A4: Monster-Stau! Autofahrer sitzen stundenlang fest – „Es lässt sich niemand irgendwie blicken“

Bis zu 15 Stunden standen einige Verkehrsteilnehmer auf der A4 zwischen Thüringen und Hessen im Stau.
Bis zu 15 Stunden standen einige Verkehrsteilnehmer auf der A4 zwischen Thüringen und Hessen im Stau.
Foto: NEWS5 / Schuchardt

Gerstungen. Auf der A4 saßen einige Autofahrer in der Nacht teils bis zu 15 Stunden fest. Hier hatte sich seit Montagmittag zwischen Bad Hersfeld in Hessen und Eisenach in Thüringen kontinuierlich Stau gebildet.

Zwischenzeitig wuchs der Stau auf bis zu 30 Kilometer an. Einige Verkehrsteilnehmer verzweifelten schier im Winter-Chaos auf der A4. Auf der Gegenfahrbahn erlebten indes Autofahrer eine Schrecksekunde.

A4 zwischen Thüringen und Hessen: Autofahrer warten stundenlang in Mega-Stau

„Ich stehe seit 12 Uhr hier im Stau“, berichtet die Autofahrerin Sophie. Sie stehe schon seit elf Stunden auf der A4, wolle eigentlich nach Frankfurt. Auf Verpflegung warte sie in der Nacht vergeblich: „Wir warten alle sehnsüchtig auf einen Tee.“

Diesen Eindruck teilen andere Verkehrsteilnehmer. Carsten Schauer erzählt, dass er bis Eisenach gut vorangekommen sei. Dann ging plötzlich nichts mehr: „Ich stehe schon seit 14 Uhr im Stau und jetzt ist es schon 23 Uhr.“ Zum Glück habe er vorher vollgetankt und Proviant gekauft.

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A4-Chaos: „Ab Eisenach war urplötzlich Feierabend“

„Ab Eisenach war urplötzlich Feierabend“, bestätigt auch Steffen Lämmel. Er warte bereits mehr als elf Stunden, doch nichts tue sich. „Es lässt sich niemand irgendwie blicken“, berichtet er verzweifelt. Er müsse noch 280 Kilometer bis nach Speyer zurücklegen.

Besonders bitter erwischte es Daniel Koch, der mit seinem Abschleppwagen eigentlich selber im Einsatz war. „Vorbeigekommen ist niemand. Eine Rettungsgasse gibt es nicht. Der Seitenstreifen ist nicht befahrbar, da liegt einen halben Meter hoch der Schnee“, beklagt er.

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Stau aufgelöst, Verkehr kommt nur schleppend voran

Teils mitverantwortlich für die langen Wartezeiten könnte ein Unglück zwischen den Anschlussstellen Eisenach-Ost und -West sein. Ein Lkw fuhr ungebremst auf ein Stauende auf und kam ums Leben (mehr dazu hier).

Der Stau auf der A4 soll sich laut Polizei am Dienstagmorgen aufgelöst haben. Die Beamten bestätigten, dass einige Verkehrsteilnehmer teils 15 Stunden ausharren mussten. Zum Teil kam der Verkehr nur langsam wieder in Gang, weil Polizisten Lkw-Fahrer wecken mussten, die die Wartezeit verschlafen hatten.

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Autofahrer auf Gegenfahrbahn erleben Schrecksekunde

Ein Schrecksekunde erlebten die Autofahrer auf der Gegenfahrbahn. Hier fuhr ein Winterdienstfahrzeug in falscher Fahrtrichtung. Das Räumfahrzeug war auf der falschen Richtungsfahrbahn unterwegs und begnete auf der Autobahn entgegenkommenden Autos. (mb)