Bodo Ramelow packt aus – „Gehört leider zum ‚normalen’ Posteingang“

Immer wieder haben Politiker wie Bodo Ramelow mit Hassbotschaften zu kämpfen. Nun wendet er sich erneut an die Öffentlichkeit. (Archivbild)
Immer wieder haben Politiker wie Bodo Ramelow mit Hassbotschaften zu kämpfen. Nun wendet er sich erneut an die Öffentlichkeit. (Archivbild)
Foto: IMAGO / Jacob Schröter

Schon öfter ist Bodo Ramelow mit dem Thema an die Öffentlichkeit gegangen und hat somit versucht, die Identität der Täter aufzudecken – in der Hoffnung, dass es aufhört.

Jetzt hat sich Bodo Ramelow erneut zu Wort gemeldet. Diesmal über Facebook – die Worte sind erschreckend.

Bodo Ramelow: Erneut Hassbotschaften eingegangen

Shitstorms, Beleidigungen und Morddrohungen: Damit haben Politiker heutzutage fast täglich mit zu kämpfen. Briefe von anonymen Adressaten, die sich durch grauenhafte Worte für einen Moment mächtig fühlen möchten. Für Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, steht das mittlerweile leider an der Tagesordnung. So auch für den Ministerpräsidenten aus Thüringen, Bodo Ramelow.

In den meisten Fällen ist es nicht möglich, den Täter oder die Täterin ausfindig zu machen.

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Das ist Bodo Ramelow:

  • wurde am 16. Februar 1956 in Osterholz-Scharmbeck (Niedersachsen) geboren
  • ist seit 2006 mit seiner dritten Frau Germana Alberti vom Hofe verheiratet
  • ist Politiker (Die Linke)
  • ist seit 2020 amtierender Ministerpräsident von Thüringen

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Bodo Ramelow: „Bösartige Post von bitteren Menschen“

„Was leider mittlerweile zum ‚normalen’ Posteingang gehört. Bösartige Post von bitteren Menschen. Den Tod gewünscht und Grabkerzen vors Haus gestellt zu bekommen...“, leitet der Ministerpräsident auf seiner Facebook-Seite den Beitrag ein. Darunter sind zwei Bilder mit Beschimpfungen zu sehen.

Worte wie „Drecksau“ und „Lügner“ stellen dabei noch die harmloseste Variante dar.

Von üblen Beschimpfungen bis hin zu drastischen Todeswünschen und Morddrohungen bietet die Palette alles an unmenschlichem Verhalten, was man sich nur vorstellen kann.

Die Reaktionen aus dem Netz sprechen Bände.

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Bodo Ramelow: „Hass frisst Hirn“

Aufruhr macht sich unter dem Beitrag breit sowie Unverständnis gegenüber der Botschaft und Unbehagen. Kommentare wie „Hass frisst Hirn“, „Also bloß vorsichtig bleiben. So Beknackte stehen hinter irgendwelchen Ecken und lauern einen auf. Ignorieren würde ich sowas nicht. Man kann seine Meinung ja äußern, aber nicht so“ oder auch „Ich bin entsetzt. Wie kann man nur so ein Müll schreiben“ sind zu lesen.

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Ramelow erhält aus dem Netz viel Zuspruch. Ein Nutzer schreibt beispielsweise: „Nun, wenn man solche Post aus der rechten Szene bekommt (und davon gehe ich mal aus), dann hat man wohl was richtig gemacht. Um den Rest kümmert sich dann die Staatsanwaltschaft.“

Sprüche wie „Kopf hoch, nicht unterkriegen lassen und immer weiter so!“ fühlen sich dann doch eher wie Balsam an. (ali)