Thüringen: Warnung für Autofahrer – DAS sorgt jeden Herbst für Tausende Unfälle

Experten warnen: Darauf sollten Autofahrer in Thüringen jetzt vermehrt achten!
Experten warnen: Darauf sollten Autofahrer in Thüringen jetzt vermehrt achten!
Foto: imago images / Markus Rinke

Achtung an alle Autofahrer in Thüringen!

Für viele Wildtiere in Thüringen ist jetzt die Zeit, um sich Polster für den Winter anzufressen. Experten warnen deshalb: Das bringt auch Gefahren für Autofahrer mit sich. Und eine Tierart haben die Jäger besonders im Blick.

Thüringen: Darauf solltest du beim Autofahren jetzt besonders aufpassen

Hungrige Rehe, Wildschweine und andere Wildtiere führen in Kombination mit der Zeitumstellung aktuell zu einer erhöhten Gefahr für Autofahrer in Thüringen.

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Das ist Thüringen:

  • der Freistaat Thüringen hat 2,1 Millionen Einwohner und ist 16.000 Quadratkilometer groß
  • Landeshauptstadt und größte Stadt: Erfurt
  • weitere wichtige Städte sind Jena, Gera und Weimar
  • liegt im Zentrum von Deutschland
  • 2.133.378 Einwohner
  • Ministerpräsident ist Bodo Ramelow (Die Linke)
  • Regierungsparteien sind Die Linke, SPD und Die Grünen

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„Das gesamte Verkehrsgeschehen ist zeitlich verlagert und die Zeit des Wildwechsels fällt zusammen mit der Zeit des höchsten Verkehrsaufkommens“, sagte Frank Herrmann, Geschäftsführer des Landesjagdverbands Thüringen, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Vor allem in der Dämmerung sollten Autofahrer entlang von Wald- und Wiesenabschnitten aufmerksam sein. Rot-, Reh- und Damm-, aber auch Muffelwild überquerten verstärkt die Straßen, um Nahrung auf Wiesen oder im Wald zu suchen. „Die wollen sich was anfuttern, bevor es kalt wird“, so Herrmann.

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Thüringen: Bis zu 8000 Wildunfälle jährlich

Auch weil es aktuell noch recht mild sei, sei das Wild noch etwas aktiver, sagte Thüringenforst-Sprecher Horst Sprossmann. Nach Zahlen der Landesforstanstalt werden in Thüringen jährlich zwischen 5500 und 8000 Wildunfälle registriert. Am häufigsten stoßen die Autofahrer demnach mit Rehen und Wildschweinen zusammen. Unfälle mit kleineren Wildtieren, Igel oder auch Füchse, bei denen kein Schaden am Auto entsteht, werden in der Regel nicht erfasst, so Thüringenforst.

Den Bestand der Wildschweine haben die Jäger mit Blick auf die Afrikanische Schweinepest besonders im Blick, sagte Herrmann. Vor wenigen Tagen wurde auch in Sachsen ein erster Fall der Seuche bei einem Wildschwein bestätigt.

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Die Gefahr, auf Thüringer Straßen mit einem Wolf oder einem Luchs zusammenzustoßen, hält Herrmann für gering. Beide Tierarten seien so selten und rar, dass die Gefahr von Verkehrsunfällen mit ihnen relativ gering sei. (dpa)