Thüringen: Hammer! DAS soll im Freistaat entstehen – Innenminister Maier entrüstet „ungerecht“

Thüringen: Innenminister Georg Maier findet die Idee ungerecht. (Symbolbild)
Thüringen: Innenminister Georg Maier findet die Idee ungerecht. (Symbolbild)
Foto: imago images / Christian Grube / Arnulf Hettrich (Montage: Thüringen24)

Hammer! In Ostdeutschland, höchstwahrscheinlich in Thüringen, soll ein Atom-Endlager entstehen. Das findet ein Politiker alles andere als gerecht.

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (CDU), hält es für möglich, dass das geplante Endlager für Atommüll in Ostdeutschland eingerichtet wird. Aus seiner Sicht sei ein Endlager-Standort in Ostdeutschland zwar „nicht wünschenswert“, aber denkbar, sagte Wanderwitz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Thüringen: „30 Jahre nach der Wiedervereinigung für abenteuerlich“

Wanderwitz widersprach damit dem Innenminister von Thüringen und neuen SPD-Landeschef Georg Maier. Dieser hatte gefordert, bei der Suche nach dem Endlager-Standort zu berücksichtigen, „dass die Atomwirtschaft stark westdeutsch geprägt war und beispielsweise auch die Gewerbesteuern dort vereinnahmt wurden“. Deshalb wäre es nach Maiers Worten „ungerecht“, den Atommüll in Ostdeutschland endzulagern.

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Das ist Thüringen:

  • der Freistaat Thüringen hat 2,1 Millionen Einwohner und ist 16.000 Quadratkilometer groß
  • Landeshauptstadt und größte Stadt: Erfurt
  • weitere wichtige Städte sind Jena, Gera und Weimar
  • liegt im Zentrum von Deutschland
  • 2.133.378 Einwohner
  • Ministerpräsident ist Bodo Ramelow (Die Linke)
  • Regierungsparteien sind Die Linke, SPD und Die Grünen

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Der Ostbeauftragte sagte dazu, er halte diese Diskussion „30 Jahre nach der Wiedervereinigung für abenteuerlich“. Die Bundesländer in West- und Ostdeutschland hätten drei Jahrzehnte lang gemeinsam den Strom aus Atomenergie bezogen. Wanderwitz betonte: „Wir brauchen objektive Kriterien für Akzeptanz.“ Das Ost-West-Kriterium sei aber „nicht objektiv“.

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Die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hatte am Montag eine erste Vorauswahl von Regionen vorgestellt, die für ein Endlager für hochradioaktiven Atommüll in Frage kommen. Nicht mehr dabei ist die umstrittene Standort-Option im niedersächsischen Gorleben, dafür aber zahlreiche Gebiete in fast allen Bundesländern. (afp)