Thüringen: Autozulieferer will Produktion nach Tschechien verlegen – doch DAMIT hat niemand gerechnet

Mitarbeiter von Norma demonstrieren gegen die Verlegung der Produktion.
Mitarbeiter von Norma demonstrieren gegen die Verlegung der Produktion.
Foto: imago images/Patrick Scheiber

Der Autozulieferer Norma Group muss über den geplanten Stellenabbau mit seinen örtlichen Betriebsräten in Hessen und Thüringen verhandeln. Das Arbeitsgericht Offenbach hat einen Antrag des Unternehmens abgewiesen, mit dem eine Einigungsstelle mit dem Gesamtbetriebsrat durchgesetzt werden sollte.

Das bestätigten der IG-Metall-Bezirk Mitte und das Unternehmen am Montag. Die Gewerkschaft hatte am Freitag vor dem Gericht demonstriert. So wollen Arbeitsplätze auch in Thüringen erhalten werden.

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Im Kern hat das Gericht entschieden, dass die Betriebsräte in der Firmenzentrale Maintal und im Werk Gerbershausen in Thüringen für die Verhandlungen zuständig sind. Sie forderten das Unternehmen auf, mit den Arbeitnehmervertretern zukunftsorientierte Lösungen für die Standorte zu erarbeiten. Eine Firmensprecherin erklärte, dass man zunächst die noch nicht vorliegende schriftliche Begründung prüfen werde.

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Das ist die Norma Group

  • 1896 gegründet
  • Sitz in Hessen
  • bei Norma werden unter anderem Kühlsysteme und Systeme zur Emissionskontrolle produziert
  • 2018 rund 8000 Mitarbeiter weltweit

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Produktion soll nach Tschechien verlegt werden

Norma will den Standort Gerbershausen mit 160 Vollzeitstellen schließen und die Produktion größtenteils oder komplett nach Tschechien verlegen. Am Standort in Maintal mit mehr als 700 Jobs sollen etwa 160 Stellen in der Produktion entfallen. Die Maßnahmen sollen bis Juni 2022 umgesetzt werden.

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Das Unternehmen, das unter anderem Befestigungsschellen und Verbindungselemente für die unterschiedlichsten Branchen herstellt, war bereits im vergangenen Jahr in den Sog schwacher Automärkte geraten und hatte sich ein Umbauprogramm verordnet. In diesem Jahr kamen die Folgen der Corona-Krise hinzu. Weltweit beschäftigt das Unternehmen etwa 8500 Mitarbeiter. (dpa/fb)