Thüringen: Diesen Begriff will der Freistaat aus dem Grundgesetz verbannen – „Nicht weiter hinnehmbar“

Thüringens Justizminister Dirk Adams (Grüne) will einen Begriff aus dem Grundgesetz streichen lassen. Damit ist er nicht allein... (Archivbild)
Thüringens Justizminister Dirk Adams (Grüne) will einen Begriff aus dem Grundgesetz streichen lassen. Damit ist er nicht allein... (Archivbild)
Foto: dpa

Erfurt/Berlin. Thüringen will einen umstrittenen Begriff aus dem Grundgesetz streichen lassen.

Dabei macht Thüringen gemeinsame Sache mit Hamburg.

Thüringen will „Rasse“ aus Grundgesetz verbannen

Thüringen und Hamburg wollen den Begriff „Rasse“ nicht mehr im Grundgesetz sehen. Einen entsprechenden Entwurf zur Änderung des Grundgesetzes haben die beiden Länder am Freitag in den Bundesrat eingebracht.

+++ Seltener Schnappschuss! Das hat es seit Jahren nicht mehr gegeben +++

„Solange der Begriff Rasse im Grundgesetz steht, wird unterstellt, dass es menschliche Rassen geben würde. Das ist nicht weiter hinnehmbar“, begründete Thüringens Justizminister Dirk Adams (Grüne) den Vorstoß. Der Antrag wurde in die Ausschüsse des Bundesrates verwiesen und wird nun dort diskutiert.

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Eine Einteilung von Menschen in Gruppen mit vermeintlich vererblichen Fähigkeiten und Eigenschaften sei weder wissenschaftlich belegt noch vernünftig, sagte Adams. Deshalb solle der Begriff „Rasse“ in Artikel 3 Absatz 3 des Grundgesetzes gestrichen und durch die Formulierung „oder rassistisch“ ersetzt werden.

Zugleich solle der Katalog der Diskriminierungsverbote um das Verbot der „rassistischen Benachteiligung oder Bevorzugung“ erweitert werden. (dpa/ck)