Thüringen: Ehepaar will im Urlaub auf Rügen Abkürzung nutzen – dann wird es lebensgefährlich

Ein Ehepaar aus Thüringen hat sich auf der Insel Rügen in große Gefahr gebracht!
Ein Ehepaar aus Thüringen hat sich auf der Insel Rügen in große Gefahr gebracht!
Foto: imago images / Panthermedia / Feuerwehr Sassnitz Facebook

Rügen. Das hatten sie sich wohl anders vorgestellt! Ein Pärchen aus Thüringen wollte eigentlich nur einen schönen Urlaub auf der Ostsee-Insel Rügen verbringen...

Doch aus dem geplanten Erholungs-Tripp in Mecklenburg-Vorpommern wurde eine brenzlige Angelegenheit. Ohne Zweifel: Diese Reise wird das Ehepaar aus Thüringen wohl nicht so schnell vergessen!

Thüringen: Ehepaar trifft im Urlaub folgenschwere Entscheidung

Der 43-jährige Mann und seine Frau (55) waren zu einem Spaziergang am Strand unterhalb der Steilküste auf Rügen aufgebrochen. Doch dann kamen sie auf die Idee, den Weg abzukürzen.

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Dafür versuchten die beiden laut Polizei, den Kreidefelsen hinaufzuklettern. Dies gelang auch zunächst, doch irgendwann kamen die beiden nicht mehr weiter – weder vor, noch zurück.

Sie waren an der Felswand auf etwa 15 Meter Höhe geklettert, als sie in die hilflose Lage gerieten, aus der sie sich nicht mehr selbständig befreien konnten. Wären sie aus dieser Höhe gefallen, hätte das mitunter lebensgefährliche Verletzungen nach sich ziehen können. Dem 43-Jährigen blieb nichts anderes übrig, als den Notruf zu wählen.

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Höhenrettung muss Ehepaar von Kreidefelsen abseilen

Einsatzkräfte der Polizei und der Wasserschutzpolizei, Rettungskräfte sowie mehrere Kameraden der Höhenrettung der Feuerwehr mussten anrücken, um das Ehepaar aus seiner misslichen Lage zu befreien.

Der Einsatz dauerte rund vier Stunden: Die Kräfte der Höhenrettung seilten sich dabei zu den feststeckenden Eheleuten ab und dann zusammen mit den beiden bis nach ganz unten. Verletzt wurde zum Glück niemand. das Ehepaar wird aber in den kommenden Tagen eine Rechnung für den Einsatz erhalten.

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Ehepaar bekommt Rechnung: „Manche lernen nie draus...“

Der Einsatz hat großes Aufsehen erregt. Viele Menschen können das Verhalten des Ehepaars nicht verstehen und posten ihren Ärger bei Facebook:

  • „Entweder haben die das Lesen verlernt oder sind Begriffstutzig, was das NICHT BETRETEN SCHILD angeht, Leute werdet Wach, diese Schilder stehen nicht umsonst da.“
  • „Das machen nur Personen mit Übermut. Die unterschätzen die Gefahren, die von allen aus geht.“
  • „Es ist doch jetzt ausreichend bekannt,wie gefährlich die Kreidefelsen sind. Es gibt immer wieder [...] Leute, die mit dem Leben von sich und den Rettern spielen. Ich hoffe das die Rechnung hoch ist, aber lernen wird da auch keiner draus.“
  • „Eigentlich wäre langsam mal eine Rechnung für Unvernunft fällig.“
  • „Manche lernen nie draus...“

Lobende Worte gibt es dagegen für die Einsatzkräfte der Feuerwehr und der Höhenrettung. „Ihr seid Helden“, lautet de Dank. „Ich ziehe immer wieder den Hut vor den Rettungskräften. Man kann ihnen nicht oft genug Danke sagen.“ (fno)