Corona in Thüringen: Verordnung soll verlängert werden ++ Weimar will zweite Modellphase

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Diese Impfstoff-Arten gibt es und so funktionieren sie.

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Thüringen verharrt wegen der Corona-Pandemie weiter im Lockdown. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat steigt täglich und die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich zu.

Wie geht es weiter? Alle Corona-Entwicklungen haben wir in unserem Newsblog für dich zusammengefasst.

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Dienstag, 13. April

19.47 Uhr: Vorsorgliche Corona-Quarantäne in Erstaufnahme Suhl nach Positivtest

Die Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge (EAE) in Suhl hat nach dem positiven Corona-Befund einer Bewohnerin vorsorglich eine Etage eines Unterkunftsgebäudes unter Quarantäne gestellt. Eine 37 Jahre alte Frau war am Dienstagabend in der Einrichtung im Süden Thüringens mit Erkältungssymptomen positiv auf das Virus getestet worden, wie das Landesverwaltungsamt am Dienstag mitteilte. Da insbesondere die Kinder auf der von ihr bewohnten Etage des Hauses untereinander in engem Kontakt stünden, sei eine sichere Nachverfolgung der Infektionswege durch das Gesundheitsamt nicht mehr möglich gewesen. Das Gesundheitsamt habe daraufhin die gesamte Etage unter Quarantäne gestellt und PCR-Test an 136 Personen durchgeführt. Die Ergebnisse der Tests blieben zunächst offen.

Im März 2020 war die Erstaufnahme für Geflüchtete wegen Corona-Infektionen komplett unter Quarantäne gestellt worden, was zu Unruhen geführt hatte. Bewohner und Bewohnerinnen können sich seitdem auf einer EAE-Website über die Corona-Pandemie, die Hausordnung und Bildungsangebote informieren.

17.22 Uhr: Weimar will zweite Modellphase

Die Stadt Weimar will mit einem ausgebauten Angebot in eine zweite Testphase zur Öffnung des Einzelhandels und der Kultur in der Corona-Krise gehen. Vorstellbar sei, dann auch Bereiche wie Sport, Gastronomie, Theater oder Hotels einzubeziehen, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Auswertung des Weimarer Modellprojekts. Für Übernachtungsmöglichkeiten in Hotels sei denkbar, dass diese als anerkannte Teststellen gelten und somit das städtische Testkonzept erweitern.

Weimar hatte bereits vom 29. März bis zum 1. April einen Testversuch durchgeführt. Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine zog ein positives Fazit. „Die Auswertung bestätigt unsere erste Einschätzung, dass wir mit dem Verlauf unseres Öffnungsmodelles trotz des enormen Aufwandes zufrieden sein können. Die mehrtägigen Öffnungen haben zu keiner signifikanten zusätzlichen Beschleunigung des Infektionsgeschehens in Weimar geführt“, sagte er.

17.15 Uhr: Hohe Impfquote in Thüringen

Thüringen gehört nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zu den Bundesländern mit der höchsten Quote an Menschen, die bereits eine zweite Impfung gegen das Coronavirus erhalten haben. Mit 155 836 lag ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung bei 7,3 Prozent, wie aus RKI-Daten von Dienstag hervorgeht. Nur Berlin wies ebenfalls eine Quote von 7,3 Prozent auf, alle anderen Bundesländer lagen demnach darunter. Bundesweit lag der Wert bei 6,2 Prozent. In Thüringen leben etwa 2,1 Millionen Menschen. Zudem haben 361 208 Menschen im Freistaat zumindest eine erste Impfung erhalten. Das entspricht wiederum einem Anteil von 16,9 Prozent.

