Thüringen: Parasit verbreitet sich rasant – er ist auch für dich extrem gefährlich!

Vorsicht! Dieser Parasit breitet sich in Thüringen aus.
Vorsicht! Dieser Parasit breitet sich in Thüringen aus.
Foto: imago images/Karina Hessland / dpa/Klaus Brehm

Erfurt. Wenn du beim Wandern oder Spazierengehen durch die Wälder in Thüringen Beeren oder Pilze findest, solltest du diese auf keinen Fall essen!

Zumindest nicht, ohne sie vorher gründlich zu waschen – sonst läufst du Gefahr, mit einem gefährlichen Parasiten in Kontakt zu kommen. Er breitet sich zurzeit in Thüringen und in ganz Deutschland aus.

Thüringen: Vorsicht vor diesem Parasiten!

Der Fuchsbandwurm befällt – daher der Name – vor allem den Rotfuchs. Durch die Eier des Fuchsbandwurms können aber auch Menschen infiziert werden.

Der Fuchsbandwurm ist in Thüringen in fast allen Gebieten verbreitet. Durch das Fressen von wildlebenden Nagetieren wie Feldmäusen infizieren sich Füchse mit dem Bandwurm. Die Eier werden mit dem Kot ausgeschieden und an Früchten und Beeren abgelagert.

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Wenn Menschen dann die befallenen Früchte essen, kann das zum Teil lebensbedrohliche Folgen haben.

Fuchsbandwurm – So kannst du dich schützen

  • Waldfrüchte nicht unbehandelt verzehren; gründlich Abwaschen
  • Kochen, Backen, Braten ist unbedenklich, da die Bandwurmeier durch Erhitzen auf Temperaturen über 60ºC abgetötet werden
  • Unwirksam ist dagegen Einfrieren oder Einlegen von Früchten in Alkohol
  • Nach der Berührung mit Füchsen oder Wald-, Garten- oder Feldarbeiten, Hände gründlich waschen
  • Hunde und Katzen sollten regelmäßig entwurmt werden

(Quelle: Schutzgemeinschaft Deutscher Wald/Landesverband Thüringen)

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Fuchsbandwurm: Gefährliche Krankheiten drohen

Menschen, die die Eier des Fuchsbandwurmes aufgenommen haben, erkranken oft erst nach mehreren Jahren. Die Eier gelangen setzen sich in der Leber fest und wachsen dort zu Zysten heran.

Es gibt jedoch keine typischen Symptome für die Fuchswurmerkrankung, daher wird sie oft erst (zu) spät erkannt – und verläuft unbehandelt meistens tödlich.

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Die Anzahl der Übertragungen auf den Menschen sei allerdings gering. (fno)