Bodo Ramelow giftet gegen Corona-Leugner – „Gehen in Richtung Terrorismus“

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow macht die Zunahme der Corona-Leugner Sorgen – er wählt dabei drastische Worte.
Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow macht die Zunahme der Corona-Leugner Sorgen – er wählt dabei drastische Worte.
Foto: picture alliance/dpa

Mit den steigenden Corona-Infektionen in Thüringen scheint auch die Anzahl der Corona-Leugner zuzunehmen. Für Ministerpräsident Bodo Ramelow ist das eine gefährliche Entwicklung.

Er richtete deutliche Worte an die Corona-Leugner.

Bodo Ramelow kritisiert Vorgehen von Corona-Leugnern

Seit fast sechs Jahren ist Bodo Ramelow Ministerpräsident von Thüringen, hat dabei schon so manche Krise erlebt.

In einem Interview mit dem „Tagesspiegel“ äußert sich Bodo Ramelow mit deutlichen Worten zur gegenwärtigen Corona-Pandemie und der Zunahme von Corona-Leugnern.

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Das ist Bodo Ramelow:

  • Bodo Ramelow wurde am 16. Februar 1956 in Osterholz-Scharmbek in Niedersachsen geboren
  • Er ist zum dritten Mal verheiratet, seit 2006 mit Germana Alberti vom Hofe und hat zwei erwachsene Söhne aus erster Ehe
  • Er ist ein deutscher Politiker und gehört zu den Linken
  • Er ist seit 4. März 2020 der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
  • Bodo Ramelow war bereits von Dezember 2014 bis 5. Februar 2020 Ministerpräsident
  • Er ist der erste Ministerpräsident eines Bundeslandes, der den Linken angehört

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So bezeichnet der 64-Jährige die Vernetzung von Corona-Leugnern mit Rechtsradikalen und Reichsbürgern als „eine sehr gefährliche Mischung“. Das Vorgehen von Demonstranten, die teilweise Menschen im öffentlichen Raum brutal dazu auffordern, die Masken abzunehmen nennt er „gnadenlos“.

Außerdem vergleicht er die aktuellen Vorgänge (wie zum Beispiel die Beschädigung von Kunstschätzen auf der Berliner Museumsinsel) mit den Zeiten der Pest im Mittelalter.

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Bodo Ramelow: „Nichts anderes als islamistische Einzeltäter“

Der Linken-Politiker geht sogar noch einen Schritt weiter, sagt über die Corona-Demonstranten: „Sie tragen große Foto mit Frau Merkel und Herrn Drosten in KZ-Kleidung, skandieren, dass man die Kanzlerin an die Laterne knüpfen müsse. Das sind Vorgänge, die gehen in Richtung Terrorismus“.

Laut Ramelow dürfe es nicht sein, „dass derjenige, der am lautesten im Internet brüllt, das Kommando vorgibt. Und dann der Einzelne sich aufgefordert fühlt, zu handeln“, zitiert der „Tagesspiegel“.

Denn: „Das ist dann nichts anderes als die islamstischen Einzeltäter, die denken, sie seien göttlich berührt, wenn sie einen Lehrer in Frankreich umbringen, der bloß über Meinungsfreiheit redet“, so der 64-Jährige weiter.

Schließlich gehe es nicht nur um den Infektionsschutz, sondern auch um den Schutz der Gesellschaft.

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Das Infektionsgeschehen in Thüringen mache Bodo Ramelow unruhig – daher ist sein Standpunkt zu der neuen, bundesweiten Corona-Verordnung eindeutig: „Wir schränken Menschen ein – sowas ist nie schön. Aber wenn es gelingt, die Welle jetzt zu brechen, dann weiß ich, warum mir die vergangenen Tage so schwer gefallen sind.“ (kv)