Corona in Thüringen: Endlich – Inzidenz unter 200! Doch ein Wermutstropfen bleibt weiterhin

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Vektor, Totimpfung, mRNA? Diese Impfstoff-Arten gibt es

Diese Impfstoff-Arten gibt es und so funktionieren sie.

Beschreibung anzeigen

Thüringen. Der Lockdown dauert an, Corona hat Thüringen noch immer im Griff. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Freistaat steigt weiter, die Zahl der Geimpften aber immerhin auch.

Wie geht es weiter? Alle Corona-Entwicklungen haben wir in unserem Newsblog für dich zusammengefasst.

>> Neue Corona-Verordnung in Thüringen tritt in Kraft: Diese Dinge ändern sich nun

Die aktuellen Fallzahlen hast du mit unser Corona-Karte immer im Blick:

Corona aktuell in Thüringen: Alle Infos hier im Newsblog!

+++ Hier die aktuellsten Meldungen erhalten +++

Freitag, 7. Mai

09.38 Uhr: Corona-Inzidenzwert in Thüringen erstmals seit Wochen unter 200

Erstmals seit vielen Wochen ist der Corona-Inzidenzwert in Thüringen unter die Marke von 200 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen gefallen. Das Berliner Robert Koch-Institut gab die Inzidenz für den Freistaat am Freitag mit 198 an. Sie war bereits seit einigen Tagen rückläufig. Am Donnerstag hatte sie bei knapp 207 gelegen. Unter den Bundesländern war der Thüringer Sieben-Tage-Wert am Freitag allerdings erneut der höchste.

Der Saale-Orla-Kreis ist mit einer Inzidenz von 483 der am stärksten von der Pandemie betroffene Landkreis, der Kreis Hildburghausen liegt mit einem Wert von 294 an vierter Stelle bundesweit. Kein einziger Kreis und keine kreisfreie Stadt in Thüringen weisen eine Inzidenz unter 100 auf.

Landesweit meldeten die Gesundheitsämter von Donnerstag zu Freitag 647 neue Infektionsfälle. Spürbar rückläufig ist die Zahl der intensivmedizinisch behandelten Covid-19-Patienten. Am Freitagmorgen betraf das laut Intensivbettenregister 170 Menschen. Knapp ein Viertel der rund 700 betreibbaren Intensivbetten in Thüringer Krankenhäuser sind dem Register zufolge mit Covid-19-Kranken belegt. Anfang vergangener Woche waren 219 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen behandelt worden.

Seit Pandemiebeginn haben sich 120 380 Menschen in Thüringen mit dem Coronavirus infiziert. 3915 Infizierte starben. Als genesen gelten 107 260 Menschen.

07.11 Uhr: Nur wenige Betrugsverdachtsfälle bei Corona-Hilfen

Thüringens Weg bei den Corona-Hilfen, nicht auf Prüfstandards bei den Anträgen zu verzichten, zeigt Wirkung. Die Zahl der Betrugsverdachtsfälle ist nach Angaben des Wirtschaftsministeriums vergleichsweise gering. Trotz der Antragsflut bei den Förderprogrammen, über die im Freistaat seit Pandemiebeginn weit über eine halbe Milliarde Euro an Hilfen bewilligt wurden, gebe es bisher nur etwa 40 Ermittlungsverfahren wegen Betrugsverdachts, teilte das Wirtschaftsministerium auf Anfrage mit.

Die Thüringer Aufbaubank, die seit Pandemiebeginn Zehntausende Anträge bearbeitet hat, berichtete von bisher elf Anzeigen gegen Antragsteller, die sie selbst wegen Betrugsverdachts gestellt habe. Fünf davon betreffen demnach Antragsteller aus Erfurt.

Bundesweit war es zu einer Vielzahl von Verdachtsfällen gekommen. Die Bundesländer haben unterschiedliche Regeln, nach denen die Anträge auf Corona-Hilfen geprüft und bearbeitet werden.

