Eisenach: Frau zeigt vier Männer wegen Vergewaltigung an – doch jetzt kommen erschütternde Erkenntnisse zum Vorschein

Die Frau behauptete, von vier Afghanen vergewaltigt worden zu sein. (Symbolbild)
Die Frau behauptete, von vier Afghanen vergewaltigt worden zu sein. (Symbolbild)
Foto: imago images / Olaf Döring

Eisenach. Eine Frau (19) aus Thüringen hatte im Juli gegenüber der Polizei behauptet, von mehreren Männern in einer Wohnung in Eisenach vergewaltigt worden zu sein.

Vier Männer afghanischer Herkunft im Alter von 23 bis 36 Jahren waren daraufhin festgenommen woren. Doch jetzt gibt es neue, erschütternde Erkenntnisse in diesem Fall.

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Thüringen: Vergewaltigung in Eisenach? Jetzt kommt DAS ans Tageslicht

Im Fall der mutmaßlichen gemeinschaftlichen Vergewaltigung in Eisenach sind die Beschuldigten aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Die junge Frau, die den Männern die Tat vorgeworfen hatte, habe vor einem Ermittlungsrichter eingeräumt, dass es keine Vergewaltigung gegeben habe, hieß es bei der Staatsanwaltschaft Meiningen am Dienstag.

Nun werde gegen die Frau wegen falscher Verdächtigung und Freiheitsberaubung ermittelt. Die damals 19 Jahre alte Eisenacherin hatte im Juli angegeben in einer Wohnung von mehreren Männern vergewaltigt worden zu sein.

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Fall für politische Zwecke missbraucht

Die Nachricht über die offenbar ausgedachte Vergewaltigung löste auch in der Politik einige Reaktionen aus.

„Im Juli 2020 wurden vier Afghanen in Eisenach festgenommen, nachdem 19-jährige Frau behauptete, sie sei von ihnen vergewaltigt wurden. Neonazis nutzten es zur rassistischen Stimmungsmache. Nun stellt sich raus: alles erfunden. Es gab keine Vergewaltigung“, schrieb etwa die Linke-Landtagsabgeordnete Katharina König-Preuss am Dienstag auf Twitter.

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In Eisenach hatte nach dem Bekanntwerden der nun widerlegten Vorwürfe ein Stadtratsmitglied der rechtsextremen NPD einen Aufzug durch die Stadt geführt. (fno mit dpa)