Thüringen: Männer (15, 19 und 21) wegen brutalem Messerangriff vor Gericht – Details der Tat machen sprachlos

Nach einem brutalen Messerangriff stehen drei Männer in Thüringen vor Gericht. (Symbolbild)
Nach einem brutalen Messerangriff stehen drei Männer in Thüringen vor Gericht. (Symbolbild)
Foto: imago images / Panthermedia

Gera. Wegen eines brutalen Messerangriffs auf offener Straße stehen ab diesem Mittwoch (9.00 Uhr) drei junge Männer vor dem Landgericht Gera (Thüringen).

Die angetrunkenen Angeklagten sollen im Februar in Thüringen grundlos auf zwei Männer losgegangen sein und sie massiv mit Schlägen, Tritten und einem Messer traktiert haben. Die Opfer erlitten schwere Schnittwunden im Gesicht.

Thüringen: Augenzeuge verhindert Schlimmeres

Ein Augenzeuge der nächtlichen Prügelattacke konnte durch sein beherztes Eingreifen Schlimmeres verhindern. Er soll am ersten Prozesstag neben anderen als Zeuge gehört werden.

Dem Trio auf der Anklagebank wirft die Staatsanwaltschaft versuchten Totschlag, schwere und gefährliche Körperverletzung vor. Für den Prozess sind zunächst noch zwei weitere Termine im Juli angesetzt.

Zum Prozessauftakt um einen brutalen Messerangriff in Gera hat der 15 Jahre alte Hauptangeklagte geschwiegen. Er muss sich seit Mittwoch mit zwei weiteren jungen Männern im Alter von 19 und 21 Jahren wegen versuchten Totschlags, schwerer und gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht in Gera verantworten. Das Trio ging laut Anklage im Februar dieses Jahres auf offener Straße grundlos mit Schlägen, Tritten und einem Messer auf zwei Männer los.

15-Jähriger geht mit Cuttermesser auf Kontrahenten los

Der 15-Jährige, der derzeit in Untersuchungshaft sitzt, habe die beiden Opfer mit einem Cuttermesser unter anderem schwer im Gesicht verletzt. Bleibende Beeinträchtigungen seien bei den Opfern nicht ausgeschlossen, sagte Staatsanwältin Doreen Bergemann.

Mit seinen Stichen in Richtung Kopf, Hals und Schulter habe der Angeklagte die Tötung billigend in Kauf genommen. „Er versuchte zu töten, ohne Mörder zu sein“, sagte die Staatsanwältin bei der Verlesung der Anklage. Auch habe der 15-Jährige zum Tatzeitpunkt die Reife gehabt, das Unrecht der Tat einzusehen.

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Der 19 Jahre alte Angeklagte wollte sich ebenfalls nicht äußern. Erwartet wird noch die Aussage des 21-Jährigen. Die Verhandlung begann mit Unterbrechungen. Die Verteidigung hatte zunächst erfolglos versucht, die Öffentlichkeit vom Prozess auszuschließen. Die Kammer entschied, nur einen Gutachter hinter verschlossenen Türen zu hören.(dpa)