Thüringen: Grusel-Fund am Ilmtal-Radweg – er ist für SIE extrem gefährlich

In Thüringen wurde ein Tier illegal entsorgt.
In Thüringen wurde ein Tier illegal entsorgt.
Foto: imago images / imagebroker; LRA Weimarer Land (Montage: Thüringen24)

Ilmtal. Grausamer Fund in Thüringen! In einem Gebüsch am Ilm-Radweg zwischen Mellingen und Oettern nahe der Straße nach Mechelroda wurde etwas in zwei Plastik-Tüten gefunden, das schockiert und gefährlich ist.

Am Dienstagabend erhielt Dr. Stefan Kleinhans vom Veterinäramts des Kreises Weimarer Land eine alarmierende E-Mail. Am nächsten Morgen sah er sie und handelte sofort. Ihm wurde vom Ordnungsamt der VG Mellingen mittgeteilt, dass in Thüringen ein zerstückeltes Tier gefunden wurde.

Thüringen: Amt hat heiße Spur

„Ich habe mich sofort in Bewegung gesetzt und bin hingefahren. Vor Ort fand ich zwei Plastik-Säcke. Ich öffnete sie, darin lag eine zerlegte Hirschkuh“, berichtet Dr. Kleinhans Thüringen24.

Das Kuriose: Dieses Wild-Tier kam nachweislich nicht aus dem Landkreis Weimarer Land in Thüringen. Es wurde also nicht dort gejagt und zerlegt, sondern woanders. Die Überreste – bestehend aus Kopf, Knochen und Füßen – wurden aber dort entsorgt.

Kleinhans hat die Säcke ausgepackt, Fotos gemacht, wieder verschlossen und im Landratsamt sichergestellt. Anschließend wurden die Überreste durch eine Fachfirma abgeholt und unschädlich beseitigt.

Doch wer hat die Abfälle der Hirschkuh dort abgelegt? Dafür gibt es bereits eine heiße Spur. Denn was der Unbekannte ebenfalls mit entsorgt hat, ist die Wildmarke. Diese Marke ist an jedem Tier befestigt, dass ein Jäger geschossen hat.

Thüringen: Täter muss DAMIT rechnen

Sie gibt Informationen darüber, wer das Tier geschossen und wer es auch später gekauft hat. „Wir haben den Weg der Marke zurückverfolgt. Die Spuren führen nach Weimar.“

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Nun wird geforscht, wer die Hirschkuh illegal am Ilm-Radweg einfach abgelegt hat. Denn das ist extrem riskant. „Man weiß nicht, welche Keime das Tier in sich trägt. Damit könnten sich andere Tiere vor Ort schneller mit fremden Krankheitserregern infizieren.“

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Der sogenannte „Kadaver-Tourismus“ ist strikt verboten. Wenn die Beamten herausfinden, wer das Tier loswerden wollte, wird es teuer. Denn derjenige muss die Kosten für den Einsatz des Ordnungsamtes, der Beseitigung und weiteres bezahlen – etwa 2000 Euro, inklusive Bußgeld.

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„Wir möchten demjenigen die Gelegenheit geben, sich zu stellen. Einsicht und Reue wirken sich strafmindernd aus.“ Hast du etwas mitbekommen? Ein Geständnis sowie Hinweise nimmt der Veterinäramt unter Telefon 03644/540300 oder per Mail an post.pressestelle@wl.thueringen.de entgegen. (ldi)