Bodo Ramelow tritt auf die Bremse – so will er sich vor einer Corona-Infektion schützen

Bodo Ramelow will privat auf die Bremse treten.
Bodo Ramelow will privat auf die Bremse treten.
Foto: imago images / Jacob Schröter

Erfurt. Bodo Ramelow tritt selbst auf die Bremse. Er schützt sich ganz bewusst vor einer Corona-Infektion. Bisher mit Erfolg.

Allerdings macht die zweite Corona-Welle vor den Thüringer Ministerien nicht Halt – auch nicht vor Bodo Ramelow: Aktuell sind 16 Mitarbeiter in den Ministerien und der Staatskanzlei mit dem Coronavirus infiziert. Bodo Ramelow blieb bisher verschont.

Bodo Ramelow setzt auf Kontaktreduzierungen

Thüringens Ministerpräsident sagte, dass er sich auch im Privaten einschränkt, um sich vor einer Corona-Infektion zu schützen.

Er habe nicht nur viele berufliche Termine während der Zeit des Teil-Lockdowns abgesagt, sondern auch private – etwa ein gemeinsames Gänse-Essen. „Ich habe immer Masken dabei – griffbereit im Auto und in meiner Tasche“, sagte der Linken-Politiker.

Bodo Ramelow nutzt regelmäßig Desinfektionsmittel

Er nutze sowohl einfache Stoffmasken als auch FFP2-Masken, die zum Beispiel Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) trägt und die einen größeren Schutz für den Träger selbst bieten. Zudem nutze er Desinfektionsmittel – zu Hause und in der Staatskanzlei, wo es unter anderem auf seinem Schreibtisch griffbereit stehe.

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Das ist Bodo Ramelow:

  • Bodo Ramelow wurde am 16. Februar 1956 in Osterholz-Scharmbek in Niedersachsen geboren
  • Als er acht war, starb sein Vater wegen einer Kriegsverletzung
  • Er ist zum dritten Mal verheiratet, seit 2006 mit Germana Alberti vom Hofe
  • Er hat zwei erwachsene Söhne aus erster Ehe
  • Er ist ein deutscher Politiker und gehört zu den Linken
  • Er ist seit dem 4. März 2020 der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
  • Bodo Ramelow war bereits von Dezember 2014 bis 5. Februar 2020 Ministerpräsident
  • Er ist der erste Ministerpräsident eines Bundeslandes, er den Linken angehört

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Am stärksten in Thüringen betroffen ist das Infrastrukturministerium von Minister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke), wo bisher sieben Fälle registriert wurden. Das geht aus Daten der Thüringer Staatskanzlei hervor, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen.

Die Hausleitung selbst sei aber nicht erkrankt, sagte eine Sprecherin des Infrastrukturministeriums.

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Politik setzt auf Videokonferenzen

Auch die von Hoff geleitete Staatskanzlei ist mit vier Infektionen im Vergleich zu den anderen Ministerien stärker betroffen. Im Wirtschaftsministerium sind zwei Infektionen bekannt, im Umweltministerium, im Innenministerium und im Bildungsministerium jeweils eine.

Keine Corona-Fälle gibt es derzeit im Gesundheitsministerium und im Justizministerium. Ein Corona-Fall im Finanzministerium gilt inzwischen als genesen, hieß es.

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Heike Werner (Linke), die als Gesundheitsministerin die Pandemie in Thüringen zu managen hat, achtet nach eigenen Angaben strikt auf die Minimierung von persönlichen Kontakten. „Viel läuft über Videokonferenzen“, sagt die Ressortchefin.

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Öffentliche Termine seien so weit wie möglich heruntergefahren worden. Bei Treffen in kleinen Runden werde regelmäßig gelüftet. „Masketragen und Händewaschen ist selbstverständlich.“ (dpa/ldi)