„Mit den Impfzentren und den Hausarztpraxen haben wir in Thüringen zwei sehr stabile Säulen unserer Impfkampagne. Für beide gilt: Wenn wir mehr Impfstoff hätten, könnten wir deutlich mehr impfen“, teilte Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) über die Kassenärztliche Vereinigung Thüringen (KVT) mit. „Wir wollen noch in diesem Monat bei den Erstimpfungen die 20-Prozent-Marke knacken.“

16.10 Uhr: Ramelow erwartet HIER Klarstellung

Bodo Ramelow hat sich für eine Gleichbehandlung von geimpften und negativ getesteten Menschen bei bestimmten Zugangsregelungen in der Corona-Pandemie ausgesprochen. „Da besteht ein gewisser Korrekturbedarf. Geimpfte Menschen müssen vergleichbar wie negativ auf das Coronavirus getestete Menschen behandelt werden“, sagt Ramelow. Er erwarte dazu eine baldige Klarstellung durch die Gesundheitsministerkonferenz von Bund und Ländern.

Bei Menschen, die nach einer Covid-19-Infektion genesen sind, gehe es um die Bestätigung einer Immunisierung zumindest auf Zeit. Dabei sollte sich die Politik auf Empfehlungen des Robert Koch-Instituts beziehen können, so Ramelow. Würde diese Personengruppe zusätzlich zu den Geimpften berücksichtigt, gebe es in Thüringen bereits einen Anteil gegen das Virus immunisierter Menschen von etwa 25 Prozent.

15.35 Uhr: Ramelow: Thüringen verlängert Corona-Verordnung

Thüringen wird angesichts der Änderung des Infektionsschutzgesetzes durch die Bundesregierung seine Lockdown-Verordnung zunächst verlängern. Darauf habe sich das Kabinett am Dienstag verständigt, sagte Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt. „Die Landesregierung hat immer für bundeseinheitliche Regelungen plädiert.“

Mit der Änderung des Infektionsschutzgesetzes soll es unter anderem eine bundesweit geltende sogenannte Notbremse bei einer Sieben-Tage-Inzidenz pro 100 000 Einwohnern von 100 geben. Die derzeitige Corona-Verordnung in Thüringen ist bisher bis zum
24. April befristet.

Sie gelte in der bisherigen Form so lange, bis das neue Infektionsschutzgesetz beschlossen und in Kraft ist, erklärte der Regierungschef. „Alles, was zur Zeit in Thüringen gilt, bleibt zunächst unangetastet.“ Änderungen an der Verordnung würden dann entsprechend der Regelungen im Bundesgesetz vorgenommen, dem noch Bundestag und Bundesrat zustimmen müssen. „Ich rechne damit, dass nach dem Bundestag der Bundesrat erst am 23. April darüber abschließend entscheiden kann.“

10.34 Uhr: Infektionswert in Thüringen zieht wieder an

Die Infektionslage in Thüringen hat wieder an Dynamik gewonnen. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tage ist auf auf 234,4 (gestern 228) gestiegen. Bundesweit lag die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz laut Robert Koch-Institut (RKI) bei rund 141. Am zweithöchsten war der Wert demnach im Nachbarbundesland Sachsen mit 212.

Besonders betroffen waren am Dienstag in Thüringen der Landkreis Greiz (rund 464), der Wartburgkreis (rund 350), der Ilm-Kreis (rund 327), Gotha (rund 322) und Gera (rund 321).

Thüringenweit wurden seit gestern 391 Neuinfektionen registriert. Seit Beginn der Pandemie sind im Freistaat 3.525 Menschen gestorben, bei denen das Sars-CoV-2-Virus nachgewiesen wurde.

10.11 Uhr: Infektionsgeschehen in Gera nach wie vor hoch

Die Sieben-Tage-Inzidenzverlaufskurve in Gera liegt nach einem kleinen Knick über die Osterfeiertage seit dem Wochenende wieder über der Marke von 300. Mit heutigem Stand gibt es 27 Neuinfektionen, wodurch die Inzidenz auf 321,07 angestiegen ist.

Auch die Belegung im SRH-Waldklinikum ist nach wie vor hoch. Dort werden gerade 107 Personen aufgrund von Covid-19 behandelt. Davon sind 52 Personen aus Gera, von den 107 müssen 17 intensivmedizinisch behandelt werden.

