Rudolstadt: Wer hat Minka das angetan? Katze erlebt abscheuliches Martyrium

Wer hat Minka aus Rudolstadt das angetan?
Wer hat Minka aus Rudolstadt das angetan?
Foto: Polizei Saalfeld

Rudolstadt. Wie grausam können Menschen sein? Was dieser Katze aus Rudolstadt angetan wurde, lässt einem an die Menschheit zweifeln. Minka hat ein richtiges Martyrium durchlebt.

Achtung! Solltest du sensibler sein und Fotos von Tieren mit Blut und Wunden nicht verkraften können, lies bitte nicht weiter.

Was ist passiert? Am Sonntag kommt Daniella Gasda (54) aus dem Urlaub zurück nach Rudolstadt. Als sie ihre Katzen begrüßen möchte, bleibt ihr fast das Herz stehen. Denn einer ihrer Tiere hockt völlig blutverschmiert im Keller ihres Hauses.

Rudolstadt: Katze muss notoperiert werden

Ihre beiden Hinterbeine wurden vermutlich abgehackt! Sofort fährt Daniella mit Minka zum Tierarzt, der ihr eine Not-Op unterzieht.

„Wir wissen nicht, wie so ein Unfall passiert sein könnte, es fehlt uns jede Idee. Ein Tellereisen (eine Falle) kommt nicht in Frage, da es beide Beine und ganz saubere Wunden sind. Nichts ist gequetscht“, berichtet sie.

Die Frau aus Rudolstadt vermutet, dass ein Unbekannter die Hinterbeine der Katze mit einer Axt abgehackt hat. Sie ist sich ziemlich sicher, da sie selbst schlachtet und weiß, wie sowas aussieht.

Wer macht so etwas Grausames? Daniella hat eine Belohnung von 1000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung des Täters führen. Auch glaubt sie, dass ihr Kater Saphir die Attacke beobachtet hat. „Was auffällt: Unser blauer Kater Saphir meidet auf einmal Menschen und ist scheu“, sagt sie.

Hast du etwas gesehen? Katze Minka hielt sich für gewöhnlich immer im Umkreis vom Mühlgraben in Rudolstadt auf. Falls du etwas mitbekommen hast, melde dich bei der Polizei oder bei Daniella Gasda per Facebook.

Diese Hinweise könnten helfen:

  • Hast du am Sonntag, 27. September, zwischen 8 und 16 Uhr etwas gesehen?
  • Hörtest du eine Katze schreien?
  • Oder einen blauen Kater weglaufen sehen?

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Einen brauchbaren Hinweis hat Daniella inzwischen bekommen, dem nun nachgegangen wird. Die Polizei teilt mit: „Gemäß des Tierschutzgesetzes können Personen, welche ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund töten oder ihm erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügen, mit Geld-oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft werden.“

Rudolstadt: Minka ist noch nicht über dem Berg

Minka erholt sich inzwischen von ihrem Martyrium. Während der Op entschieden der Tierarzt und Daniella, die Stümpfe der Katze nicht zu amputieren. Die Frau aus Rudolstadt hofft, dass Minka so eines Tages wieder laufen kann.

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Aktuell bekommt das Tier Antibiotika und Schmerzmittel. „Die ist noch lange nicht über den Berg, denn alles hängt davon ab, dass sie ihre Stümpfe und die Haut und das Gewebe drum rum behält“, schildert ihre Besitzerin.

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Minka frisst kaum, bekommt Wasser und Kalorienpaste eingeflößt. Ob die Katze aus Rudolstadt es schaffen wird, ist ungewiss. Daniella Gasda ist erstmal einfach froh, dass ihre geliebte Minka lebt. (ldi)