Thüringen: Krokodil-Alarm in der Unstrut – Landkreis greift zu drastischer Maßnahme!

Schwimmt ein Krokodil in der Unstrut? Diese Frage beschäftigt seit Tagen die Region. Der Landrat verhängt vorsorglich ein Badeverbot für den Fluss. Ein Nachweis für die Existenz des Reptils fehlt aber.
Schwimmt ein Krokodil in der Unstrut? Diese Frage beschäftigt seit Tagen die Region. Der Landrat verhängt vorsorglich ein Badeverbot für den Fluss. Ein Nachweis für die Existenz des Reptils fehlt aber.
Foto: Sebastian Willnow/dpa

Laucha an der Unstrut . Direkt an der Landesgrenze zu Thüringen haben Einsatzkräfte nach einem gefährlichen Tier im Wasser gesucht.

Die Aktion lief bei Laucha an der Unstrut – unweit von Thüringen.

Bei Thüringen: Einsatzkräfte suchen in der Unstrut nach einem Krokodil

Es war von vornherein eine ungewöhnliche Suche. Denn die Einsatzkräfte hielten Ausschau nach einem Krokodil! Gleich mehrere Zeugen wollen das Krokodil am Freitag in der Unstrut gesehen haben.

Daraufhin hatten Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt entlang des Ufers nach dem Tier gesucht – erfolglos. Am Samstag und Sonntag suchten sie dann vom Wasser aus, aber wieder fanden sie kein Krokodil.

Die Schleusen in Trösdorf und Wetzendorf wurden geschlossen. Vorübergehend wurde auch der Bootsverkehr eingestellt.

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Die Polizei nahm und nimmt die Hinweise ernst. Dennoch wurde die Suche am Sonntag eingestellt. Trotz intensiver Maßnahmen in den vergangenen Tagen habe es keine konkreten Hinweise auf ein lebendes Krokodil gegeben, hieß es.

Anlieger, Wassertouristen oder Radfahrer könnten sich bei konkreten Hinweisen weiterhin an die Polizei oder die Rettungsleitstelle des Landkreises wenden.

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Am Sonntag hatte der Burgenlandkreis zuvor ein Badeverbot erlassen! Das Verbot gelte auch weiterhin – zunächst bis zum 6. September.

Demnach dürfe niemand zwischen der Landesgrenze zu Thüringen bei Wendelstein und der Einmündung in die Saale am Blütengrund bei Naumburg in den Fluss gehen.

In den vergangenen Tagen habe es zahlreiche Gerüchte in der Region gegeben, sagte Götz. Unter anderem wurde gemutmaßt, dass aus dem Erlebnistierpark Memleben in Kaiserpfalz - in der Nähe der Unstrut - ein Reptil ausgebrochen sein könnte.

Das habe sich nicht als wahr erwiesen, weil es keine Krokodile im Tierpark gebe, erklärte Ulrich. Auch Gerüchte, dass es sich um ein Krokodil, das vor Jahrzehnten nach Karsdorf - ebenfalls an der Unstrut und nur wenige Kilometer vom vermeintlichen Fundort des Reptils entfernt - kam, handeln könnte, konnten nicht bestätigt werden.

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Gummi-Kroko in Stade aus dem Wasser geangelt

Einen ähnlichen Einsatz hatte es Anfang Juli in Norddeutschland gegeben.

Die Einsatzkräfte in Stade wurden damals fündig – bei dem Tier handelte es sich aber nur um ein täuschend echt aussehendes Gummi-Krokodil.

Ein realer Kroko-Fall spielte sich vor rund 25 Jahren in Dormagen südlich von Düsseldorf ab. Ein Kaiman riss sich damals bei einem Ausflug mit seinem Besitzer von einer Leine los und verschwand. Nach tagelanger Suche fand ein Sporttaucher das Tier in einem Baggersee. Bis zu seinem Tod im Jahr 2013 lebte der Kaiman „Sammy“ in einer Alligator-Farm in Hessen. (ck/dpa)