Corona in Thüringen: Stadt nimmt Lockerungen zurück!

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Diese Impfstoff-Arten gibt es und so funktionieren sie.

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Thüringen. Die Corona-Lage in Thüringen entspannt sich weiter.

Alle Corona-Entwicklungen haben wir in unserem Newsblog für dich zusammengefasst.

>>Corona-Verordnung in Thüringen in Kraft: DAS gilt aktuell

Die aktuellen Fallzahlen hast du mit unser Corona-Karte immer im Blick:

Corona aktuell in Thüringen: Alle Infos hier im Newsblog!

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Dienstag, 15. Juni

16.50 Uhr: Stadt nimmt Lockerungen zurück

Die Stadt Eisenach hat seit Sonntag die Sieben-Tage-Inzidenz von 35 überschritten. Das heißt: Die Stadt muss teilweise die Lockerungen der Corona-Regeln wieder zurücknehmen. Daher musst dich ab Donnerstag auf diese Änderungen in Eisenach einstellen:

  • Innenräume der Gastronomie dürfen geöffnet bleiben. Gäste brauchen aber wieder einen negativen Coronatest (Impfung/Genesung) und es werden die Kontaktdaten erfasst.
  • In der Außengastronomie müssen ebenfalls wieder die Kontaktdaten der Gäste erfasst werden.
  • Schülerinnen und Schüler haben ab Klassenstufe 7 auch im Unterricht wieder einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.
  • Kontaktbeschränkungen: In geschlossenen Räumen darf sich ein Haushalt mit fünf weiteren Personen treffen. Unter freiem Himmel ist das Treffen eines Haushaltes mit zehn Personen gestattet (Geimpfte und Genesene zählen nicht mit).

Der Einzelhandel bleibt unterdessen offen, ohne Testpflicht und Kontaktnachverfolgung. Die Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes bleibt in den Geschäften weiterhin bestehen.

12.47 Uhr: Impf-Terminvergabe für Kinder und Jugendliche startet

Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren können sich ab sofort um einen Impf-Termin in einer der Thüringer 29 Impfstellen bemühen. An den beiden kommenden Wochenenden soll es dafür Familienimpftage geben, an denen sich die jungen Menschen zusammen mit ihren Eltern oder nächsten Verwandten wie den Großeltern impfen lassen können, hieß es am Dienstag aus Kreisen der Thüringer Landesregierung. Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) habe das Kabinett über die Pläne informiert.

Demnach stehen an den Wochenenden vom 19. und 20. Juni sowie vom 26. und 27. Juni insgesamt 27.000 Impftermine zur Verfügung. Geimpft werde das Vakzin von Biontech/Pfizer. Kinder- und Jugendärzte seien jeweils vor Ort, um die Familien zu beraten. Bislang konnten sich Kinder und Jugendliche bereits von den Kinderärzten impfen lassen.

9.15 Uhr: 7-Tage-Inzidenz unter Bundesdurchschnitt

Die Corona-Lage in Thüringen entpannt sich weiter. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Dienstag im Freistaat bei 13,9 und damit recht deutlich unter dem bundesweiten Wert von 15,5. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zur Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen hervor. Thüringen war monatelang das Bundesland, das am stärksten von der Pandemie betroffen war. Im Juni war die Sieben-Tage-Inzidenz jedoch schnell gesunken.

Die meisten Corona-Fälle gibt es nach den Daten des RKI derzeit in der Altersgruppe der 35- bis 59-Jährigen. Dabei waren mehr Frauen als Männer betroffen. Innerhalb von 24 Stunden wurden in Thüringen 12 neue Fälle registriert.

Montag, 14. Juni

17.31 Uhr: Zwei von drei Apotheken stellen Digital-Impfnachweis aus

In Thüringen sind am Montag nach Rechnung des Apothekerverbands bereits rund 6000 digitale Impfpässe ausgestellt worden. Nach technischen Schwierigkeiten innerhalb der ersten Stunde laufe es jetzt reibungslos, sagte der Sprecher des Apothekerverbandes Thüringen, Stefan Fink, am Montagmittag. Bereits rund 70 Prozent (360) aller 517 Apotheken im Freistaat seien seit dem Start am Morgen in der Lage, den digitalen Impfnachweis für Menschen, die ihre zweite Corona-Impfung erhalten haben, zu erstellen.

