Corona in Thüringen: Bleibt die Testpflicht an Schulen? ++ Landtag leuchtet rot

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

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Diese Impfstoff-Arten gibt es und so funktionieren sie.

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Erfurt. Die Corona-Lage in Thüringen entspannt sich weiter. Doch die Delta-Variante ist auch im Freistaat angekommen.

Alle Corona-Entwicklungen haben wir in unserem Newsblog für dich zusammengefasst.

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Dienstag, 22. Juni

19.57 Uhr: Siegesmund und Voigt für das Beibehalten der Testpflicht an Schulen

Thüringens Vize-Ministerpräsidentin Anja Siegesmund (Grüne) hat sich für das Beibehalten der Testpflicht an Schulen ausgesprochen. Es müsse oberste Priorität haben, Eltern und Kinder zu schützen und „wieder einen geregelten Schulalltag zu ermöglichen“, erklärte Siegesmund heute in Erfurt. „Dafür sind flächendeckende Impfangebote so wichtig wie weiterhin verpflichtende Tests an den Schulen.“

Zuvor hatten Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) und Bildungsstaatssekretärin Julia Heesen mehrmals angedeutet, von der de facto bestehenden Testpflicht für Schüler abrücken zu wollen. Bisher gibt es ein Betretungsverbot an Schulen für Menschen, die sich nicht testen lassen wollen. Ob die Testpflicht bleibt oder nicht, steht noch nicht fest und wird sich mit dem Inkrafttreten einer neuen Corona-Verordnung kommende Woche entscheiden.

„Ich plädiere für ein Beibehalten der Testpflicht an Schulen, wie es auch in Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen oder Sachsen-Anhalt und anderen Ländern praktisch gehandhabt werden soll. Zusätzlich sollte das Familienimpfangebot verstetigt werden“, forderte Siegesmund, die in Thüringen auch Umweltministerin ist.

Auch der CDU-Fraktionschef Mario Voigt warnte davor, die Testpflicht „leichtfertig“ aufzugeben. „Tests helfen, Corona in Schach zu halten, dort wo viele Menschen zusammenkommen. Die Schule ist so ein Ort, noch dazu einer, in dem längst nicht jeder geimpft ist“, erklärte Voigt. Daher sei es sinnvoll, die Testpflicht an Schulen aufrechtzuerhalten.

17.53 Uhr: Solidarität mit Veranstaltungsbranche: Landtag soll rot strahlen

Auch in diesem Jahr sollen heute Abend viele öffentliche Einrichtungen in Thüringen in Solidarität mit der pandemiegeplagten Veranstaltungswirtschaft in rotem Licht erstrahlen. Man beteilige sich an der Aktion, hieß es aus dem Landtag.

Das Gebäude werde in der Nacht rot erleuchtet. „Kunst und Kultur verdienen unsere Unterstützung – nicht nur weil sie uns unterhalten, sondern weil sie Teil unserer Identität sind“, sagte Landtagspräsidentin Birgit Keller.

Die Initiative „AlarmstufeRot“ will unter dem Hashtag „AlleLichtMachen“ auf die weiterhin angespannte Situation ihrer Branche aufmerksam machen. Die Veranstaltungswirtschaft gehört zu den Branchen, die besonders stark von den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie betroffen sind.

10.17 Uhr: Weiter wenig Corona-Neuinfektionen in Thüringen

In Thüringen bleibt das Corona-Infektionsgeschehen überschaubar. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Dienstag bei 7,2, wie die Staatskanzlei unter Berufung auf Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) mitteilte. Von Montag auf Dienstag wurden 22 Neuinfektionen gemeldet. Seit Beginn der Pandemie haben sich in Thüringen nach den amtlichen Daten 128 669 Menschen mit dem Virus angesteckt. 4316 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Todesfälle gab es den dritten Tag in Folge keine.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in Thüringen weist weiterhin der Unstrut-Hainich-Kreis mit 34,2 aus (Vortag 35,2). Deutschlandweit ist er damit der Kreis mit der dritthöchsten Inzidenz. Landesweit die niedrigste Inzidenz hat am Dienstag das Eichsfeld mit einem Wert von 1,0, gefolgt vom Saale-Holzland-Kreis, Nordhausen und dem Weimarer Land mit einem Wert von jeweils 1,2.