Thüringen habe ein solides Antragsverfahren, das eine zügige Mittelauszahlung erlaube und trotzdem eine grundlegende Prüfung und Standards vorsehe, erklärte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD). Die bisherigen Stichprobenprüfungen der Revision der Thüringer Aufbaubank würden das bestätigen. Die Förderbank gehe laufend Auffälligkeiten und Hinweisen nach.

Eine Umfrage im Auftrag der Aufbaubank hatte im vergangenen Jahr ergeben, dass eine Mehrheit der Unternehmen das Vorgehen unterstütze. Damals hätte es nur ein Drittel der Firmenchefs oder Selbstständigen lieber gesehen, wenn Soforthilfeanträge erst bewilligt und dann geprüft worden wären.

Donnerstag, 6. Mai

18.52 Uhr: Quarantänebescheid gilt als Genesen-Nachweis

Bund und Land haben festgelegt, dass künftig, dort, wo ein negativer Test verlangt wird, Geimpfte und Genesene Negativ-Getesteten gleichgestellt werden. Als vollständig geimpft gilt, wer 14 Tage nach der Zweitimpfung den vollständigen Impfschutz erreicht hat; als Nachweis gilt eine Impfbescheinigung wie z.B. der Impfausweis.

Als genesen gilt, wer einen positiven PCR-Nachweis, eine ärztliche oder behördliche Bescheinigung vorlegen kann, die nicht jünger als 28 Tage und nicht älter als sechs Monate ist.

Das Gesundheitsamt weist daraufhin, dass der Quarantänebescheid von genesenen SARS-CoV-2-Infizierten (nicht von Kontaktpersonen!) als behördliche Bescheinigung gilt.

Den meisten Personen, die in den vergangenen sechs Monaten eine Corona-Infektion überstanden haben, sollte dieser Bescheid (nur Corona-positive Personen) oder der Befund vorliegen. In diesem Fall sind kein weiterer Nachweis und keine weitere behördliche Bescheinigung erforderlich.

13.11 Uhr: Mehr Freiheiten für Thüringen!

Seit heute gilt die neue Corona-Verordnung. Was sich alles ändert, erfährst du hier!

11.59 Uhr: Werner hofft auf mehr Öffnungsschritte

Heike Werner, Gesundheitsministerin von Thüringen, hofft, dass bereits im Juni weitreichendere Öffnungsschritte in der Corona-Pandemie möglich werden. Für sie seien die am Donnerstag in Kraft getretenen Regeln wichtig für eine Art Übergangsphase. „Uns war wichtig zu zeigen, dass es bei einer Inzidenz unter 100 Öffnungsschritte gibt“, sagte Werner am Donnerstag.

„Es ist auch eine Art Übergangsverordnung, weil ich davon ausgehe, dass wir im Juni mit dem Impffortschritt, mit dem Sinken der Infektionszahlen dann auch eine Verordnung machen, die dann vor allem Öffnungsschritte beschreibt – und ich glaube, das ist wichtig für uns alle“, sagte Werner.

10.46 Uhr: Corona-Infektionen in Thüringen weiter rückläufig

Die Corona-Lage in Thüringen entspannt sich etwas. Die Inzidenz verringerte sich am Donnerstag auf 207 nach 210 am Vortag, geht aus Angaben der Staatskanzlei hervor, die sich auf Daten des Robert Koch-Instituts stützten. Der Trend einer sinkenden Inzidenz hält seit der vergangenen Woche an.

Nach den Zahlen haben sich innerhalb von 24 Stunden 790 Thüringer neu mit dem Virus infiziert. Mehr als 25 000 Menschen im Freistaat erhielten die erste Impfung. Zehn Menschen starben im Zusammenhang mit einer Infektion in diesem Zeitraum.

Trotz der sinkenden Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen ist Thüringen weiter der Corona-Hotspot bundesweit: Der Saale-Orla-Kreis ist mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 545 der Kreis in Deutschland, der am schwersten von der Pandemie betroffen ist.

