Thüringer Rostbratwurst vor dem Aus? Wirtschaft sieht schwarz – Dahinter steckt diese politische Entscheidung!

Droht der Thüringer Rostbratwurst das Aus?
Droht der Thüringer Rostbratwurst das Aus?
Foto: arifoto UG/dpa

Suhl. Die Prognose, die Ralf Pieterwas gegenüber der Thüringer Allgemeinen macht, schlägt auf den Magen. Sollte das Gesetz zur Neuregelung von Werkverträgen und Zeitarbeit durchkommen, droht der Thüringer Rostbratwurst das Ende.

Behauptet zumindest der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Südthüringen am Mittwoch.

Rostbratwurst vor dem Aus? Gesetzesentwurf bereitet Sorge

Was kompliziert klingt, ist recht einfach: Die Bundesregierung beabsichtigt, in der Fleischindustrie sowohl Werkverträge als auch Zeitarbeit zum Jahreswechsel zu verbieten. Hintergrund ist das vermehrte Corona-Infektionsgeschehen in Großbetrieben, wie bei der Tönnies-Gruppe in Nordrhein-Westfalen,. Die Regelung soll in Betrieben ab 50 Mitarbeitern, sowie in kleineren Betrieben, die nicht in die Handwerksrolle eingetragen sind, gelten.

Eigentlich eine gute Idee, um Sub-Sub-Unternehmern und überfüllte Unterkünfte mit ausländischen Arbeitern zu unterbinden.

„Damit nimmt man unseren mittelständischen Firmen die Möglichkeit, auf saisonale Auftragsspitzen flexibel reagieren zu können“, kritisierte hingegen Pieterwas den Gesetzesentwurf gegenüber der „Thüringer Allgemeinen“. Die Politik nutze die „Corona-Hintertür“, um ihre Foderungen durchzusetzen.

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Verbraucherschutz: Riesenschlachthöfe und Massenunterkünfte gibt's in Thüringen nicht

Kerstin Ziemer, Abteilungsleiterin des Thüringer Landesamtes für Verbraucherschutz, gibt zu bedenken, dass es bei Kontrollen keine Verstöße gegen Arbeits- oder Gesundheitsrecht gegeben habe. Überhaupt seien, im Vergleich zu anderen Bundesländern, in Thüringen keine Riesenschlachthöfe ansässig. Massenunterkünfte für ausländische Beschäftigte? Fehlanzeige.

Mittelständische Unternehmen sehen ihre Existenz, und die der Rostbratwurst, gefährdet, wenn im Sommer nicht zusätzlich Zeitarbeiter eingestellt werden könnten. Den ganzen Artikel zum Thema kannst du bei der Thüringen Allgemeinen lesen. (mb)