Bodo Ramelow beschwert sich über Corona-App: „das geht gar nicht!“

Bodo Ramelow stört ein Detail an der Corona-App ganz gewaltig, erklärt er in der Talk-Show von Dunja Hayali. (Symbolbild)
Bodo Ramelow stört ein Detail an der Corona-App ganz gewaltig, erklärt er in der Talk-Show von Dunja Hayali. (Symbolbild)
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Ministerpräsident Bodo Ramelow stört eine Sache an der Corona-App ganz gewaltig, das erklärte er am Donnerstagabend in der TV-Sendung von Dunja Hayali. Gast in der Talk-Show war außerdem Virologin Prof. Ulrike Protzer. Gemeinsam sprachen sie darüber wie mit einer zweiten Infektionswelle umzugehen ist und ob Regelungen wie die Maskenpflicht sinnvoll sind.

Bodo Ramelow beschwert sich über Corona-App

Virologin Protzer befürwortet die derzeitigen Lockerungen, obwohl auch in Thüringen die Zahlen der Infizierten wieder ansteigen. Sie halte es für den richtigen Weg mit dem Virus vernünftig umzugehen ohne „ständig in Panik“ zu verfallen.

Thüringens Ministerpräsident Ramelow hatte sich bereits offen über eine Lockerung der Kontaktbeschränkungen ausgesprochen, stand dafür sogar in Kritik der Bundeskanzlerin.

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„Wir haben aktuell insgesamt 52 Menschen in Thüringen, die infiziert sind, bei 2,6 Millionen Einwohnern“, erklärt Ramelow. „Wir müssen das Thema mal einordnen damit wir nicht ständig über Angstbilder reden“. Er stimmt damit Protzer zu, die ebenfalls nichts davon hält weiter in Angst vor dem Corona-Virus zu leben.

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Das ist Bodo Ramelow:

  • wurde am 16. Februar 1956 in Osterholz-Scharmbek in Niedersachsen geboren
  • Er ist zum dritten Mal verheiratet, seit 2006 mit Germana Alberti vom Hofe
  • Er hat zwei erwachsene Söhne aus erster Ehe
  • Er ist seit dem 4. März 2020 der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
  • Bodo Ramelow war bereits von Dezember 2014 bis 5. Februar 2020 Ministerpräsident
  • Er ist der erste Ministerpräsident eines Bundeslandes, er den Linken angehört

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„Ich finde es alarmierend..“

Doch der Ministerpräsident sieht noch ein ganz anderes Problem: „Ich finde es alarmierend, wenn ich höre, dass in einigen Bundesländern die Polizei, zum Beispiel, in den Gaststätten die Corona-Listen zur Ermittlungsanlässen nimmt“.

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Das sei für ihn nicht in Ordnung, denn die Listen seien zur Corona-Nachsorge und Korntrolle da, damit man darüber informiert werde, falls man sich infizieren hätte können.

Laut des Innenministeriums verzichtet die Thüringische Polizei auf so ein Vorgehen bisher. Ohnehin sei ein solcher Zugriff nur in begründeten Ausnahmefällen möglich.

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Kritik an Corona-App

Im selben Atemzug spricht er auch darüber was ihn an der Corona-App stört. Denn er habe erst am Vortag aus den Medien erfahren müssen, dass die QR-Codes in den Laboren nicht vorhanden seien.

Jetzt müssten infizierte Menschen auf einmal die Corona-Hotline anrufen und ihre persönlichen Daten preisgeben, so Ramelow. „Das ist nicht in Ordnung, die Anonymität ist die Grundlage des Vertrauens. Damit wir uns alle Sachgerechte darauf vorbereiten mit dem Virus zu leben.“ (mia)