So sind laut Fink etwa 35 von 50 Apotheken in Erfurt dabei, in Weimar stellen 12 von 17 Apotheken einen digitalen Nachweis aus. Fink geht davon aus, dass perspektivisch vier von fünf Apotheken flächendeckend in Thüringen einen digitalen Impfausweis ausstellen können. Thüringer, die in einem Impfzentrum einen QR-Code erhalten haben, können diesen eigenständig in der CovPass-App hochladen.

In den ersten Stunden nach der Freigabe waren sowohl die Portale für die Apotheken als auch für Bürger überlastet gewesen. Auch ist der Erklärungsbedarf vor Ort laut Fink recht hoch und es müssten über die Aufgaben der Apotheke hinaus technische Hilfestellungen gegeben werden. Das koste vor allem Zeit.

16.45 Uhr: Landeselternvertretung: Schulen besser auf Corona-Winter vorbereiten

Die Thüringer Landeselternvertretung hat Schulträger dazu aufgerufen, die Schulen besser auf einen Winter unter Pandemie-Bedingungen vorzubereiten. „Jetzt ist die Zeit, in der die Schulen fit gemacht werden müssen für den kommenden Winter“, erklärte die Landeselternvertretung am Montag. Zu wenige Schulträger hätten bisher Strategien und Konzepte entwickelt, Fördergelder abgerufen oder mit dem Einbau von Luftreinigern oder Lüftungsanlagen begonnen, hieß es.

Man dürfe sich nicht auf der aktuellen Euphorie angesichts der niedrigen Infektionszahlen ausruhen, hieß es in einer Mitteilung der Landeselternvertretung. Die Sommermonate müssten dafür genutzt werden, die entsprechende Infrastruktur an den Schulen zu schaffen.

Während bis zum Ende des Sommers ein Großteil der Jugendlichen und Erwachsenen in Deutschland die Möglichkeit bekommen sollen, sich impfen zu lassen, gibt es für Kinder unter 12 Jahren derzeit keinen zugelassenen Impfstoff.

Bis zum 31. Oktober können Schulträger insgesamt 4,5 Millionen Euro beim Thüringer Infrastrukturministerium abrufen, um für ihre Schulen Luftreiniger zu kaufen oder andere Ausstattung, die im Kampf gegen die Corona-Pandemie helfen soll. Weitere 500.000 Euro sind für eine wissenschaftliche Begleitung zu Raumluftanlagen an Schulen vorgesehen.

8.55 Uhr: Immer weniger Neuinfektionen

Der positive Trend in Thüringen hält an! Laut RKI meldet der Freistaat 11 neue Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden. Damit fällt die Inzidenz auf 15,8.

Neue Fälle gab es hier:

  • Altenburger Land
  • Kyffhäuserkreis
  • Eisenach
  • Suhl

Sonntag, 13. Juni

13.16 Uhr: Nur noch wenige Neuinfektionen

Die Corona-Infektionszahlen in Thüringen sinken weiter. Innerhalb von 24 Stunden wurden 40 Neuinfektionen mit dem Virus registriert, wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts von Sonntag hervorgeht. Zwei Menschen starben, bei denen Covid-19 nachgewiesen wurde.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Thüringen verringerte sich weiter auf 16,0 - am Samstag waren es noch 18,0. Damit blieb sie erneut unter dem bundesweiten Wert von 17,3. Allerdings ist bei den Angaben zu berücksichtigen, dass am Wochenende möglicherweise nicht alle Daten von den Gesundheitsämtern gemeldet werden.

Alle Thüringer Landkreise lagen bei der Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen unter der Marke von 50. Das galt auch für den Unstrut-Hainich-Kreis mit 46,0. Bei einer über mehrere Tage stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 sind nach der Thüringer Corona-Verordnung weitere Lockerungen möglich.

Samstag, 12. Juni

10.49 Uhr: Sieben-Tage-Inzidenz erstmals im Bundesdurchschnitt

Die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat liegt heute bei 18,0 – und damit erstmals sogar knapp unter dem bundesweiten Wert von 18,3.

