Corona-Thüringen: Einfach Irre! So feiern Corona-Gegner im Inzidenz-Hotspot Hildburghausen

Dicht gedrängt laufen die Corona-Demonstranten in Hildburghausen durch die Stadt. Das macht viele Menschen fassungslos!
Dicht gedrängt laufen die Corona-Demonstranten in Hildburghausen durch die Stadt. Das macht viele Menschen fassungslos!
Foto: dpa/Steffen Ittig

Hildburghausen. Diese Bilder aus einer Kleinstadt im Süden Thüringens gehen gerade viral! Hunderte Menschen ziehen dicht gedrängt durch die Straßen, sie singen: „Oh wie ist das schön!“

Ausgerechnet hier! Denn Hildburghausen war auch in den Tagen zuvor schon in den Schlagzeilen – als Corona-Hotspot.

Corona in Thüringen: Ereignisse aus Hildburghausen gehen viral

Am Mittwochabend versammelten sich in Hildburghausen Demonstranten gegen die neue Corona-Verfügung des Landkreises. Diese war, nachdem der Inzidenzwert auf fast 500 gestiegen war, nochmal verschärft worden.

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Um dagegen zu demonstrieren, versammelten sich viele Menschen auf dem Marktplatz. Anschließend zogen rund 400 Menschen durch die Stadt, in Sprechchören wurde unter anderem „Friede, Freiheit, keine Diktatur“ skandiert.

Ein Video des Demonstrationszuges geht auch am Tag danach noch in den Sozialen Medien durch die Decke. Die Demonstranten singen „Oh wie ist das schön!“...

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Reaktionen: „Verantwortungslos, egozentrisch und unsolidarisch“

Viele User verurteilen das Geschehen in Hildburghausen. Eine Frau schreibt bei Twitter: „Hildburghausen ist DER Corona-Hotspot in Deutschland. Inzidenzwert: 527. Gleicher Ort, heute Abend: Etliche Leute ziehen singend ohne Abstände durch die Innenstadt. Wie verantwortungslos, egozentrisch und unsolidarisch kann man sein?“

Weitere Reaktionen:

  • „Wenn es nicht so traurig wäre, würde man glatt die nächste Strophe trällern. Oh was seid ihr blöd...“
  • „Leider trifft es viele verantwortungsvolle und solidarische Menschen mit.“
  • „Bei solchen Szenen schämt man sich für die Menschheit.“
  • „Als wenn die ganze Situation nicht schon schlimm genug wäre.... Schade dass es immer noch so viele gibt, die es nicht verstehen wollen.“

Ministerpräsident: „Leib und Leben schützen“

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) appelliert an die Menschen im Corona-Hotspot, sich an die neuen Infektionsschutzregeln zu halten. Es gehe dabei immerhin darum „Leib und Leben von Menschen zu schützen“, sagte er am Mittwoch nach einer Schalte der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

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Er habe aber Bilder vom Marktplatz in Hildburghausen gesehen. Diese Menschen, so Ramelow, hätten damit das Signal gegeben, dass sie das Infektionsgeschehen in ihrem Kreis nicht interessiere. (fno)