Arnstadt: Ex-Mann soll zweifache Mutter (†40) auf dem Gewissen haben

In Arnstadt soll ein Mann seine Ex-Partnerin vorsätzlich mit dem Auto angefahren haben. Die Frau starb wenig später... (Symbolbild)
In Arnstadt soll ein Mann seine Ex-Partnerin vorsätzlich mit dem Auto angefahren haben. Die Frau starb wenig später... (Symbolbild)
Foto: Boris Roessler/dpa

Arnstadt. Nach dem Tod einer Radfahrerin in Arnstadt (Thüringen) sitzt ihr Ex-Mann jetzt in U-Haft.

Die Staatsanwaltschaft Erfurt hatte am Samstag Haftbefehl gegen den 49-Jährigen beantragt – auch wegen Mordes. Dieser wurde inzwischen erlassen.

Arnstadt: Radfahrerin stirbt im Krankenhaus

Der Mann soll am Freitag im Eixleber Weg in Arnstadt mit seinem Auto gezielt mit mindestens 70 km/h auf seine von ihm getrennt lebende Ehefrau zugefahren sein, um diese mit dem Auto zu erfassen und zu töten, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft.

Die 40-Jährige hatte bei dem Aufprall so schwere Verletzungen erlitten, dass sie wenige Stunden später im Krankenhaus starb. Deshalb beantragte die Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Erfurt einen Haftbefehl wegen Mordes in Tateinheit mit schwerem gefährlichem Eingriff in den Straßenverkehr.

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Der Fahrer hatte nach Polizeiangaben die Unfallstelle zunächst verlassen. In Ichtershausen (Ilm-Kreis) wurde er aber festgenommen. Laut Polizei war der Mann augenscheinlich betrunken.

Zwei Kinder verlieren ihre Mutter – Vater als Täter?

Der Mann und die gestorbene Frau haben laut Staatsanwaltschaft zwei gemeinsame Kinder. Diese lebten seit der Trennung der Eltern vor etwa zwei Jahren bei der Mutter. Der Mann sei bislang nicht vorbestraft, „aber bereits mehrfach mit Straftaten zum Nachteil der Geschädigten aufgefallen“. Die Staatsanwaltschaft fürchtet, dass sich der Mann absetzen könnte, sollte er nicht in Untersuchungshaft kommen. (abr/ck)

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