Thüringen: Grausamer Verdacht in Pflegeheim – Ermittler suchen nach gelöschten Daten

Der Verdacht ist ungeheuerlich: Mitarbeiterinnen dieses Pflegeheims in Neuhaus am Rennweg in Thüringen sollen Bewohner sexuell misshandelt haben.
Der Verdacht ist ungeheuerlich: Mitarbeiterinnen dieses Pflegeheims in Neuhaus am Rennweg in Thüringen sollen Bewohner sexuell misshandelt haben.
Foto: NEWS5

Neuhaus am Rennweg. Schrecklicher Verdacht gegen vier Frauen und einen Mann aus Thüringen!

Die Polizei hat nach Vorwürfen des sexuellen Missbrauchs von Pflegebedürftigen am Donnerstag ein Heim in Neuhaus/Rennweg (Thüringen) und mehrere Wohnungen durchsucht.

Ermittler haben Datenträger sichergestellt. Dabei suchen sie auch nach gelöschten Daten, wie eine Polizeisprecherin am Freitag sagte.

Thüringen: Für Heim-Mitarbeiterinnen unter Verdacht

Die Ermittlungen richteten sich gegen fünf Mitarbeiterinnen des Pflegeheims, teilte die Polizei mit. Sie stünden unter anderem wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kranken oder Hilfsbedürftigen, sexueller Nötigung, Körperverletzung und Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereiches durch Bildaufnahmen im Fokus der Staatsanwaltschaft.

Die bislang bekannten Opfer sind nach Polizeiangaben vier Frauen sowie ein Mann im Alter zwischen 55 und 86 Jahren.

Die beschuldigten Mitarbeiterinnen des Alten- und Pflegeheimes seien während der laufenden Ermittlungen vom Dienst freigestellt wurden, teilte die Cura Seniorenwohn- und Pflegeheime Dienstleistungs GmbH in Berlin mit.

Unternehmensgruppe äußert sich

„Die Vorwürfe nehmen wir sehr ernst und tun alles für deren vollumfängliche Aufklärung“, hieß es in einer Mitteilung der Unternehmensgruppe, zu der das betroffene Heim gehört.

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„Wir kooperieren umfassend mit den ermittelnden Behörden.“ Die Versorgung der Bewohner der Einrichtung sei gewährleistet. Angehörige könnten sich bei Fragen an das Heim wenden.

Polizei durchsucht Pflegeheim in Thüringen

Rund 40 Beamte durchsuchten am Donnerstagmorgen neben dem Heim außerdem fünf Wohnungen in den Kreisen Sonneberg und Saalfeld-Rudolstadt.

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Zu den sichergestellten Beweismitteln machte die Polizei zunächst keine weiteren Angaben. Die Ermittlungen waren nach einem anonymen Hinweis Ende vergangenen Jahres ins Rollen gekommen.

Thüringen: Bisher fünf mutmaßliche Opfer bekannt

Die bislang bekannten Opfer sind nach Polizeiangaben vier Frauen sowie ein Mann im Alter zwischen 55 und 86 Jahren. Weitere Angaben machte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen nicht.

Sozialministerin Heike Werner erschüttert

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Thüringens Sozialministerin Heike Werner zeigt sich angesichts des Verdachts erschüttert. Ein solcher Verdacht in derartigem Ausmaß sei eigentlich unvorstellbar, sagt die Ministerin. Das Geschehene müsse aufgeklärt und aufgearbeitet werden. „Dazu müssen wir zunächst die Ergebnisse der Ermittlungen abwarten.“ (ldi/dpa)