Teils der Bevölkerung verbessern“, sagte Roland Rau vom Max-Planck-Institut. (abr mit dpa)