10.22 Uhr: Bodo Ramelow fordert Lockerungen für Geimpfte, Genesene und Getestete

Bodo Ramelow dringt darauf, neben Geimpften auch Menschen, die negativ auf das Coronavirus getestet wurden, mehr Erleichterungen zu gewähren. Vollständig Geimpfte, Genesene und Getestete müssten gleichgestellt werden, verlangte Ramelow am Donnerstag im RBB-Inforadio. Hier müsse es bundesweit einheitliche Verbesserungen geben.

Der Bundestag entscheidet am Mittag über Erleichterungen für Menschen, die vollständig gegen das Coronavirus geimpft sind oder von der Erkrankung genesen sind. Die zur Abstimmung vorliegende Verordnung der Bundesregierung sieht vor, dass für diese Menschen die geltenden Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen wegfallen. Zudem werden sie etwa beim Einkauf oder beim Friseurbesuch von Testpflichten befreit.

Ramelow forderte nun, darüber hinaus auch negativ Getesteten zumindest tagesaktuell den gleichen Rechtsstatus wie Geimpften einzuräumen. Dafür müssten allerdings die betreffenden Daten zentral und fälschungssicher gespeichert werden, um der Polizei Kontrollen zu erleichtern.

Ramelow unterstützte Pläne, solche Daten in der Corona-Warn-App zu speichern. Dies solle auch für Testergebnisse gelten. Geplant ist dies bereits für den Nachweis über erfolgte Impfungen.

8.39 Uhr: Bisher keine Fördermittel für Schul-Luftfilter abgerufen

Die Schulträger in Thüringen haben nach Angaben des Bauministeriums noch keine Landesmittel für die Beschaffung von Luftfilteranlagen für Schulen abgerufen. Die entsprechenden Bescheide liegen den staatlichen Schulträgern allerdings vor, so dass man zeitnah mit Mittelabrufen rechne, erklärte das Ministerium auf Anfrage. Dafür haben die Träger noch bis 31. Oktober Zeit.

Insgesamt stellt das Land rund fünf Millionen Euro zur Verfügung. 4,5 Millionen Euro können davon für Luftfilteranlagen und andere Ausstattung im Kampf gegen die Corona-Pandemie abgerufen werden – etwa für Trennwände oder Co2-Sensoren. Gut 500.000 Euro sind für eine wissenschaftliche Begleitung zu Raumluftanlagen an Schulen vorgesehen.

Mittwoch, 5. Mai

22.15 Uhr: Einzelhandel soll komplett öffnen können

Bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 soll der Einzelhandel in Thüringen komplett öffnen dürfen. Das sieht eine neue Verordnung vor, die am Mittwoch von Gesundheitsministerin Heike Werner und Bildungsminister Helmut Holter (beide Linke) unterzeichnet wurde und der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt vorliegt. Für Bürger, die nicht gegen das Coronavirus immunisiert sind, wird aber ein negativer Corona-Test nötig sein. Die neuen Regeln treten bereits am Donnerstag in Kraft. Sie sollen bis zum 3. Juni gelten, können jedoch auch früher geändert werden.

Derzeit gibt es in Thüringen keinen einzigen Landkreis oder kreisfreie Stadt, wo die Sieben-Tage-Inzidenz (Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche) unter 100 liegt. Landesweit lag der Wert im Freistaat am Mittwoch dem Robert Koch-Institut zufolge bei 209,7 (Stand: 3.10 Uhr).

Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) erklärte, sie wünsche sich, dass die nächste Verordnung nicht mehr von Beschränkungen geprägt sein werde. Stattdessen wünsche sie sich, dass man über Öffnungen und weitere Schritte zurück in die Normalität sprechen werde. „Je schneller wir es schaffen, die Zahlen zu senken, umso besser können auch weitere Maßnahmen wie das Impfen wirken. Dafür ist nach wie vor jede und jeder Einzelne gefragt“, so Werner.

