Hund in Nordhausen: Tierheim-Mitarbeiterin erhebt schwere Vorwürfe gegen Hundehalter – „echt traurig“

Eine Frau aus dem Tierheim Nordhausen kann nicht mehr mit ansehen, wie einige Halter mit ihrem Hund umgehen (Symbolfoto).
Eine Frau aus dem Tierheim Nordhausen kann nicht mehr mit ansehen, wie einige Halter mit ihrem Hund umgehen (Symbolfoto).
Foto: imago/Eibner

Nicht jeder Hund hat einen guten Halter. Immer wieder kommt es vor, dass die Vierbeiner einfach auf die Straße gesetzt werden oder sich nicht artgerecht um sie gekümmert wird. Eine Frau aus Nordhausen spricht aber noch ein ganz anderes Problem an.

Sie ist Mitarbeiterin des Tierheims in Nordhausen und muss ihrem Ärger Luft machen. Denn sie kann nicht mehr mit ansehen, wie einige Halter mit ihrem Hund umgehen.

Hund in Nordhausen: Mitarbeiter des Tierheim kümmern sich gut um Vierbeiner

„Leider sitzen in den Tierheimen immer mehr verhaltensgestörte Hunde“, schreibt sie auf Instagram.

Glücklicherweise sieht es für diese jedoch nicht ganz so schwarz aus: „Wir Mitarbeiter stecken jede Menge Kraft, Mut und Ausdauer hinein, um diese Hunde auf die richtige Spur zu lenken. In 99 Prozent der Hunde klappt dies nach einiger Zeit super“, fügt die Mitarbeiterin des Tierheim nämlich hinzu.

„Wir können sie einwandfrei handeln. Wir können so gut wie alles mit ihnen machen. Bei jedem Training wird weiter an individuellen Baustellen gearbeitet“, heißt es weiter.

Frau aus Nordhausen erhebt schwere Vorwürfe

So weit, so gut. Doch bei der Vermittlung der Hunde komme es dann zu großen Schwierigkeiten. Wie die Mitarbeiterin des Tierheims berichtet seien die Tiere nach der Vermittlung „kaum wiederzuerkennen“. Doch das liege nicht an den Hunden, sondern an den Haltern, die auf die Ratschläge der Mitarbeiter des Tierheims nicht hören.

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Das sind die beliebtesten Hunde-Rassen:

  • Französische Bulldogge
  • Labrador
  • Chihuahua
  • Australian Shepherd
  • Rottweiler

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„Man erklärt den Interessenten ganz genau die Probleme des Hundes und sagt ihn zigtausend Mal, was man erst einmal meiden sollte. Man erklärt den Leuten die Vorgeschichte und auch, dass es zu Beißvorfällen gekommen ist“, erklärt die Frau aus Nordhausen.

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„Sie sagen immer ja und Amen. Sie waren ein paar Mal mit den besagten Hund Gassi und haben jede Menge Platz. Das Ende vom Lied ist, dass von diesen Hunden, die mit größter Sorgfalt geführt werden, 40 Prozent wieder zurückkommen.“

Mitarbeiterin aus Nordhausen besorgt: „Da traut man sich echt keinen Hund mehr raus zu geben“

Die meisten von diesen Hunden kämen sogar schon in den ersten Tagen zurück. Die Frau fügt daher wütend hinzu: „Man erklärt, was sie nicht machen sollten und genau das wurde gemacht.“

Um die Schützlinge des Tierheims macht sie sich daher viele Gedanken. „Da traut man sich echt keinen Hund mehr raus zu geben“, sagt sie. „Denn nicht nur die neuen Besitzer haben jetzt 'ne Blessur, nein, auch der Hund wurde in seinen Verhalten und Training wieder zurückgeworfen und hat jetzt wieder anstrengende Tage vor sich, bevor er wieder in die Vermittlung darf.“

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Das alles nimmt sie auch emotional sehr mit. „Es ist echt traurig, dass man Mitarbeitern eines Tierheims nicht traut und es einfach mal selber ausprobieren muss. Dann natürlich auch noch ohne Schutz“, lautet daher ihr ernüchterndes Fazit. (kf)