Thüringen: Dieser Mann läuft in Feuerwehr-Montur von Hamburg nach Sömmerda – und das hat einen ernsten Hintergrund

Dieser Feuerwehrmann läuft von Hamburg nach Sömmerda in Thüringen!
Dieser Feuerwehrmann läuft von Hamburg nach Sömmerda in Thüringen!
Foto: Google Maps/dpa/Georg Wendt

Sömmerda/Hamburg. Er läuft über 300 Kilometer! Und das in voller Feuerwehr-Montur... Feuerwehrmann Mario will von Hamburg nach Sömmerda in Thüringen laufen – das hat einen ernsten Hintergrund.

Thüringen: ER läuft von Hamburg nach Sömmerda

Feuerwehrmann Mario hat am Montag in Hamburg seinen Fußmarsch nach Sömmerda in Thüringen begonnen. Er will die rund 363 Kilometer lange Strecke in fünf Tagen bewältigen, das teilte die Deutsche Kinderhospiz- und Familienstiftung (DKFS) in Hamburg mit.

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Dabei trägt er seine feuerfeste Ausrüstung, einschließlich Helm und Einsatzstiefeln, mit einem Gesamtgewicht von rund 25 Kilogramm. Bei einem Tagespensum von mehr als 70 Kilometern rechnet Mario mit einer täglichen Laufzeit von 14 bis 16 Stunden.

363 Kilometer mit schwerer Ausrüstung – das steckt dahinter

Der 34 Jahre alte Berufsfeuerwehrmann will mit seinem Fußmarsch auf das Schicksal der mehr als 50.000 Familien aufmerksam machen, deren Kind von einer schweren Krankheit betroffen ist.

Er läuft zugunsten der DKFS, deren Spendenaufkommen im Zusammenhang mit der Corona-Krise stark zurückgegangen ist. „Wir hoffen deshalb, möglichst viele Spenden sammeln zu können“, sagte Mario nach den ersten Kilometern in Hamburg. Die Eltern der Kinder seien hoch belastet und brauchten Begleitung in dem oft jahrelangen Pflegeprozess für ihre kranken Kinder.

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Sömmerda ist das Ziel des Fußmarsches, weil der Feuerwehrmann an seiner vorigen Arbeitsstelle in Baden-Württemberg eine Partnerschaft mit der dortigen Feuerwehr unterhielt und nach dem Wechsel nach Hamburg den Kontakt weiterführte. Zudem ist Sömmerda Schauplatz des „Run4Kids“, eines Benefizlaufs zugunsten des Kinderhospiz Mitteldeutschland.

Feuerwehrmann Mario: „Reise ins Ungewisse“

Mario, selbst Vater einer elfjährigen Tochter, hat für seinen Marsch absichtlich nicht besonders trainiert. „Meine spartanische Vorbereitung soll symbolisieren, dass sich die betroffenen Eltern von lebensverkürzt erkrankten Kindern auch nicht auf eine solche Lebenssituation einstellen können“, sagte er.

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„Über 6.500 Familien erhalten pro Jahr in Deutschland die Diagnose, das ihr geliebtes Kind oftmals das Erwachsenenalter nicht erreichen wird. Gewissermaßen für alle eine Reise ins Ungewisse.“ (fno mit dpa)