Am höchsten ist die Inzidenz im Unstrut-Hainich-Kreis (51,8), am niedrigsten im Landkreis Greiz. Das geht aus Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) zur Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen hervor.

Thüringen war monatelang das Bundesland, das am stärksten von der Pandemie betroffen war. Im Juni war die Sieben-Tage-Inzidenz jedoch schnell gesunken.

Die meisten Covid-19-Fälle gibt es nach den Daten des RKI derzeit in der Altersgruppe der 35- bis 59-Jährigen. Innerhalb von 24 Stunden wurden in Thüringen 50 neue Fälle registriert.

Freitag, 11. Juni

19.45 Uhr: Probleme beim digitalen Impfausweis

Kurz nach dem Start des bundesweiten digitalen Corona-Impfnachweises haben sich in Thüringen bereits mehr als 40.000 Menschen den neuen CovPass mit einem QR-Code auf ihr Smartphone heruntergeladen. Der elektronische Pass sei zunächst nur für Menschen, die in den vier großen Impfzentren und den regionalen Impfstellen gegen Covid-19 gespritzt wurden, per Download erhältlich, teilte die Kassenärztliche Vereinigung am Freitag mit. Der CovPass löst den digitalen Thüringer Impfnachweis ab, der im Freistaat seit einem Monat getestet wurde.

Das Thüringer Zertifikat lässt sich laut KV allerdings nicht in den bundesweiten Pass oder die Corona-Warnapp des Robert Koch-Instituts importieren. Geimpfte, die bislang das Thüringer Zertifikat nutzen, müssen sich die bundesweit geltende Variante extra über das Thüringer Impfportal www.impfen-thueringen.de/impfbescheinigung/ herunterladen. Sie erhalten dann einen neuen QR-Code. Das nochmalige Herunterladen betrifft rund 180.000 Menschen, die den digitalen Thüringer Impfnachweis bisher genutzt haben. Bei diesem handle es sich um eine Brückentechnologie, so die KV. Hingegen gelten CoV-Pass und Corona-Warnapp und als EU-weit anerkannte Zertifikate.

Eine nachträgliche Ausstellung des digitalen Impfpasses für bereits Geimpfte in den Impfzentren und Impfstellen ist in Thüringen allerdings nicht möglich, stellte die KV klar und relativierte damit anderslautende Ankündigungen des Bundesgesundheitsministeriums. Der Aufwand dafür sei von den Einrichtungen nicht zu bewältigen und würde die zeitlich eng getakteten Abläufe in den Zentren durcheinanderbringen, sagte ein Sprecher.

In den Praxen niedergelassener Ärzte muss erst noch die Software angepasst werden, bevor auch dort der digitale Impfpass ausgestellt werden kann. Dies soll laut KV schrittweise geschehen. Noch bis Ende Juni laufe eine entsprechende Ausschreibung der Bundesregierung für eine Aufrüstung der Software.

6.12 Uhr: Familienimpfwochenende kommt

Kinder ab zwölf Jahren sollen sich in Thüringen auch ohne generelle Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gegen das Corona-Virus impfen lassen können. Das bekräftigten Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner und Bildungsminister Helmut Holter (beide Linke) am Donnerstag. Zuvor hatte die Stiko entschieden, Kindern nicht generell, sondern nur bei bestimmten Vorerkrankungen eine Corona-Impfung zu empfehlen.

Nach ärztlicher Aufklärung und bei individuellem Wunsch und der Risikoakzeptanz von Kindern, Jugendlichen oder ihren Eltern sei eine Impfung aber auch bei gesunden jungen Leuten möglich, heißt es im jüngsten Bulletin des Robert Koch-Instituts, das am Donnerstag erschien.

Die Landesregierung halte daran fest, allen Kindern und Jugendlichen im Sommer ein Impfangebot zu machen. Dafür werde es Ende Juni in den Impfstellen ein „Familienimpfwochenende“ speziell für impfwillige Kinder, Jugendliche und ihre Eltern reserviert.

Bildungsminister Holter erklärte, die Stiko-Empfehlung sollte nicht so interpretiert werden, dass alle Kinder ohne Vorerkrankungen keine Impfung erhalten sollten.

