Gera: Ehepaar mit Corona-Symptomen will Test machen – stattdessen erlebt es eine komplette Odysee

Ein Ehepaar aus Gera (Thüringen) wollte sich auf Corona testen lassen – und macht eine ärgerliche Erfahrung. (Symbolbild)
Ein Ehepaar aus Gera (Thüringen) wollte sich auf Corona testen lassen – und macht eine ärgerliche Erfahrung. (Symbolbild)
Foto: imago images / Becker&Bredel

Gera. Es ist aktuell wichtiger denn je: Sollte man den Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion haben, sollte man sich schnellstmöglich testen lassen.

Genau das hatte ein Ehepaar aus Gera in Thüringen auch vor – doch es erlebte stattdessen eine frustrierende Odysee.

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Nachdem beide Partner aus Gera Corona-Symptome zeigten, wollten sie sich auf das Virus testen lassen. Doch dann begann eine mühselige Odyssee: „Man wird von A nach B geschickt und nichts passiert. Wir finden, das Krisenmanagement hat hier gänzlich versagt“, so das Fazit des Paares aus Gera.

Gera/Thüringen: Ehepaar will sich testen lassen – doch damit hätte es nicht gerechnet!

Das Paar aus Gera bekam an einem Freitagnachmittag Erkältungs-Symptome, hatte dazu Atemwegsprobleme.

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„Ich hatte Halskratzen, mein Mann Husten, atmete schwerer und bekam schlecht Luft. Das kannten wir bisher nicht bei Erkältungen“, schildert die Geraerin gegenüber der Thüringer Allgemeinen Zeitung.

Da Gera als Risikogebiet gilt und beide aufgrund von Vorerkrankungen zur Risikogruppe gehören, wollen sie sich auf das Corona-Virus testen lassen. Sie rufen beim ärztlichen Bereitschaftsdienst an. Doch dort hieße es zunächst, dass gerade kein Corona-Test gemacht werden könne.

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Schließlich habe man dem Paar aber ein mobiles Team für einen Corona-Abstrich vorbeischicken wollen. Zwei Rettungssanitäter kamen auch vorbei – allerdings, ohne einen Corona-Test zu machen. Dafür sollte das Paar am besten ins Klinikum zum Corona-Eingang fahren.

An der Notaufnahme des Klinikums erfuhr die Frau am Samstagmorgen jedoch, dass es den Corona-Eingang schon lange nicht mehr gebe. Ihr Partner wurde schließlich stationär aufgenommen – sie solle aber zum Bereitschaftsarzt gehen.

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Ehepaar aus Gera: „Krisenmanagement hat hier gänzlich versagt“

Letztendlich konnte die Geraerin am Montagmorgen über ihren Arbeitgeber einen Corona-Test machen. Sie kann nicht verstehen, wieso es so umständlich sei, einen Test zu bekommen.

„Gerade, wenn es einem schlecht geht, wird man von A nach B geschickt und nichts passiert. Wir finden, das Krisenmanagement hat hier gänzlich versagt“, beklagt sie gegenüber der Thüringer Allgemeinen.

Die Corona-Tests des Paares aus Gera waren negativ. Zuerst berichtete die Thüringer Allgemeine Zeitung. (fno)