„Riverboat“ (MDR): Katarina Witt verrät, von welchem Stück DDR sie sich erst jetzt verabschiedet hat

Katarina „Kati “ Witt war am Freitag bei Riverboat im MDR zu Gast. Mit Moderator Jörg Kachelmann plauderte sie vor allem über die ehemalige DDR.
Katarina „Kati “ Witt war am Freitag bei Riverboat im MDR zu Gast. Mit Moderator Jörg Kachelmann plauderte sie vor allem über die ehemalige DDR.
Foto: imago images / STAR-MEDIA

Leipzig. 30 Jahre Deutsche Einheit – logisch, dass auch das „Riverboat“ (MDR) dieses Thema nicht umschiffen kann.

Unter anderem ist Katarina „Kati“ Witt am Freitagabend zu Gast beim „Riverboat“ (MDR).

„Riverboat“ (MDR): Katarina Witt plaudert über die DDR

Die ehemalige Eiskunstläuferin erinnert sich an die ehemalige DDR – an das Land, in dem sie aufgewachsen und erfolgreich geworden ist. Für das sie bei Wettkämpfen antrat.

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An die Nationalhymne der ehemaligen DDR habe sie eine starke emotionale Bindung, sagt Katarina Witt. „Das ist natürlich das Besonderste überhaupt, wenn du ganz oben auf dem Podest stehst, deine Hymne gespielt wird und die anderen müssen zuhören.“

In dem Moment durchflute einen große Dankbarkeit. Man denke auch an das Land und all die Menschen, die einen unterstützt haben. Vieles, was in der damaligen DDR „verachtenswert“ gewesen sei, sei ja auch erst nach der Wende ans Licht gekommen.

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Das ist „Riverboat“:

  • gibt es seit 1992, wurde von 1992 bis 1994 wöchentlich unter dem Namen „MDR Club“ ausgestrahlt
  • Talkshow fand ab Januar 1992 auf der „Dresden“ und ab April 1992 von der „Florentina“ statt, zwei auf der Elbe in Dresden gelegenen Schiffe
  • im Januar 1994 wurde Sendung in „Riverboat“ umbenannt und bis 2016 vierzehntägig gesendet
  • seit 2017 wieder wöchentlich gedreht, aus dem Studio 3 der Media City Leipzig
  • aktuelle Moderatoren sind Kim Fisher und Jörg Kachelmann

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Nach der Wende habe sie sich zum Beispiel auch die ehemaligen Stasi-Akten über sich besorgt. Katarina Witt war seit ihrem siebten Lebensjahr beobachtet worden. „Ich war ganz erschüttert, dass es so viele Dokumente über mich gab. Ich habe auch nicht alle gelesen, das wollte ich mir nicht antun“, sagt sie.

Katarina Witt mit DDR-Führerschein unterwegs

Von einem alten „Andenken“ habe sie sich jetzt verabschiedet. Vergangenen Dienstag habe sie einen neuen Führerschein bekommen. „Seit 1985 bin ich mit meinem Original-Führerschein gefahren. Jetzt ist er ungültig. Das war ganz komisch – plötzlich war der Stempel drauf.“

Auch ihre Stempelkarte hat sie mit zu „Riverboat“ gebracht, drei Stempel habe sie gesammelt. Die habe es damals ja immer gegeben, wenn man gegen Verkehrsregeln verstoßen hat. „Als Fahranfängerin bin ich direkt zu schnell gefahren.“

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Dass sie auch 30 Jahre nach der Deutschen Einheit immer noch als „Weltstar aus der DDR“ gefeiert wird, lässt „Riverboat“-Moderator Jörg Kachelmann staunen: „Irgendwann muss das doch auch mal vorbei sein“, findet er.

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Auch Katarina Witt wundert sich selbst über ihren fortwährenden Erfolg mit diesem Image. Wirklich arbeiten müsse sie nicht mehr, tue es aber weiterhin gerne. „Ich habe ganz gut gewirtschaftet.“ >> HIER kannst du dir die ganze „Riverboat“ (MDR)-Sendung noch einmal ansehen! (ck)