Thüringen: Scharfe Kritik nach schwerem Badeunfall – Augenzeuge: „Währenddessen springen...“

In Thüringen im Freibad Saalfeld ist es zu einem schlimmen Unfall am Sprungturm gekommen. Ein elfjähriger Junge wurde schwer verletzt. (Symbolbild)
In Thüringen im Freibad Saalfeld ist es zu einem schlimmen Unfall am Sprungturm gekommen. Ein elfjähriger Junge wurde schwer verletzt. (Symbolbild)
Foto: imago images / photothek

Saalfeld. Es ist ein schrecklicher Bade-Unfall, der in Saalfeld in Thüringen in einem Freibad passiert ist.

Ein elfjähriger Junge wurde schwer verletzt, nachdem ein Badegast vom Zehn-Meter-Turm gesprungen und ihn beim Aufprall erfasst hatte.

Jetzt wird in Thüringen scharfe Kritik laut: Hätten die Verantwortlichen anders reagieren müssen?

Thüringen: 11-Jähriger bei Badeunfall schwer verletzt

Es passierte am Dienstag im Freibad in Saalfeld. Der Elfjährige war vom Ein-Meter-Brett ins Wasser gesprungen, dann aber nicht in Richtung Beckenrand geschwommen, wie die Polizei berichtete.

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Gleichzeitig war ein 17-Jähriger vom Zehner gesprungen – und traf beim Aufprall den Elfährigen. Angehörige und das Badepersonal zogen den Jungen aus dem Wasser und leisteten Erste Hilfe.

Zeugen üben Kritik – Stadt Saalfeld kontert

Nun wird jedoch Kritik laut, angeblich hätten sich Schaulustige um den Jungen versammelt. Laut einem Augenzeugen sei auch der Sprungturm nach dem Unfall nicht sofort gesperrt worden. Stattdessen „springen die Kids fröhlich ins Wasser“, während der schwer verletzte Junge daneben behandelt wird.

Ein anderer Zeuge berichtet gegenüber der „Ostthüringer Zeitung“, es habe nur ein Bademeister unten am Sprungturm gestanden. Seiner Meinung wäre es sicherer, wenn es einen Aufseher oben auf dem Turm gäbe – und der die Sprünge regelt.

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Stadt: „Unfälle nicht 100 Prozent auszuschließen“

Die Polizei ermittelt indes in alle Richtungen, etwa ob ein Fehlverhalten des 17-Jährigen vorliegt – und ob sich die Bademeister an die Regeln gehalten hätten.

Die Stadt Saalfeld und die Bäder GmbH „bedauern diesen Unfall sehr“, teilte der Büroleiter des Saalfelder Bürgermeisters gegenüber der Zeitung mit. Die Sicherheitsvorkehrungen seien aus Sicht der Freibad-Betreiberin eingehalten worden – „allerdings lassen sich Unfälle selbst unter Einhaltung aller dieser Vorkehrungen nicht zu 100 Prozent ausschließen.“

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Der elfjährige Junge wurde noch am Dienstag mit einem Hubschrauber auf die Kinderintensivstation nach Leipzig gebracht. Nach Angaben der Ärzte sei sein Zustand stabil.

Ausführlich berichtet die „Ostthüringer Zeitung“. (fno)