Polizei Thüringen warnt Jugendliche zu Halloween: „Bis zu zwei Jahren Gefängnis“

Die Polizei Thüringen vermutet, dass dieses Jahr viele Halloween-Umzüge von Kindern ausbleiben werden. (Symbolbild)
Die Polizei Thüringen vermutet, dass dieses Jahr viele Halloween-Umzüge von Kindern ausbleiben werden. (Symbolbild)
Foto: imago images/Shotshop

Thüringen. Halloween steht kurz vor der Tür – und damit höchstwahrscheinlich auch bald als Gespenst oder Hexe verkleidete Kinder, die nichts anderes wollen als: „Süßes oder Saures“.

Doch durch die Corona-Pandemie könnte die Süßigkeiten-Ausbeute in diesem Jahr etwas geringer ausfallen als sonst. Die Polizei Thüringen geht davon aus, dass viele Türen pandemiebedingt geschlossen bleiben.

Gerade deswegen spricht die Polizei Thüringen nun aber eine dringende Warnung aus!

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Polizei Thüringen: „Verschlossene Türen sind unbedingt zu respektieren“

Traditionsgemäß wird demjenigen, der die Tür nicht öffnet und keine Süßigkeiten gibt, ein Streich gespielt. Doch dieses Jahr sollte darauf geachtet werden, dass aus Ärger über verschlossene Türen aus einem harmlosen Streich keine Sachbeschädigung wird. Denn das kann strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, warnt die Polizei.

„Zunächst einmal sollte man seine Halloween-Aktivitäten den regionalen Corona-Vorgaben anpassen“, verweist die Polizei auf die sogenannten AHA-Regeln: Abstand halten, Hygiene beachten, Alltagsmaske tragen (in bestimmten öffentlichen Bereichen, wenn dies vorgegeben ist).

„Verschlossene Türen sind unbedingt zu respektieren“, betont Kriminaloberrat Harald Schmidt, Geschäftsführer der Polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

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Polizei warnt zu Halloween: „Kein harmloser Streich mehr“

Wer einen Streich spielen wolle, müsse darauf achten, dass keine Menschen zu Schaden kommen beziehungsweise fremdes Eigentum beschädigt wird, so Schmidt. „Viele Streiche sind allerdings schlicht Sachbeschädigungen“, erklärt Schmidt weiter. Dafür drohen harte Strafen!

Diese Strafen drohen:

  • Wer beim Einwickeln eines Autos mit Toilettenpapier Kratzer im Lack verursacht, „dann ist das kein harmloser Streich mehr, sondern eine Sachbeschädigung“, so Schmidt. Diese können mit einer Geldstrafe und sogar mit bis zu zwei Jahren Gefängnis geahndet werden
  • Wer beim Umherziehen Parkbänke oder Haltestellenhäuschen zerstört, der begeht „Gemeinschädliche Sachbeschädigung“, weil dabei Gegenstände beschädigt oder zerstört werden, die der öffentlichen Nutzung dienen. In diesem Fall müssen die Täter mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe rechnen. Außerdem sind sie schadenersatzpflichtig, das heißt, sie müssen den entstandenen Schaden ersetzen beziehungsweise bezahlen.
  • Auch wer nur mit einer Streiche spielenden Gruppe umherzieht, sich aber nicht an den Streichen beteiligt, kann wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung zur Verantwortung gezogen werden, wenn es dabei zu Schäden kommt. In jedem Fall bedeutet das mindestens eine Geldstrafe, hinzu kommt noch die Schadenswiedergutmachung.

Wenn du Zeuge oder Opfer einer solchen Straftat wirst, solltest du nicht zögern, den Notruf 110 zu wählen. (fno)