Bodo Ramelow zeigt AfD-Politiker den Stinkefinger – jetzt hat die Aktion doch Konsequenzen

Bodo Ramelow zeigte im Thüringer Landtag den Mittelfinger. Jetzt gibt es Ärger.
Bodo Ramelow zeigte im Thüringer Landtag den Mittelfinger. Jetzt gibt es Ärger.
Foto: imago images / Karina Hessland Westend61 (Montage: Thüringen24)

Eigentlich war Ruhe bei Bodo Ramelow und der Stinkefinger-Affäre eingekehrt. Aber jetzt gibt es doch Konsequenzen.

Was war passiert? Im Juli kam es im Thüringer Landtag zum Eklat. Der AfD-Politiker Stefan Möller fragte Bodo Ramelow etwas, das ihn auf die Palme brachte.

Bodo Ramelow habe sich laut Möller nicht entschuldigt

Es ging um den Verfassungsschutz, den Möller als skandalgeneigte Behörde bezeichnete. Dann sagte er in Richtung Bodo Ramelow: „Wer da schon alles Tolles beobachtet wurde, nicht wahr, Herr Ramelow?“

Daraufhin zeigte Bodo Ramelow Möller den Stinkefinger und bezeichnete den AfD-Politiker als „widerlichen Drecksack“. Die AfD-Fraktion ließ den Ältestenrat des Landtages einberufen, die letzte Sitzung vor der Sommerpause wurde unterbrochen. Mehr zu dem Vorfall im Landtag liest du hier <<<

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Das ist Bodo Ramelow:

  • Bodo Ramelow wurde am 16. Februar 1956 in Osterholz-Scharmbek in Niedersachsen geboren
  • Er ist zum dritten Mal verheiratet, seit 2006 mit Germana Alberti vom Hofe
  • Er hat zwei erwachsene Söhne aus erster Ehe
  • Er ist ein deutscher Politiker und gehört zu den Linken
  • Er ist seit dem 4. März 2020 der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
  • Bodo Ramelow war bereits von Dezember 2014 bis 5. Februar 2020 Ministerpräsident
  • Er ist der erste Ministerpräsident eines Bundeslandes, er den Linken angehört

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Möller spielte darauf an, dass Bodo Ramelow früher vom Verfassungsschutz beobachtet wurde, allerdings rechtswidrig. Mehr dazu liest du hier <<<

Bodo Ramelow erklärte sich später öffentlich und gestand den Fehler ein:

Dann herrschte erstmal Ruhe. Doch jetzt gibt es Konsequenzen. Der AfD-Landessprecher hat Strafantrag gegen Bodo Ramelow gestellt.

Eine entsprechende Anzeige sei bei der Staatsanwaltschaft Erfurt eingegangen, bestätigte Behördensprecher Hannes Grünseisen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun in dem Fall. Sollte sich herausstellen, dass der Ministerpräsident sich strafbar gemacht hat, würde ein Antrag gestellt, die Immunität des Linken-Politikers aufzuheben.

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Möller zu „Bild“: „Ich habe mich nach langem Nachdenken für den Strafantrag entschieden, weil Bodo Ramelow trotz der zeitlichen Gelegenheit nicht einmal ansatzweise versuchte, sich bei mir zu entschuldigen.“

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Was auf Bodo Ramelow nun zukommt und mit welcher Strafe er rechnen muss, ist unklar. (ldi/dpa)