20.03 Uhr: Erste Lockerungen für Geimpfte in DIESER Stadt geplant

Ab Donnerstag, 6. Mai, werden in Gera geimpfte und genesene Personen mit Menschen gleichgestellt, die einen aktuellen negativen Schnelltest vorweisen müssen. Beispielsweise beim Besuch des Frisörs oder des Geraer Tierparks. Für Geimpfte und Genesene reicht demzufolge der Nachweis, dass sie

  • vollständig geimpft wurden und die letzte Impfung mindestens 14 Tage zurückliegt
  • genesen sind und ihr positiver PCR-Test mindestens 28 Tage, maximal jedoch sechs Monate zurück liegt

Den Nachweis, dass man als genesen im Sinne der genannten Regelungen gilt, wird vom Gesundheitsamt den Geraer Bürgerinnen und Bürger, bei denen seit 4. November 2020 eine Infektion mit dem Coronavirus mittels PCR-Test festgestellt worden ist, in der kommenden Woche in Form einer Bescheinigung zugeschickt. Übergangsweise, denn die Verordnung gilt bereits ab Donnerstag, soll auch der Quarantänebescheid von positiv getesteten Personen als Nachweis gelten. Außerdem zählen die Vorlage des Labor-Befundes oder ein ärztliches Attest.

12.05 Uhr: Inzidenz sinkt in Thüringen erneut - bleibt aber weiterhin hoch

Lockdown, Notbremse und Impfungen scheinen Wirkung zu zeigen: In Thüringen ist die Sieben-Tage-Inzidenz auf 209,7 gesunken. Das geht aus Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch hervor. Dennoch lag der Freistaat mit diesem Wert bundesweit an der Negativ-Spitze. Am Dienstag war in Thüringen noch eine Inzidenz von 217 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen registriert worden. Deutschlandweit am höchsten war der Wert am Mittwoch im Saale-Orla-Kreis mit 529,2.

Am Donnerstag soll unterdessen eine neue Verordnung in Kraft treten, die einerseits die Bundes-Notbremse auf Landesebene umsetzt und andererseits einige Öffnungsschritte bei einer stabilen Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb einer Woche vorsieht.

08.56 Uhr: Ein Landkreis aus Thüringen sticht hervor

Beim Blick auf die Corona-Karte des RKI sind die meisten Städte und Landkreise in Thüringen rot oder zumindest orange eingezeichnet. Dort herrscht teils eine Inzidenz von über 300.

Doch dann gibt es einen Kreis, der leuchtet pink. Auf der RKI-Karte ist er der einzige in ganz Deutschland. Im Saale-Orla-Kreis liegt die Inzidenz über 500. Die genaue Zahl: 529,2. Damit steht der Landkreis weiterhin auf Platz 1 in ganz Deutschland. In den vergangenen sieben Tagen hat es hier 425 Fälle gegeben, 156 Menschen sind bereits verstorben.

Dienstag, 4. Mai

15.37 Uhr: Thüringen schaltet beim Impfen einen Gang höher

Rettungskräfte gehören ebenso dazu wie über 60-Jährige, Supermarkt-Kassierer und Wahlhelfer: In Thüringen können sich ab sofort Menschen der Prioritätsgruppe 3 gegen das Coronavirus impfen lassen. Das gab Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) am Dienstag in Erfurt bekannt.

Die Regelung gelte bereits ab Dienstag, rund 125.000 Impftermine im Online-Impfportal stünden für den Zeitraum ab 12. Mai zur Verfügung. „Zusätzlich bei den Hausärzten öffnen wir jetzt auch Astrazeneca für die unter 60-Jährigen“, sagte Werner. Damit wird die Priorisierung bei Astrazeneca-Impfungen in Hausarztpraxen komplett aufgehoben. Voraussetzung aber ist ein Aufklärungsgespräch beim Arzt.

15.05 Uhr: Thüringen will Biergartenbesuche und Camping ermöglichen

Bei stabilen Inzidenzwerten unter 100 sollen künftig in Thüringen Besuche im Biergarten und bestimmte Formen des Tourismus wieder möglich sein. Eine entsprechende Verordnung soll am Donnerstag in Kraft treten, wie Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) nach einer Kabinettssitzung am Dienstag ankündigte. Sie sehe automatische Öffnungsschritte unter anderem im Bereich der Außengastronomie, Camping, der Buchung von Ferienhäusern und der körpernahen Dienstleistungen vor. „Zusätzlich können die Gebietskörperschaften weitere Regelungen treffen, entsprechend des Stufenplanes“, sagte Werner.

