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Thüringen: Frau entsorgt Hausmüll einfach beim Supermarkt – das hat jetzt Konsequenzen

Thüringen: Frau entsorgt Hausmüll einfach beim Supermarkt – das hat jetzt Konsequenzen

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Statt sich eine eigene Tonne anzulegen, entsorgte eine Frau aus Mühlhausen (Thüringen) ihren Müll lieber beim Supermarkt. (Symbolbild) Foto: imago images / Winfried Rothermel

Mühlhausen. 

73 Euro Müllgebühren fallen jährlich pro Haushalt in Mühlhausen (Thüringen) an. Doch eine 60-Jährige sieht weder ein, die Summe zu zahlen, noch will sie überhaupt Mülltonnen besitzen.

Jetzt ist der Fall vors Gericht gegangen, mit Konsequenzen für die Frau.

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Thüringen: Frau entsorgt Hausmüll in Supermarkt-Tonne

Wie der MDR berichtet, ignoriert die Mühlhäuserin seit Jahren geflissentlich die Mülltonnen-Pflicht. Gegen ein Bußgeldbescheid des Landratsamts legte sie Einspruch ein, erschien jedoch am Dienstag nicht vor Gericht. Ihr wird vorgeworfen, ihren Müll in Supermärkten zu entsorgen, statt in der eigenen Tonne.

Diese lehne sie strikt ab. Wenn ihr eine Tonne hingestellte werde, rolle sie diese quer durch die Stadt zurück zum Amt für Abfallwirtschaft. Die Abfallwirtschaftsbetriebe berichten, dass es seit Jahren Ärger mit der Frau gäbe.

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700 Euro Strafe für Mülltonnen-Verweigerin

Laut MDR-Bericht erschien die 60-Jährige nicht zum Gerichtstermin, somit hat der Bußgeldrichter den Einspruch verworfen. Sie ziehe es vor, den Sachverhalt schriftlich zu klären. Somit muss sie die 700 Bußgeld zahlen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig und kann vor dem Oberlandesgericht angefochten werden.

Die Frau ist nicht die einzige Mülltonnen-Verweigerin. Nach Angaben des kommunalen Abfallwirtschaftsbetriebes verweigern viele Kunden die Mülltonne. Der Unterschied: Die meisten zeigen sich dann doch irgendwann einsichtig. (mb)