Donnerstag, 10. Juni

18.35 Uhr: Ramelow will Komplett-Öffnung im Herbst – CDU mit scharfer Kritik

Sinkende Infektions- und steigende Impfzahlen: In Thüringen ist eine Diskussion über den richtigen Zeitpunkt für den Wegfall der meisten Corona-Regeln entstanden. Regierungschef Bodo Ramelow (Linke) sprach sich einem Zeitungsbericht zufolge dafür aus, diesen Schritt im Herbst zu gehen. „Ich glaube, wir können das Risiko der kompletten Öffnung im Herbst eingehen“, sagte Ramelow der „Rheinischen Post“. Dagegen halten das die Oppositionsparteien CDU und FDP für zu spät. „Die Menschen erwarten jetzt Lockerungen und Aufhebungen. Kein Vertrösten“, schrieb Voigt am Donnerstag bei Twitter.

Voigt hatte sich bereits zuvor dafür ausgesprochen, die Corona-Einschränkungen in Regionen mit einer Inzidenz von unter 20 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche zu beenden. „Es braucht keine Einschränkungen in Regionen Thüringens, wenn man bereits in 12 Landkreise unter einer 20er-Inzidenz liegt“, twitterte Voigt.

Noch weiter würde die Thüringer FDP-Fraktion gehen, die bereits vor Wochen ein Ende der Einschränkungen beim Unterschreiten des Inzidenzwertes unter 50 gefordert hatte.

Ramelow sagte der „Rheinischen Post“, die Widerstandskraft sei durch den Impfstoff in diesem Jahr höher. Er wisse aber auch, dass sich 20 bis 25 Prozent der Bevölkerung nicht impfen lassen werden. „Die müssen das Risiko dann selbst tragen und verantworten“, sagte Ramelow.

Voigt forderte angesichts der niedrigen Inzidenzwerte eine Diskussion über einen „Neustart“ für die Gastronomie. „Das Wirtschaftsministerium muss insbesondere die Lösung des sich nun abzeichnenden Fachkräftemangels in der Branche aktiv begleiten“, erklärte Voigt. Es müsse nun mit Hochdruck daran gearbeitet werden „wie kurzfristig bis zu 1000 neue Mitarbeiter in Hotels und Gastronomie eingestellt werden können“.

Ansonsten drohten der Branche nach der langen Schließung aufgrund von Personalnot weitere Umsatzeinbußen, so schätzte der CDU-Fraktionschef die Lage ein. Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums erklärte, es seien bereits etliche Maßnahmen „in enger Abstimmung mit der Branche längst auf den Weg gebracht“. Als Beispiele nannte er etwa Corona-Hilfen, einen Azubi-Zuschuss für die Sicherung der Stellen von Auszubildenden sowie Projekte zur Fachkräftegewinnung im Ausland. Es gebe weder ein Erkenntnis- noch ein Handlungsproblem.

Die Thüringer FDP-Fraktion forderte, die Landesregierung müsse die Regelungen zu Veranstaltungen überarbeiten und sprach von „ausufernder Bürokratie“. Als Beispiel nannte sie unter anderem die Regelung, dass Veranstaltungen bei Inzidenzwerten unter 35 zwei Tage vor Beginn beim zuständigen Gesundheitsamt angemeldet werden müssen.

16.54 Uhr: Werner will Impfangebot für Kinder

Die Ständige Impfkommission empfiehlt keine generelle Corona-Impfung für Kinder. Lediglich bei Vorerkrankungen soll das Vakzin zum Einsatz kommen. Gesundheitsministerin Heike Werner bekräftigt: „Mit der heute veröffentlichten Stiko-Empfehlung haben wir jetzt Klarheit. Es ist nachvollziehbar, dass die Stiko vorsichtig agiert und die ausdrückliche Empfehlung zunächst an bestimmte Voraussetzungen knüpft. Das heißt aber nicht, dass Kinder und Jugendliche generell keine Corona-Schutzimpfung erhalten sollten.“

Die Entscheidung bedeute eher, dass die momentane Datenlage noch nicht ausreichend ist, um die Impfung standardmäßig allen Kindern und Jugendlichen zu empfehlen. „Deshalb rate ich allen noch unsicheren Eltern oder auch Jugendlichen, die bereits selbst eine Entscheidung treffen können: Sprechen Sie Ihren Kinderarzt an und klären Sie, ob eine Corona-Schutzimpfung in Ihrem Fall sinnvoll ist“, so Werner.´

6.32 Uhr: Ramelow mit hoffnungsvoller Prognose

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) spricht sich nach einem Zeitungsbericht dafür aus, die Corona-Regeln im Herbst komplett zu lockern. „Ich glaube, wir können das Risiko der kompletten Öffnung im Herbst eingehen“, sagte Ramelow der „Rheinischen Post“ (Donnerstag).