Voraussetzung sei, dass die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern liege. Wochenenden werden dabei nicht mitgezählt, unterbrechen die Zählung aber auch nicht.

Ein erster Entwurf für die Verordnung sah zuletzt vor, dass Campingplätze und Ferienhäuser gebucht werden dürfen, wenn die Inzidenz stabil unter 100 liegt, es ein Infektionsschutzkonzept gibt und die Kontaktnachverfolgung sichergestellt ist. Alle anderen touristischen Übernachtungen sollen aber vorerst verboten bleiben.

In Thüringen erreichte am Dienstag kein Landkreis und keine kreisfreie Stadt eine Inzidenz von unter 100. Landesweit lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 217 - und damit in Deutschland am höchsten.

11.14 Uhr: Infektionswert sinkt etwas

Eine wichtiger Wert für den Verlauf der Corona-Krise ist in Thüringen weiter leicht zurückgegangen. Heute wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums und auf Grundlage von Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) rund 217 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage registriert. Gestern lag der Wert noch bei rund 221. Von Montag auf Dienstag wurden demnach 334 neue Fälle erfasst.

Allerdings weist Thüringen mit dem Wert von 217 auch heute die bundesweit höchste Sieben-Tage-Inzidenz auf. Nur nebenan in Sachsen war der Wert den RKI-Angaben zufolge mit 204 ähnlich hoch. Bundesweit lag der Wert bei rund 141.

Besonders hoch fielen die Sieben-Tage-Inzidenzen im Mega-Hotspot Saale-Orla-Kreis mit rund 558 und Hildburghausen mit rund 317 aus. Am niedrigsten war der Wert in Weimar mit rund 128. Besonders niedrig waren die Zahlen mit 57 in Schleswig-Holstein und mit 90 in Hamburg.

Seit Beginn der Pandemie sind in Thüringen 3.888 Menschen gestorben, bei denen das Virus nachgewiesen worden war.

7.00 Uhr: Ramelow kritisiert Regierungspläne

In der Debatte um Erleichterungen für Geimpfte und von Covid-19 Genesene hat Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) die Pläne der Bundesregierung als undurchsichtig und verwirrend kritisiert. „Ich weiß bis heute nicht, was genau der Bundesgesetzgeber eigentlich regeln will“, sagte Ramelow der „Rheinischen Post“. Außer der öffentlichen Debatte, die von wahlkämpfenden Politikern befeuert werde, sei ihm bislang keine klare Vorlage der Bundesregierung bekannt.

„Das Eckpunktepapier vom Impfgipfel, in dem praktische Beispiele für Genesene, Getestete und Geimpfte erörtert wurden, hat die Bundeskanzlerin selbst wieder kassiert“, sagte Ramelow der Zeitung.

Dabei betonte der Ministerpräsident den Unterschied zwischen der geplanten Bundesverordnung, die eine Rückkehr zu Grundrechten für Geimpfte und Genesene ermöglichen soll, und bereits geltenden Verordnungen auf Landesebene zur Gleichstellung von Genesenen, Getesteten und Geimpften. „Im Moment wäre ich schon froh, wenn wir die Gleichstellung flächendeckend erreichen würden, wenn also die notwendigen Dokumente, die Genesene, Getestete und Geimpfte vorlegen müssen, um ihre Immunisierung nachzuweisen, gleichgestellt werden“, sagte der Ministerpräsident.

Er befürchte jedoch, dass die momentane Debatte viel zusätzliche Verwirrung in der Bevölkerung stifte. „Die Bundesregierung sehe ich als Teil der Verwirrung und nicht als Teil der Entwirrung“, sagte Ramelow dem Blatt.

(red/dpa)