Seit Ende März sind Schulen und Kitas in Gera geschlossen. Dennoch treten immer wieder vereinzelt Infektionen in Einrichtungen auf. Es ist jedoch auch ein Trend erkennbar, dass die Infektionszahlen bei Kindern und Jugendlichen leicht rückläufig sind, so die Stadt Gera.

Aktuell wird knapp die Hälfte aller Kita-Kinder notbetreut, sechs Einrichtungen sind momentan von Corona-Fällen betroffen. In allen anderen Altersklassen, vor allem bei Menschen ab 21 Jahren, hat sich die Zahl der Infektionen im Vergleich zu vor vier Wochen zum Teil verdreifacht!

Über die genauen Ursachen kann nur spekuliert werden... Fakt ist jedoch, dass sich Gera inmitten eines Gebietes befindet, das generell hohe Infektionszahlen aufweist. Es gibt viel Pendlerverkehr und somit auch einen regen beruflichen und privaten Austausch zwischen den Städten und Landkreisen.

„Die Pandemie verlangt uns allen viel ab. Meine Hoffnung ist, dass uns endlich die Entscheidungsträger auf Bundes- und Landesebene einen verbindlichen Weg aufzeigen. Das Hin und Her schafft auch auf kommunaler Ebene eine hohe Unzufriedenheit. Nichtsdestotrotz kann jeder von uns durch sein Verhalten selbst dazu beitragen, das Infektionsgeschehen einzudämmen. Nur so kann es gelingen, dass wieder mehr Normalität in unseren Alltag zurückkehrt“, betont Geras Oberbürgermeister Julian Vonarb (parteilos).

9.14 Uhr: 69 Neuinfektionen in Erfurt

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Erfurt ist deutlich gestiegen. Heute liegt der Wert bei 192,1 – gestern hatte er noch bei 159,8 gelegen.

Die Stadt Erfurt meldet 69 Neuinfektionen. Insgesamt wurden in Erfurt damit 6.910 Menschen positiv aufs Coronavirus getestet.

6.073 von ihnen gelten als genesen, 231 Menschen sind verstorben. 606 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus gelten als aktiv.

In der Landeshauptstadt soll eigentlich am 23. April nach bisheriger Planung die Bundesgartenschau eröffnet werden...

6.00 Uhr: CDU fordert Präsenzunterricht unabhängig von der Inzidenz

Testpflicht, Wechselunterricht und feste Klassen: Die Thüringer CDU wirbt für eine Rückkehr zum Präsenzunterricht an den Schulen - unabhängig von der Sieben-Tage-Inzidenz. „Alle Jahrgangsstufen müssen endlich zurück in den Präsenzunterricht“, erklärte der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Christian Tischner. Zudem forderte er, auch Lehrern von weiterführenden Schulen „endlich ein Impfangebot zu unterbreiten“. Bisher darf sich nur das Personal von Grund- und Förderschulen impfen lassen.

In einem Positionspapier spricht sich die CDU-Fraktion für eine Corona-Testpflicht zweimal pro Woche für alle Schüler und Lehrer aus. Wer sich nicht in der Schule testen will, solle dies auch zu Hause machen können.

Außerdem sollte nach Meinung der CDU eine Maskenpflicht im Unterricht nur für Schüler ab der fünften Klasse eingeführt werden - statt für alle Klassenstufen, wie dies seit Montag in Thüringen gilt. Die Regelung des Bildungsministeriums hatte für Kritik gesorgt. Das Amtsgericht in Weimar hob die Maskenpflicht per Beschluss an zwei Schulen in Weimar teils auf. „Wir sind mittlerweile an einem Punkt angekommen, wo sich die Landesregierung die Frage gefallen lassen muss, wer die Verantwortung für dieses permanente Schulchaos übernimmt“, erklärte Thüringens CDU-Fraktionschef Mario Voigt.

