Gera: Mann verurteilt, weil er Baby missbraucht haben soll – jetzt folgt die Wende

Gera: Ein Gerichtsfall nahm eine überraschende Wende.
Gera: Ein Gerichtsfall nahm eine überraschende Wende.
Foto: imago images

Gera. Es waren schlimme Momente in Gera. Ein Mann sowie eine Teenagerin sollen ein fünf Monate altes Baby missbraucht haben. Sie wurden bereits verurteilt vom Landgericht Gera. Nun gibt es eine Wende.

Wie die „Ostthüringer Zeitung“ berichtet, wird der Fall neuverhandelt. Der Bundesgerichtshof hat das Urteil gegen den Mann aus Ostthüringen aufgehoben.

Gera: Gab es eine weitere Tat?

Bereits im Juli 2019 wurde der damals 28-Jährige zu vier Jahren Haft verurteilt. Seine damals 16-jährige Mittäterin erhielt eine Bewährungsstrafe. Grund: Der Mann hatte sie dazu angestiftet.

Das Krasse: Der Täter soll die 16-Jährige sowie das Baby bei der Tat in Gera gefilmt haben. Mehr zu dem Fall liest du hier <<<

Das muss die 9. Strafkammer nun klären

Warum der Bundesgerichtshof das Urteil aufgehoben hat? Weil die zum Tathergang getroffenen Feststellungen „der rechtlichen Einschätzung der 2. Strafkammer nicht anschließen können“, teilt ein Sprecher des Landgerichts Gera mit.

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Das ist Gera:

  • Gemessen an der Fläche ist sie die zweitgrößte Stadt Thüringens hinter Erfurt
  • Nach der Bevölerungszahl sichert sie sich hinter Erfurt und Jena Platz 3
  • Die Stadt ist unter anderem für ihr altes Theater bekannt

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Die 9. Strafkammer muss nun klären, ob sich der Mann tatsächlich der Anstiftung oder Beihilfe zum sexuellen Missbrauch von Kindern schuldig gemacht hat.

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Bereits während des Prozesses im letzten Jahr soll es Anzeichen dafür gegeben haben, dass er Mann eine weitere Straftat begangen habe. Dies soll am 16. September erklärt werden. Dann findet eine Neuauflage der Verhandlung am Landgericht Gera statt.

Insgesamt wurden drei Prozesstage angesetzt. Schon beim Auftakt 2019 kam es zu einer heftigen Situation im Gericht in Gera. Mehr dazu liest du bei der „Ostthüringer Zeitung“. (ldi)