Die Widerstandskraft sei durch den Impfstoff in diesem Jahr höher. Er wisse aber auch, dass sich 20 bis 25 Prozent der Bevölkerung nicht impfen lassen werden. „Die müssen das Risiko dann selbst tragen und verantworten“, sagte Ramelow.

Mittwoch, 9. Juni

16.53 Uhr: Neue Möglichkeit der Kontaktnachverfolgung

Am Donnerstag startet die Pilotierung der digitalen Brücke zur Kontaktnachverfolgung, das IRIS-Gateway, in den Thüringer Gesundheitsämtern. Finanzstaatssekretär und CIO des Freistaats Thüringen Dr. Hartmut Schubert zeigt sich zuversichtlich: „In Kürze wollen wir die Kontaktdaten vollkommen digital, sicher und verschlüsselt an die Gesundheitsämter übermitteln. Menschen im Freistaat werden so bei einem Risiko-Kontakt schneller benachrichtigt. Wir können eine rasche Verbreitung des Virus bei einem lokalen Ausbruch verhindern.“

Mit der nun eingesetzten technischen Lösung wird der bisherige Medienbruch für eine Vielzahl der Anwendungen zur Kontaktdatenerfassung beseitigt. Alle Anbieter der mehr als 50 deutschlandweit bestehenden Lösungen zur Kontaktdatenerfassung können bei Interesse ihre Anwendungen an das Gateway anbinden. Egal für welche Lösung sich private oder öffentliche Einrichtungen entschieden haben, es kann eine digitale Brücke zwischen den App-Betreibern und den Gesundheitsämtern hergestellt werden.

Dienstag, 8. Juni

22.19 Uhr: Weitere Lockerungen

In Erfurt können Passanten ab Donnerstag die Masken fallen lassen und auch in anderen Kommunen können sich Bewohner und Besucher auf Lockerungen der Corona-Maßnahmen einstellen.

Auf öffentlichen Straßen, Plätzen und Wegen muss in Erfurt ab Donnerstag keine Mund-Nasen-Bedeckung mehr getragen werden, wie die Stadtverwaltung am Dienstag mitteilte. An Engstellen bleibe die Maskenpflicht aber bestehen – etwa an Haltestellen, in Unterführungen, auf dem Wochenmarkt und auf der bei Touristen beliebten Krämerbrücke. Die Zahl der registrierten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage lag am Dienstag laut Angaben der Staatskanzlei bei 19,2.

Nach einer Sieben-Tage-Inzidenz von rund 9 am Dienstag und fünf Werktagen am Stück mit einer Inzidenz von unter 35 können sich Bewohner im Landkreis Eichsfeld ab Donnerstag auf weitere Lockerungen einstellen: So fallen etwa bei Treffen unter freiem Himmel Kontaktbeschränkungen weg, in Innenräumen sind Treffen von einem Haushalt mit bis zu zehn Personen erlaubt. Restaurants und Cafés dürfen Innenräume für Gäste öffnen - drinnen wie draußen muss aber eine Kontaktnachverfolgung gewährleistet sein. Auch Veranstaltungen sind unter Auflagen wieder erlaubt.