An weiterführenden Schulen soll es nach CDU-Vorstellungen Wechselunterricht in den Klassen geben, das bedeutet: Ein Teil der Klasse lernt zu Hause, ein anderer Teil in der Schule im Präsenzunterricht. Ausgenommen sein sollen davon etwa Abschlussklassen. In Grund- und Förderschulen sollte es nach Ansicht der CDU-Fraktion strikt getrennte Klassen geben.

Oberste Priorität habe „die Öffnung aller Thüringer Schulen unabhängig von einem Inzidenzwert“, heißt es in dem CDU-Papier. Über eine Schließung von einzelnen Schulen soll demnach das jeweilige Gesundheitsamt entscheiden.

Allerdings könnten die Thüringer CDU-Vorstellungen schon bald von der geplanten Änderung des Infektionsschutzgesetzes auf Bundesebene überdeckt werden. Ein erster Entwurf sieht vor, dass Schulen geschlossen werden, wenn die Inzidenz über den Wert von 200 steigt. Ob diese Regelung auch vom Bundestag beschlossen wird, ist ungewiss.

Montag, 12. April

10.58 Uhr: Trotz Amtsgerichtsurteil – Maskenpflicht in den Schulen

Nach den Osterferien sind Thüringens Schüler heute mit Schutzmaske in den Unterricht gestartet. Daran ändere auch ein Urteil des Amtsgerichts Weimar in einer Familiensache nichts, hatte das Thüringer Bildungsministerium gestern in Erfurt mitgeteilt. Das Urteil, das in vielen Internetgruppen geteilt wurde, könnte „rechtliche Wirkung allein für die am Verfahren Beteiligten“ haben. Es habe damit keine Auswirkungen auf die Infektionsschutzregeln an Thüringens Schulen insgesamt.

Das Urteil , das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, betrifft zwei Kinder einer Familie, die eine staatliche Grund- und Regelschule in Weimar besuchen. Nach dem Beschluss des Amtsgerichts wird den „Leitungen und Lehrern“ der beiden Schulen, die die Jungen besuchen, untersagt anzuordnen, „im Unterricht und auf dem Schulgelände Gesichtsmasken aller Art, insbesondere Mund-Nasen-Bedeckungen, sogenannte qualifizierte Masken (OP-Maske oder FFP2-Maske) oder andere, zu tragen“.

Auch Mindestabstände sowie die Teilnahme an Corona-Schnelltests sollen danach nicht angeordnet werden dürfen. Offen blieb zunächst, warum sich ein Amts- und nicht wie sonst üblich ein Verwaltungsgericht mit einer Klage zu erlassenen Corona-Regeln beschäftigt hat.

Laut Ministerium erfolgte bisher keine ordnungsgemäße Bekanntgabe des Beschlusses durch das Gericht. Die Überprüfung von Infektionsschutzmaßnahmen oder Rechtsverordnungen der Landesregierung obliege den Verwaltungsgerichten. Ob die Entscheidung überhaupt rechtliche Wirkung entfalte, müsse „obergerichtlich überprüft werden“. Diese Überprüfung werde das Bildungsministerium anstrengen.

6.05 Uhr: Schulbeginn mit verschärften Regeln und Testung

Nach den Osterferien startet heute in der Corona-Pandemie die schrittweise Öffnung der Schulen in Thüringen. Angesichts weiterhin hoher Infektionszahlen in ganz Thüringen haben das Bildungsministerium und das Gesundheitsministerium vereinbart, pünktlich zur Rückkehr in die Schulen eine Maskenpflicht im Unterricht für alle Klassenstufen einzuführen. Die Regelung soll ab heute und zunächst bis zum 24. April gelten. Schüler sowie dem Lehrpersonal sollen zudem kostenfrei und freiwillig zweimal wöchentlich Schnelltests zu Verfügung stehen.

In mehreren Thüringer Landkreisen sollen Schulen jedoch auch nach den Ferien komplett geschlossen bleiben. Über die Hälfte der 23 Landkreise und kreisfreien Städte verzeichneten gestern mehr als 150 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Nach Weisung des Thüringer Gesundheitsamts muss ab diesem Wert geprüft werden, ob die Einrichtungen wieder zu schließen sind. Ob die Schulen zu bleiben, liegt aber im Ermessen der lokalen Behörden.

