AfD Thüringen: Klatsche für Höcke-Vertrauten – ausgerechnet SIE freut sich darüber

Björn Höcke (AfD Thüringen, Mitte) und Frank Pasemann (r.).
Björn Höcke (AfD Thüringen, Mitte) und Frank Pasemann (r.).
Foto: imago images / Jacob Schröter

Gerichtsschlappe für ein Mitglied des völkisch-nationalistischen „Flügels“ der AfD rund um Björn Höcke, den Landes- und Fraktionschef der AfD in Thüringen.

Seit einigen Tagen ist die Internetseite sowie die Social-Media-Kanäle von „Alternative Basis“ nicht mehr online. Diese standen dem „Flügel“ sehr nahe – und die entsprechende Internetdomain ist dem AfD-Bundestagsabgeordneten Frank Pasemann zuzurechnen, der als einflussreicher Akteuer im „Flügel“-Netzwerk um AfD-Thüringen-Chef Björn Höcke gilt.

AfD Thüringen: Höcke-Vertrauter mit Schlappe vor Gericht

Recherchen des „MDR Thüringen“ zufolge schreibt das Landgericht Magdeburg in einem Beschluss die entsprechenden Websiten Frank Pasemann zu. Erfolgreich gegen ihn geklagt hatte ausgerechnet eine Partei-Kollegin – die Ex-Landeschefin der AfD in Niedersachsen, Dana Guth. Am vergangenen Wochenende war Dana Guth von ihrem Posten abgewählt worden. Über den Rechtsruck im dortigen Landesverband berichtet unser Partner-Portal news38.de.

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Sie hatte sich an dem Text „Liebesgrüße von Haldenwang – Dana Guths Privatstasi!“ gestört. Dieser war am 4. August auf den „Alternative Basis“-Kanälen zu lesen. Haldenwang ist der Nachname des Präsidenten des Bundesamts für Verfassungsschutz.

Pasemann wurde aus der AfD ausgeschlossen

Mitte März hatten Björn Höcke und der damalige Brandenburger AfD-Landes- und Fraktionschef Andreas Kalbitz noch erklärt, der „Flügel“ sei aufgelöst worden. Kurz zuvor war er vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft worden. Höcke und Kalbitz baten alle Angehörigen des „Flügels“, alle diesbezüglichen Aktivitäten bis zum 30. April 2020 niederzulegen. Wie der „MDR Thüringen“ berichtet, war Frank Pasemann der Aufforderung offenbar nicht gefolgt.

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Pasemann gelte als „wichtiger Puzzlestein“ im „Flügel“-System der AfD. Erst im August war er wegen parteischädigendem Verhalten aus der AfD in Sachsen-Anhalt ausgeschlossen wurden. Er habe unter anderem einen antisemitischen Tweet verfasst. (at)