Montag, 21. Juni

10.01 Uhr: Stabile Corona-Inzidenz in Thüringen

In Thüringen bleibt die Corona-Inzidenz niedrig. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen lag am Montag unverändert bei 7,5, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts hervorgeht. Von Sonntag auf Montag wurden fünf Neuinfektionen gemeldet. Todesfälle in Zusammenhang mit Corona gab es innerhalb von 24 Stunden keine im Freistaat.

Die höchste Inzidenz in Thüringen weist weiterhin der Unstrut-Hainich-Kreis (35,2) aus. Deutschlandweit ist er damit der Kreis mit der dritthöchsten Inzidenz. Thüringenweit die niedrigste Inzidenz haben der Saale-Holzland-Kreis und das Weimarer Land mit einem Wert von jeweils 1,2.

Seit Pandemiebeginn haben sich in Thüringen 128 647 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 4312 Infizierte sind in Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. Als genesen gelten rund 123 900 Menschen.

Sonntag, 20. Juni

13.01 Uhr: Inzidenz in Thüringen bleibt weiter stabil

Die Corona-Inzidenz in Thüringen bleibt stabil im einstelligen Bereich. Am Sonntag sank der Wert, der die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen angibt, im Landesdurchschnitt auf 7,5, wie aus einer Übersicht des Robert Koch-Instituts hervor geht.

Thüringen, lange der bundesweite Pandemie-Schwerpunkt, liegt damit weiter unter dem Bundeswert. Dieser wurde am Sonntag mit 8,8 angegeben. Am Samstag war erstmals in einem Thüringer Landkreis eine Inzidenz von Null festgestellt worden - im Saale-Holzland-Kreis. Dies war allerdings nur von kurzer Dauer, nach einer Neuinfektion in dem ostthüringischen Kreis lag der Wert am Sonntag bei 1,2.

Gemeinsam mit dem Weimarer Land ist der Saale-Holzland-Kreis die Region mit der niedrigsten Inzidenz in Thüringen. Am höchsten fiel der Wert am Sonntag erneut im Unstrut-Hainich-Kreis (35,2) aus, der in Deutschland der Kreis mit der dritthöchsten Inzidenz ist.

Seit Pandemiebeginn haben sich in Thüringen 128.642 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, darunter sind 18 neue Fälle von Samstag zum Sonntag. 4312 Infizierte sind in Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. Als genesen gelten rund 123.800.

Samstag, 19. Juni

10.35 Uhr: Erster Kreis ist bei Inzidenz Null angekommen

In Thüringen ist erstmals in einem Landkreis der Corona-Inzidenzwert Null festgestellt worden. Gemeldet wurde dies am Samstag für den Saale-Holzland-Kreis, wie aus Zahlen des Robert-Koch-Instituts hervorgeht.

In dem ostthüringischen Landkreis wurde in den zurückliegenden sieben Tagen keine einzige neue Corona-Infektion gemeldet. Thüringenweit haben sich in diesem Zeitraum 172 Menschen neu mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert, was einem Inzidenzwert von 8,1 entspricht.

Damit liegt der Freistaat, der monatelang das am schwersten von der Pandemie betroffene Bundesland war, bei dem Sieben-Tage-Wert je 100.000 Einwohner erneut unter dem Bundeswert (9,3). Unter den Thüringer Kreisen fiel der Inzidenzwert am Samstag im Unstrut-Hainich-Kreis (35,2) am höchsten aus.

Seit Pandemiebeginn haben sich in Thüringen rund 128.600 Menschen mit dem Coronavirus infiziert, 4312 sind in Zusammenhang mit einer Infektion gestorben. Als genesen gelten rund 123.800.

(red/dpa/afp)