Auch im Landkreis Greiz könnten entsprechende Lockerungen ab Freitag möglich sein, teilte das Landratsamt am Dienstag mit. Landrätin Martina Schweinsburg (CDU) kündigte an, dass der Corona-Krisenstab des Landkreises in Anbetracht der rückläufigen Infektionszahlen (Inzidenz 12,3, Stand Dienstag), künftig im Zwei-Wochen-Rhythmus statt im wöchentlichen Abstand tagen werde. Schweinsburg betonte aber auch: „Wir werden uns schon jetzt intensiv darüber beraten, wie mit einer sehr wahrscheinlichen weiteren Welle ab Herbst umzugehen ist.“

Im Saale-Orla-Kreis dürfen nach fünf Werktagen in Folge mit einer Inzidenz von unter 50 etwa Kinos und Fitnessstudios unter Auflagen wieder öffnen. Für Kunden im Einzelhandel, Museumsbesucher oder auch Teilnehmer von öffentlichen Freiluft-Veranstaltungen entfällt die Testpflicht. Bei weiter nachlassender Infektionsentwicklung könnten weitere Lockerungen ab Samstag gelten, teilte das Landratsamt am Dienstag (Inzidenz: 23,7) in Schleiz mit.

Auch im Landkreis Schmalkalden-Meiningen (Inzidenz: 26,4, Stand Dienstag), könnten laut Mitteilung ab Freitag Beschränkungen aufgehoben werden. Thüringenweit lag die Inzidenz bei 27,3.

18.01 Uhr: Bündnis will für lebendige Innenstädte sorgen

Landesregierung, Kammern und Verbände wollen ein Veröden der Thüringer Innenstädte nach der Corona-Krise verhindern. Sie unterzeichneten am Dienstag in Erfurt eine Bündnisvereinbarung. Gemeinsam wolle man Initiativen starten, um die Innenstädte lebendig zu halten, die vor allem durch den verstärkten Trend zum Einkaufen im Internet litten, hieß es. Insgesamt gehe es um einen Strukturwandel in den Innenstädten, der durch die Pandemie beschleunigt worden sei, erklärte die Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt.

Dem Aktionsbündnis „Innenstädte mit Zukunft“ gehören die Kammern, das Infrastruktur- und Wirtschaftsministerium sowie mehrere Verbände - von Einzelhandel über Wohnungswirtschaft bis Tourismus - an.

15.25 Uhr: Erfurt hebt Maskenpflicht in Innenstadt auf

Es ist offiziell! Wie die Stadt Erfurt mitteilt, wird die Maskenpflicht in der Innenstadt in Erfurt aufgehoben. Das hat der interne Pandemiestab der Stadtverwaltung beschlossen. Der Wegfall gilt für öffentliche Straßen, Plätze und Wege. Lediglich im Bereich von Bus- und Straßenbahnhaltestellen sowie in Unterführungen und auf Wochenmärkten muss weiterhin eine Maske getragen werden.

Weitere Ausnahme: die Krämerbrücke. „Dort geht es so eng zu, da müssen sich die Menschen auch weiterhin vor einer Infektion schützen", sagt Oberbürgermeister Andreas Bausewein. Zeitnah sollen dort an den Zugängen Hinweisschilder aufgestellt werden, die auf die Maskenpflicht hinweisen.

10.20 Uhr: Zwei Kreise mit einstelliger Inzidenz

Die Pandemie-Lage hat sich in Thüringen vor allem im Eichsfeld und im Landkreis Nordhausen deutlich beruhigt: Beide Landkreise wiesen am Dienstag die niedrigste sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in Thüringen auf (Eichsfeld: 9; Nordhausen: 8,4). Auch im gesamten Freistaat ging die Zahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage weiter zurück auf 27,3. Das teilte die Staatskanzlei am Dienstag unter Berufung auf Daten des Robert Koch-Instituts mit. Bundesweit lag der Wert demnach bei rund 23.

Die Landkreise Hildburghausen (68) und Sonneberg (64,1) zählten auch am Dienstag noch zu den fünf Regionen, die deutschlandweit am stärksten betroffen waren. Am höchsten war die Inzidenz aber im bayrischen Landkreis Kronach mit 83,9. Hildburghausen war zuletzt immer wieder negativer Spitzenreiter bei der Inzidenz in der gesamten Bundesrepublik gewesen.

Von Montag auf Dienstag meldeten die Thüringer Gesundheitsämter demnach 51 Neuinfektionen. Seit Beginn der Pandemie sind in Thüringen 4260 Menschen gestorben, bei denen das Sars-CoV-2-Virus nachgewiesen wurde.

