Thüringen: Tierheim mit erschütternder Botschaft – „Schwierig, die Freude an unserer Tätigkeit zu behalten“

Die Tierheimat aus Thüringen wendet sich mit emotionalen Worten an ihre Follower. (Symbolbild)
Die Tierheimat aus Thüringen wendet sich mit emotionalen Worten an ihre Follower. (Symbolbild)
Foto: imago images / Steve Bauerschmidt

Ilmenau. Ein Tierheim in Thüringen hat eine emotionale Botschaft veröffentlicht, die Tier-Liebhaber erschüttert. Auf Facebook schreiben die Mitarbeiter ihre Gefühle nieder.

Die Botschaft der Tierheimat Thüringen beginnt mit einem Zitat von Sigmund Freud: „Wenn wir die Gründe für das Verhalten anderer verstehen könnten, würde plötzlich alles einen Sinn ergeben.“

Dann führt das Tierheim weiter aus: „In letzter Zeit ist es für uns leider unheimlich schwierig, die Freude an unserer ehrenamtlichen Tätigkeit zu behalten.“

Und das hat mehrere Gründe. Eins vorweg: Es liegt nicht an den Tieren, es liegt am Menschen! Denn die Tierheimat in Thüringen ist von Menschen enttäuscht, die sich dafür entscheiden, ein neues Haustier zu adoptieren.

Thüringen: Tierheimat hat es mit Shitstorm zu tun

Die Mitarbeiter handeln stets zum Wohle der Tiere – und genau das wollen einige leider nicht akzeptieren. Das Tierheim aus Thüringen erklärt: „In den letzten Wochen ist es leider so, dass immer mehr Menschen uns dies sehr schwer machen, uns beleidigen und versuchen, schlecht zu machen.“

So beschweren sich Interessenten bei den Mitarbeitern, weil sie nicht sofort auf Mails oder Anrufe antworten. Es dürfe aber nicht vergessen werden, dass die Helfer das Ganze ehrenamtlich machen. Alle Mitarbeiter haben noch einen Vollzeit-Job.

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Auch gehe es laut der Tierheimat einigen Menschen nicht schnell genug. „Wenn dann auf uns ein Shitstorm losgetreten wird, weil sich Familien persönlich angegriffen fühlen, weil nicht sie die Auserwählten sind, hilft das weder uns, geschweige denn dem Tier. Es geht ausnahmslos IMMER um das Wohl des Tieres und welches Umfeld für das Tier am besten geeignet ist!“

Thüringen: Tierheimat hat große Bitte

Auch soll es Vorfälle geben, bei denen ein Familien-Mitglied ein Tier adoptieren möchte, die restliche Familie jedoch nicht. Dann platzt die Vermittlung und die Arbeit war umsonst. Deswegen bittet das Tierheim aus Thüringen, solche Entscheidungen vorher mit der ganzen Familie zu besprechen.

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Die Facebook-Nutzer sind fassungslos über diese Vorfälle und können diese Menschen einfach nicht verstehen. Sie versuchen der Tierheimat gut zuzusprechen.

Hier einige Kommentare:

  • „Ihr leistet tolle Arbeit. Mein Kaninchen Löffel, das ich vor vier Jahren von euch erworben habe, ist ein wunderbares Tier. Ihm und seiner Partnerin geht es gut.“
  • „Ihr macht eine tolle Arbeit, vielen Dank dafür.“
  • „Ihr könnt stolz auf euch sein, was ihr alles nebenbei noch Gutes für die Tiere tut und damit auch jede Menge Menschen noch glücklich macht. Ich schätze jeden von euch sehr. Man sollte diese wahnsinnig liebevolle ehrenamtliche Arbeit viel mehr anerkennen.“

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Das Tierheim in Thüringen fasst zusammen: „Wir hoffen, dass es mit diesen ehrlichen, wenn auch etwas harten Worten, für die Mehrheit jetzt etwas verständlicher ist, was wir jeden Tag machen. Bitte vergesst nicht, dass auch wir nur Menschen sind, die noch zusätzlich einen Job, eine Familie und ein Privatleben haben. Wir können uns nicht zerteilen, aber versuchen, jeden Tag unser bestes für euch und die Tiere zu geben.“ (ldi)