Thüringen: Afrikaner in Bus mit Flasche verletzt – schlimme Vorwürfe kommen zum Vorschein

In einem Linienbus in Suhl (Thüringen) hat es einen Vorfall gegeben. Die Polizei ermittelt! (Symbolbild)
In einem Linienbus in Suhl (Thüringen) hat es einen Vorfall gegeben. Die Polizei ermittelt! (Symbolbild)
Foto: imago images / Ralph Peters

Suhl. Hat es einen rassistisch motivierten Angriff in einem Bus in Thüringen gegeben? Dieser Vorwurf macht jedenfalls gerade in den sozialen Netzwerken die Runde.

User berichten von einem Vorfall aus Suhl in Thüringen. Dort soll ein junger Mann afrikanischer Herkunft angegriffen und mit einer Glasflasche am Kopf getroffen worden sein.

Thüringen: Mann im Bus mit Bierflasche verletzt

Die Polizei bestätigt am Dienstag, dass es am Samstag in einem Linienbus in Suhl-Nord zu einer Auseinandersetzung zwischen mehreren Fahrgästen gekommen ist, wobei ein Mann aus Guinea am Kopf verletzt wurde.

Laut Polizei hatte sich folgende Situation ergeben: Der Mann aus Guinea sei um kurz nach Mitternacht in den Bus eingestiegen, habe dabei aber keinen Mund-Nasenschutz getragen, wie es in der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Thüringen vorgeschrieben ist.

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Mehrere Fahrgäste hätten den Mann daraufhin dazu aufgefordert, einen Mundschutz aufzusetzen. Daraus habe sich ein Streit entwickelt.

Der Streit eskalierte darin, dass der Mann afrikanischer Herkunft eine Bierflasche an den Kopf bekam. Als der Werfer der Flasche den Bus verlassen wollte, folgte der Verletzte ihm und schlug ihm mit der Hand ins Gesicht, berichtet die Polizei.

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Streit eskaliert – Polizei hat Ermittlungen aufgenommen

Der Busfahrer hatte schließlich die Polizei gerufen, als der Streit an der Haltestelle weiterging. Die herbeigerufenen Beamten konnten den Streit schlichten und nahmen die Personalien der Beteiligten auf. Auch der Werfer der Bierflasche konnte dabei ermittelt werden. Gegen ihn wurde Anzeige wegen gefährlicher Körperverletzung erstattet.

Der am Kopf verletzte Mann aus Guinea wurde mit dem Rettungswagen in das Klinikum nach Suhl gebracht. Laut dem Bündnis „Antifaschistische Gruppen Südthüringen“ seien vor der Auseinandersetzung rassistische Parolen wie „scheiß Ausländer“ und „Nigger“ gefallen.

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Die Kriminalpolizei Suhl, die die Ermittlungen übernommen hat, sucht nach weiteren Augenzeugen des Vorfalls. Auch die Kamera-Aufzeichnungen des Linienbusses könnten weiterhelfen. (red)