Krokodil an der Unstrut in Thüringen gesichtet ++ Kyffhäuser Kreis warnt ++ Suche eingestellt

In Thüringen hat eine Frau ein Krokodil an der Unstrut gesehen. (Symbolfoto)
In Thüringen hat eine Frau ein Krokodil an der Unstrut gesehen. (Symbolfoto)
Foto: imago stock&people gmbh

Schönewerda. Es ist wieder da! Bereits Ende August wurde ein Krokodil in der Unstrut in Sachsen-Anhalt gesichtet – jetzt hat eine Reiterin das Reptil in Thüringen gesehen.

Der Kyffhäuserkreis spricht eine Warnung aus.

Krokodil nun auch in Thüringen gesichtet!

Laut MDR will die Pferdebesitzerin aus Thüringen das Krokodil am Sonntag an der Unstrut gesehen haben.

+++ Krokodil-Alarm in der Unstrut – Landkreis greift zu drastischer Maßnahme! +++

Mit aufgerissenem Maul habe es am Ufer gelegen. Die Pferde hätten vor dem ungewöhnlichen Besucher geschaut. Erst dann sei das Reptil zurück ins Wasser geglitten.

Die Feuerwehr nimmt die Sichtung sehr ernst. Seit 11 Uhr wird mit Hochdruck nach dem Krokodil gesucht.

Behörden suchen auf 20 Kilometer nach Krokodil

Auf einer Länge von 20 Kilometer suchen Naturschutzbehörde, Feuerwehr und Polizei nach dem Tier. Seit dem frühen Nachmittag ist auch ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

Die Feuerwehr hat die Schleusen geschlossen und sucht mit einer Drohne. Die Unstrut und der Radweg am Fluss seien laut Feuerwehr ebenfalls gesperrt, berichtet der MDR.

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Hat das Krokodil eine Strecke von 25 Kilometer zurückgelegt?

Erst Ende August hatten Passanten von einem Krokodil in der Unstrut berichtet. Angler hatten das Reptil nach eigener Aussage bei Laucha gesehen. Auch hier nahmen die Behörden die Sichtung ernst und sperrten Teile der Unstrut. Ebenfalls ist ein Badeverbot ausgesprochen worden.

Schönewerda, ein Ortsteil der Landgemeinde Roßleben-Wiehe, und Lauche trennen knapp 25 Kilometer Luftlinie.

Suche am Sonntagabend eingestellt

Nach einem langen Sonntag haben Polizei und Feuerwehr die Suche nach einem Krokodil in Thüringen vorerst erfolglos eingestellt. „Man hat keinerlei Feststellungen in irgendeiner Weise machen können“, sagte Polizeisprecherin Fränze Töpfer am Montagmorgen. Nach zehn Stunden erfolgloser Suche habe man die Fahndung darum am Sonntagabend abgebrochen.

Die Suche gestaltete sich zunächst schwierig: Weil die Fahrt in einem Schlauchboot zu gefährlich gewesen wäre, konnten Einsatzkräfte den Fluss vorerst nur aus der Entfernung absuchen. Als man aber schließlich in einem stabileren Boot und per Wärmebildkamera immer noch keine Anzeichen des Krokodils ausmachen konnte, verdichteten sich laut Polizeisprecherin Töpfer die Zweifel.

Gummi-Kroko in Stade aus dem Wasser geangelt

Einen ähnlichen Einsatz hatte es Anfang Juli in Norddeutschland gegeben.

Die Einsatzkräfte in Stade wurden damals fündig – bei dem Tier handelte es sich aber nur um ein täuschend echt aussehendes Gummi-Krokodil.

Ein realer Kroko-Fall spielte sich vor rund 25 Jahren in Dormagen südlich von Düsseldorf ab. Ein Kaiman riss sich damals bei einem Ausflug mit seinem Besitzer von einer Leine los und verschwand. Nach tagelanger Suche fand ein Sporttaucher das Tier in einem Baggersee. Bis zu seinem Tod im Jahr 2013 lebte der Kaiman „Sammy“ in einer Alligator-Farm in Hessen. (dpa/mb)