Sonntag, 11. April

16.10 Uhr: Studie: Viele Corona-Skeptiker sind rechtsextrem

Menschen aus Thüringen, die die Gefahren durch das Coronavirus leugnen oder die Einschränkungen zur Pandemie-Eindämmung kritisch sehen, haben nach Einschätzung des aktuellen Thüringen-Monitors oft rechtsextreme Einstellungen. Auch wenn die Gruppe der sogenannten Corona-Skeptiker politisch heterogen sei und sie sich selbst politisch von ganz links bis ganz rechts verorteten, sei „die Verharmlosung des Coronavirus besonders stark im politisch rechten Spektrum verbreitet“, heißt es im neuen Thüringen-Monitor.

Dabei handelt es sich um eine Langzeitstudie zu den Einstellungen der Thüringer, die die Landesregierung jährlich bei Jenaer Wissenschaftlern in Auftrag gibt. Die neueste Ausgabe, die an diesem Dienstag vorgestellt werden soll, liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Die Verknüpfung von rechtsextremen und Corona-skeptischen Einstellungen „stellt eine Herausforderung für die Demokratie in Zeiten der Pandemie dar“, heißt es in der Studie. Den Thüringen-Monitor gibt es seit dem Jahr 2000. Er beschäftigt sich jährlich auch mit einem speziellen Themenkomplex – diesmal den Auswirkungen der Corona-Pandemie.

10.23 Uhr: Inzidenz klettert weiter nach oben

Der Sieben-Tage-Wert bei Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner ist erneut nach oben gegangen. Am Sonntag lag die Zahl laut Robert Koch-Institut (RKI) bei 218,5, nachdem sie am Samstag auf 206,3 geklettert war. Der Freistaat ist schon seit langem deutschlandweit das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Bundesland.

Das RKI weist darauf hin, dass rund um die Osterfeiertage meist weniger Tests gemacht und gemeldet wurden und dass weniger Menschen einen Arzt aufsuchten. Dies könne die Inzidenzwerte beeinflussen.

Landesweit am höchsten war die Sieben-Tage-Inzidenz laut RKI mit 478,4 im Landkreis Greiz. Auch der Wartburgkreis (330,3), die Stadt Gera (315,7), der Landkreis Schmalkalden-Meiningen (309,8) und der Ilm-Kreis (300,2) wiesen überdurchschnittlich hohe Werte auf.

8.00 Uhr: Maskenpflicht in Schulen sorgt für Kritik

Die Landeselternvertretung Thüringen (LEV) hat mit Unverständnis auf die ab Montag geltende Maskenpflicht für alle Klassen in Thüringen reagiert. „Angesichts der prekären Pandemielage sind wir auf die Mitwirkung aller an Schule Beteiligter angewiesen. Maßnahmen zum Gesundheitsschutz müssen gut durchdacht und vor allem verständlich kommuniziert werden. Zumindest Letzteres ist bei der angeordneten Maskenpflicht nicht geglückt“, teilte die Sprecherin Landeselternvertretung, Claudia Koch, mit.

Bildungs- und Gesundheitsministerium hatten am Freitag gemeinsam vereinbart, die Maskenpflicht im Unterricht für alle Klassenstufen in Thüringen einzuführen. Die Regelung soll ab Montag und zunächst bis zum 24. April gelten. Ab Montag sollen Schülerinnen und Schülern sowie dem schulischen Personal zudem kostenfrei und freiwillig zweimal wöchentlich Corona-Schnelltests zu Verfügung stehen.

Kurz vor der Einführung landesweiter Schnelltests an Schulen zum offiziellen Schulbeginn nach den Osterferien sei die Masken-Maßnahme kontraproduktiv, sagte Koch. Nach Ansicht der LEV sollten zunächst andere Möglichkeiten genutzt werden, um Schulen Pandemie-sicherer zu machen - wie etwa der Einbau von Lüftungsanlagen und Luftreinigern oder von Schutzwänden aus Plexiglas.

