Ehemaliger Thüringer Landrat reist für Corona-Demo nach Berlin – die Teilnahme geht nach hinten los

Der ehemalige Landrat Hartmut Holzheyist zur Corona-Demo nach Berlin gereist. Doch das blieb nicht ohne Folgen.
Der ehemalige Landrat Hartmut Holzheyist zur Corona-Demo nach Berlin gereist. Doch das blieb nicht ohne Folgen.
Foto: dpa/ Fotomontag Thüringen24

Berlin/Saalfeld. Der ehemalige Landrat Saalfeld-Rudolstadts Hartmut Holzhey sorgt derzeit in Thüringen für Schlagzeilen.

Der 62-Jährige war zur Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen nach Berlin gereist – nun hat der Mann aus Thüringen sehr viel Ärger am Hals.

Thüringen: Ex-Landrat auf Corona-Demo festgenommen

Holzhey war von 2012 bis 2014 Landrat des Kreises Saalfeld-Rudolstadt. Am Wochenende besuchte er die Anti-Corona-Demo in Berlin, lief beim sogenannten „Schweigemarsch“ vom Adenauerplatz über den Kurfürstendamm zum Großen Stern, um gegen die Maßnahmen der Bundesregierung zu demonstrieren.

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Doch dann wurde der 62-Jährige auf dem Heimweg festgenommen, berichtet die Ostthüringer Zeitung (OTZ). Grund: Er habe gegen das Vermummungsverbot verstoßen.

Auf seiner Facebookseite teilt der Ex-Landrat auch Fotos von sich bei der Demo. Darauf sieht man Holzhey in schwarzem Mantel, mit Sturmhaube und Hut – nur die Augen sind noch zu erkennen.

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Holzhey: „Verstörend, aber auch richtig lustig“

Er berichtet auch von seiner Festnahme und schreibt: „Nach fast 63 Lebensjahren wurde ich heute das erste Mal festgenommen – ich bin wieder frei – mit einer Strafanzeige wegen Verstoß gegen das Vermummungsverbot während Versammlungen“.

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Die Anzeige werde dem Saalfelder nun zugesandt. Im Gespräch mit der OTZ sagte Holzhey: „Ich fühlte mich während der etwa einstündigen Festnahme irgendwie im falschen Film. Er war teilweise verstörend, aber auch richtig lustig. Ich warte jetzt erst mal das amtliche Schreiben ab.“

Mehr dazu hier: Ostthüringer Zeitung. (fno)