07.30 Uhr: Datenschutz bei Modell-Impfausweis wird moniert

Thüringens Landesdatenschutzbeauftragter Lutz Hasse sieht Verbesserungsbedarf beim Datenschutz für den Modellversuch zum digitalen Impfnachweis in Thüringen, sollte dieser noch eine lange Zeit laufen. Es handele sich aus seiner Sicht um eine Brückentechnologie, eine Art Übergangslösung, bis der bundesweite digitale Impfnachweis komme, sagte Hasse. Dieser sei für Ende Juni angekündigt. „Wenn sich aber abzeichnet, dass diese Frist gerissen wird und das Thüringer Modellprojekt weiterläuft, vielleicht ein Jahr, dann möchten wir schon darauf dringen, dass es sicherer gemacht wird“, sagte Hasse.

Er monierte, nicht früh in das Modellprojekt eingebunden worden zu sein. „Ich habe daraus aus den Medien erfahren und mich dann eingeschaltet“, sagte Hasse. Seitdem laufe die Zusammenarbeit aber gut.

Hasse erklärte, dass aus Datenschutz-Sicht das Thüringer Modell von den Plänen für den Bundes-Impfnachweis weit entfernt liege. „Das Modellprojekt in Thüringen ist ganz anders strukturiert und ganz anders aufgebaut als es im Bund angedacht ist“, sagte Hasse. Die Schnittmenge zwischen beiden Vorhaben sei aus datenschutzrechtlicher Sicht minimal. Hauptunterschied: die Speicherung der Daten.

Für den Bundes-Impfnachweis sei eine dezentrale Speicherung der Daten geplant. „Der Gastwirt, der den QR-Code des Gastes abscannt, bekommt Daten nur aus diesem QR-Code und es werden keine Kontakte zu Speicherorten hergestellt“, sagte Hasse. Thüringen hingegen habe sich zunächst für eine zentrale Speicherung der Daten entschieden.

Sollte das Modellprojekt eine längere Zeit laufen, müsse nachgebessert werden. Es brauche dann eine Datenschutzfolgeabschätzung, so Hasse. „Das bedeutet: Das Risiko muss eingeschätzt werden, sind die Daten sicher, welche Daten werden erhoben, wann werden sie gelöscht und was passiert mit den Daten, die hier in Thüringen angefallen sind, wenn das Bundesprojekt anläuft“, so Hasse. Generell gelte, dass Daten wieder gelöscht werden sollten, wenn sie nicht mehr gebraucht würden.

Montag, 7. Juni

15.43 Uhr: Gratis Museumsbesuch in Jena: Am Dienstag kommst du umsonst rein!

451 Tage nach der sanierungsbedingten Schließung der Städtischen Museen Jena sind die Kulturstätten ab Dienstag wieder für Gäste geöffnet. „Was zunächst als Baumaßnahme geplant war, überlappte sich von Beginn an - und tendenziell zunehmend - mit den durch die Pandemie verursachten Schließungen“, teilte ein Sprecher der Museen am Montag mit. Nun freue man sich, dass die Städtischen Museen Jena ab Dienstag mit neuem Anstrich und Ausstellungen wieder ihre Türen öffneten. „Aus diesem Grund ist der erste Tag im Museum frei.“

13.00 Uhr: Weitere Entspannung bei Inzidenz

Die Corona-Lage in Thüringen entspannt sich zu Wochenbeginn weiter. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen sank am Montag im Freistaat unter die Marke von 30. Sie näherte sich mit 29,1 weiter dem bundesdeutschen Durchschnitt von 24,3 an, wie aus Angaben der Staatskanzlei hervorgeht, die sich auf Daten des Robert Koch-Instituts stützt. Dabei ist zu beachten, dass am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln.

Erneut lagen alle 17 Kreise und 6 kreisfreien Städte bei der Sieben-Tage-Inzidenz unter der Marke 100. Das lässt Lockerungen zu. Mit einem Wert von 83,9 war allerdings der Kreis Hildburghausen erneut die Region in Deutschland, die am stärksten von der Pandemie betroffen ist. Weiter lagen zudem Sonneberg (69,3), Gotha (60,0) und der Unstrut-Hainich-Kreis (63,6) über einer Inzidenz von 50. Der Ilm-Kreis liegt noch knapp über dem Wert von 35 (35,8), alle anderen Kreise und Städte haben einen Inzidenzwert von unter 35.