Die Entscheidung der Regierung sei „panisch und undifferenziert“, sagte der bildungspolitische Sprecher der CDU im Thüringer Landtag, Christian Tischner. Tischner und der CDU-Fraktionsvorsitzende Mario Voigt kritisierten, es brauche ein verbindliches Testsystem statt einer Maskenpflicht.

Samstag, 10. April

14.10 Uhr: Kein Ansturm auf geöffnete Zoos

Keine Schlangen, kein Gedränge: Die Öffnung der Zoos und botanischen Gärten am letzten Osterferien-Wochenende in Thüringen ist zunächst verhalten angenommen worden. „Es ist durchgängig so ein nieseliges Wetter, das ist natürlich nicht schön für Besucher“, sagte eine Sprecherin des Erfurter Zoos am Samstagmittag. Von insgesamt rund 1500 Tagestickets für den Nachmittag waren am Mittag noch 711 buchbar.

Nachdem sie monatelang aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen bleiben mussten, haben die Thüringer Zoos am Samstag - wenn auch nicht wie gewohnt - wieder den Besucher-Betrieb aufgenommen. Tickets können im Vorverkauf oder online gebucht werden. Gäste müssen außerdem ihre Kontaktdaten hinterlegen und in den meisten Fällen während des gesamten Besuchs eine FFP2- oder eine OP-Maske tragen.

„Wir sind nicht böse drüber, dass heute nicht 20 Grad sind“, sagte ein Sprecher des Tierparks Gera. Der Andrang sei überschaubar - das gebe den Tieren aber die dankbare Möglichkeit, sich nach und nach wieder an die Besucher und Besucherinnen vor ihren Gehegen zu gewöhnen. Anhand der Telefonanfragen, die im Minutentakt eingingen, ließe sich zudem erahnen, dass sich das bald ändern könnte.

10.07 Uhr: Inzidenz-Wert steigt über 200

In Thüringen liegt der Sieben-Tage-Wert bei Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner wieder über 200. In der Woche nach Ostern war der Infektionswert kurzzeitig unter die 200er Marke gesunken, am Samstag lag die Zahl laut Robert Koch-Institut (RKI) jedoch bei 206,3. Der Freistaat ist schon seit langem deutschlandweit das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Bundesland. Bundesweit lag der Inzidenzwert am Samstag bei 120,6 (Stand: 10. April, 3.08 Uhr).

Das RKI weist darauf hin, dass rund um die Osterfeiertage meist weniger Tests gemacht und gemeldet wurden und dass weniger Menschen einen Arzt aufsuchten. Dies könne die Inzidenzwerte beeinflussen.

Von Freitag auf Samstag wurden in Thüringen 1098 neue Infektionen gemeldet sowie 25 weitere Todesfälle. Seit Ausbruch der Pandemie wurden damit rund 101 500 Infektionen nachgewiesen; 3479 Menschen, bei denen das Sars-CoV-2-Virus nachgewiesen wurde, starben.

08.30 Uhr: Thüringer Zoos dürfen wieder öffnen

Nachdem sie monatelang aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen bleiben mussten, öffnen Thüringer Zoos am Samstag ab 9 Uhr wieder ihre Tore für Besuche. Laut Corona-Verordnung des Landes dürfen zoologische und botanische Gärten wieder Gäste empfangen.

Die Parks haben die Auszeit genutzt und einen ausgiebigen Frühjahrsputz hinter sich. Besuche unter anderem bei den Katta-Babys im Erfurter Zoo, den Bären im Worbiser Bärenpark, bei Kater Carlo im Wildkatzendorf Hütscheroda oder dem Owambo-Zicklein im Waldzoo Gera sind allerdings mit Auflagen verbunden: Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlegen und in den meisten Fällen während des gesamten Besuchs eine FFP2- oder eine OP-Maske tragen.

(red/dpa)