Verkaufsoffener Sonntag in Thüringen: Heftige Diskussion – „Wettbewerbsnachteil gegenüber Sachsen und Sachsen-Anhalt“

Verkaufsoffener Sonntag in Thüringen: Die Geschäftszeiten in der Weihnachtszeit sorgen gerade für hitzige Diskussionen. (Symbolbild)
Verkaufsoffener Sonntag in Thüringen: Die Geschäftszeiten in der Weihnachtszeit sorgen gerade für hitzige Diskussionen. (Symbolbild)
Foto: imago images / Karina Hessland

Thüringen. Es ist eine heftige Diskussion darüber entbrannt, ob es in Thüringen einen weiteren verkaufsoffenen Sonntag geben soll. Während die einen von einem „Wettbewerbsnachteil gegenüber Sachsen und Sachsen-Anhalt“ reden, sprechen sich die anderen für den Schutz der Mitarbeiter aus.

Eine Entscheidung für Thüringen soll bald her.

Thüringen: Heftige Diskussion über verkaufsoffene Sonntage

Um die Besucherströme in der Weihnachtszeit zu entzerren und die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus zu reduzieren, sollen die Geschäfte in Thüringen im Dezember an einem zusätzlichen Sonntag geöffnet sein.

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Die IHK Erfurt Mitte fordern damit die zeitnahe Freigabe durch das Landesverwaltungsamt, wie die Zeitung „Thüringer Allgemeine“ berichtet. Das Ladenöffnungsgesetz verbietet zum Einen zwar die Öffnung an den Adventssonntagen sowie den Sonn- und Feiertagen im Dezember ausnahmslos.

Zum Anderen erlaubt das Gesetz jedoch eine Ausnahme, wenn dies im öffentlichen Interesse erforderlich ist. Und genau darauf beruft sich die IHK mit der Argumentation, die Besucherströme in der Weihnachtszeit zu entzerren. Jetzt machen sie Druck, dass bald eine Entscheidung getroffen wird. Und auch die IHK Ostthüringen unterstützt die Öffnung an den Sonn- und Feiertagen, um so das ohnehin schon gebeutelte Modegeschäft zu stärken. Sie sieht in der aktuellen Thüringer Regelung einen „Wettbewerbsnachteil gegenüber Sachsen und Sachsen-Anhalt“.

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Schutz der Mitarbeiter soll gewahrt werden

Dem gegenüber steht Verdi, welche gegen eine zusätzliche Öffnung an Sonntagen ohne besonderen Anlass notfalls auch klagen würde. Die Gewerkschaft sieht in der Freigabe zusätzlicher verkaufsoffener Sonntage eine unnötige Ansteckungsgefahr für die Mitarbeiter der Geschäfte.

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Das ist Thüringen:

  • der Freistaat Thüringen hat 2,1 Millionen Einwohner und ist 16.000 Quadratkilometer groß
  • Landeshauptstadt und größte Stadt: Erfurt
  • weitere wichtige Städte sind Jena, Gera und Weimar
  • liegt im Zentrum von Deutschland
  • 2.133.378 Einwohner
  • Ministerpräsident ist Bodo Ramelow (Die Linke)
  • Regierungsparteien sind Die Linke, SPD und Die Grünen

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Die Kirchen nehmen die Arbeitnehmer ebenfalls in den Schutz und sprechen sich gegen weitere verkaufsoffene Sonntage aus. Mehr Infos dazu liest bei der „Thüringer Allgemeine“. (nk)