Thüringen: Kostenexplosion! Dieser Spielplatz kostet uns jetzt mehr als eine Million Euro

Bei einem Spielplatz in Mühlhausen (Thüringen) explodieren die Kosten. Daher landete er jetzt im Schwarzbuch. Was der Bund der Steuerzahler kritisiert, liest du hier!
Bei einem Spielplatz in Mühlhausen (Thüringen) explodieren die Kosten. Daher landete er jetzt im Schwarzbuch. Was der Bund der Steuerzahler kritisiert, liest du hier!
Foto: imago images / ITAR-TASS

Mühlhausen. Die Stadt Mühlhausen in Thüringen hat es ins neue Schwarzbuch geschafft.

Der Bund der Steuerzahler (BdSt) wirft den Verantwortlichen aus Mühlhausen in Thüringen vor, ordentlich Steuergeld verprasst zu haben – gleichzeitig kommen die Steuerschützer mit einem Alternativvorschlag um die Ecke.

Mühlhausen in Thüringen: Extrem teurer Spielplatz

Es geht um den Wasser-Spielplatz am Petriteich. Ein echtes Prestigeprojekt. Ja, Spielplätze in der Stadt seien Ausdruck von Lebensqualität für Kinder und Eltern – das schon, so der BdSt.

Aber bei der Planung neuer Spielplätze schieße der ein oder andere Verantwortliche manchmal aber über das Ziel hinaus – zum Beispiel in Mühlhausen. Am Petriteich solle eine themenbezogene Spiellandschaft entstehen.

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Ursprünglich habe die Stadt Mühlhausen mit Kosten von immerhin schon 866.000 Euro gerrechnet. Jetzt stelle sich aber heraus, dass der Spielplatz noch mal um 245.000 Euro teurer werden soll.

BdSt: Planungsfehler in Mühlhausen

Schuld seien schlichtweg Planungsfehler: So sei der Untergrund ungenügend beachtet worden – und der Boden müsse ausgetauscht werden. Außerdem sei an wichtigen Stellen einfach vergessen worden, eine Beleuchtung einzuplanen.

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Für den Bau des Prestige-Spielplatzes fallen demnach also – nach jetzigem Stand – rund 1,1 Mio. Euro Kosten an. Also ein knappes Viertel mehr als geplant. Schlimmer noch: Bei dieser Kalkulation seien die Unterhaltungskosten noch gar nicht berücksichtigt, monieren die Steuerschützer.

„Auch Spielplätze müssen sorgfältig geplant werden. Eine Kostenexplosion von mehr als einem Viertel zeugt von Planungsmängeln. Hier hätte die Stadtverwaltung von Beginn an genauer hinschauen müssen, um eine Überschreitung der Kostenplanung in dieser Höhe zu vermeiden“, meint BdST-Auto Wolfgang Oehring.

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Thüringen: Das schlägt der Bund der Steuerzahler vor

Der Bund der Steuerzahler hat auch direkt einen Alternativvorschlag: Statt viel Geld in wenige Prestigeprojekte zu stecken, wäre es sinnvoller, vorhandene Spielplätze zu sanieren. Für 245.000 Euro könnten auch in Mühlhausen in Thüringen zwei Spielplätze modernisiert und auf integratives Niveau gebracht werden. (ck)