Gera: Hat die CDU einen AfD-Mann gewählt? DAS sagt Parteichefin Kramp-Karrenbauer

Kramp-Karrenbauer: Keine CDU-Stimmen für AfD-Mann in Gera (Archivbild)
Kramp-Karrenbauer: Keine CDU-Stimmen für AfD-Mann in Gera (Archivbild)
Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Berlin/Gera. Widerspruch, Euer Ehren! CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer bestreitet, dass die CDU einem AfD-Politiker in Gera (Thüringen) unterstützt hat.

Klar, es geht um die Wahl des AfD-Politikers Reinhard Etzrodt. Er war am 24. September zum Stadtratsvorsitzenden in Gera gewählt worden, hatte 23 von 40 Stimmen eingeheimst.

AfD-Mann in Gera zum Stadtratsvorsitzenden gewählt

Das wiederum hatte ein Polit-Beben in Thüringen und darüber hinaus ausgelöst. Vor allem aus den Reihen von Rot-Rot-Grün wurde der CDU vorgeworfen, mit der AfD zu kooperieren.

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Kramp-Karrenbauer aber vertraut ihren Parteikollegen; „Die Verantwortlichen der CDU in Thüringen haben bekräftigt, dass der AfD-Kandidat nicht unterstützt worden ist“, sagt „AKK“ dem Berliner „Tagesspiegel am Sonntag“.

Sitzverteilung Stadtrat Gera:

  • AfD: 12
  • Linke: 8
  • CDU: 6
  • Bürgerschaft Gera: 3
  • Für Gera: 3
  • Grüne: 3
  • SPD: 3
  • Freie Wähler: 1
  • Liberale Allianz: 1
  • FDP: 1
  • Die Partei: 1

Kramp-Karrenbauer räumte ein, dass es vor allem auf den unteren Ebenen ihrer Partei Unsicherheiten im Umgang mit der AfD gebe.

„Da wird zum Beispiel gefragt: Wenn wir einen Antrag im Stadtrat haben und die AfD stimmt mit, ohne unser Zutun – muss ich den zurückziehen?“ Damit würde man der AfD aber ein Instrument in die Hand geben, die anderen Parteien ständig vorzuführen.

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„Wir suchen und unterstützen keine Zusammenarbeit mit der AfD. Aber wir lassen uns unsere Anträge auch nicht durch so ein Verhalten der AfD kaputtmachen“, betont die Parteivorsitzende.

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„Die Brandmauer gegen die AfD ist extrem wichtig.“ Denn trotz angeblich bürgerlicher Fassade sei die AfD radikal - „und wird immer radikaler“. (dpa/ck)