Am Wochenende wurden laut Staatskanzlei etwa 7100 Menschen geimpft. Seit Montag ist die Impfpriorisierung aufgehoben. Bisher seien 44 Prozent der Berechtigten geimpft, geht aus den Zahlen der Staatskanzlei hervor. 22,5 Prozent hätten bereits die zweite Impfung erhalten.

07.25 Uhr: 18.000 Impfdosen für Betriebsärzte geliefert

Für die anstehenden Corona-Impfungen in Betrieben kann Thüringen zunächst voraussichtlich mit rund 18.000 Dosen des Impfstoffs von Biontech/Pfizer rechnen. Dies geht aus Lieferprognosen des Bundesgesundheitsministeriums auf dessen Internetseite hervor. Der Impfstoff soll am Montag ausgeliefert werden, wie der Vorsitzende des Thüringer Apothekerverbands, Stefan Fink, auf Anfrage sagte.

Unklar ist derzeit, wie viele Betriebe im Freistaat dann einsteigen. Das Thüringer Arbeitsministerium hat darüber bislang keinen Überblick.

Gleichzeitig endet am Montag auch die Priorisierung mit einer festen Impfreihenfolge. Auch Menschen, die nicht zu bestimmten Risikogruppen gehören, können sich dann um Termine in Impfzentren oder Arztpraxen bemühen.

Wie erfolgsversprechend das ist, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Denn aktuell werden vor allem Zweitimpfungen verspritzt, da es nicht genügend Impfstoff gibt.

Sonntag, 6. Juni

12.44 Uhr: Gute Nachricht für Thüringen

Als letzte Region in Thüringen hat nun auch der Landkreis Hildburghausen den Sprung unter den Schwellenwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen einer Woche geschafft. Das geht aus Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Sonntag hervor. Demnach hatte der Landkreis am Sonntag eine Inzidenz von 83,9.

Auch landesweit sank die Sieben-Tage-Inzidenz weiter - mit Stand vom Sonntag auf einen Wert von 30. Bis die Menschen im Kreis Hildburghausen aber in den Genuss von Lockdown-Lockerungen kommen, vergehen noch ein paar Tage.

Samstag, 5. Juni

12.51 Uhr: Schneider: Die Schwächsten nach Corona-Krise in Vordergrund stellen

Bei der Bewältigung der Corona-Krise sollte die Politik nach Meinung des SPD-Bundestagsabgeordneten Carsten Schneider vor allem die schwächsten in der Gesellschaft in den Blick nehmen. Die Corona-Krise habe ihnen am stärksten zugesetzt, sagte Schneider in einer Bewerbungsrede bei einer Delegiertenkonferenz der Thüringer SPD am Samstag.

„Ich denke da vor allem an Alleinerziehende, die ihren Job machen müssen, meistens noch in Präsenz und gar keine Chance auf Homeoffice haben und nebenbei noch ihren Kindern eine gute Zukunft geben wollen“, sagte Schneider. Es müssten nach der Corona-Krise nicht die Unternehmen, sondern die Menschen im Vordergrund stehen.

12.35 Uhr: Großteil der Menschen über 70 geimpft

Nach Einschätzung des Gesundheitsministeriums ist der Großteil der impfwilligen Menschen über 70 in Thüringen bereits mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft. Nur in Einzelfällen dürften Menschen, die 70 Jahre oder älter seien, in Thüringen noch auf Impftermine bei ihren Hausärzten warten, sagte ein Sprecher des Ministeriums der Deutschen Presse-Agentur. Wer bereits seine Erstimpfung erhalten hat, hat auch einen Termin für seine Zweitimpfung schon bekommen.

Das Ministerium stützt sich nach Angaben des Sprechers dabei auf eine Hochrechnung. Lege man die vorhandenen Daten mit der durch Umfragen ermittelten Impfbereitschaft übereinander, komme man zu dem Ergebnis, dass „nahezu alle Über-70- und Über-80-Jährigen, die sich impfen lassen möchten, inzwischen auch die Impfung erhalten haben“.

Derzeit werden in Thüringen Menschen der Priorisierungsgruppen eins bis drei geimpft. Am 7. Juni fällt die Impfpriorisierung bundesweit weg.

(rad/dpa/afp)