Thüringen: Beliebtes Ausflugsziel soll vergrößert werden – „Er ist die erste Adresse in Mitteldeutschland“

Der Alternative Bärenpark Worbis in Thüringen soll erweitert werden.
Der Alternative Bärenpark Worbis in Thüringen soll erweitert werden.
Foto: IMAGO / Steve Bauerschmidt

Leinefelde-Worbis. Ein beliebtes Ausflugsziel in Thüringen soll vergrößert werden. Der Alternative Bärenpark Worbis soll erweitert werden und künftig auch Platz für verletzte, kranke und verwaiste Wildkatzen oder Wölfe bieten, sagte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne).

Dafür hat der Bärenpark in Thüringen am Freitag einen Fördermittelbescheid in Höhe von einer Million Euro bekommen.

Thüringen: So soll der Bärenpark ausgebaut werden

Mit dem Geld soll die Erweiterung des Parks unterstützt werden. Geplant seien unter anderem eine neue Freianlage für die Tiere und der Aufbau eines internationalen Kompetenzzentrums. Ein neues Eingangsgebäude mit interaktiver Dauerausstellung über Funktion des Auffang- und Auswilderungsstation soll entstehen. Zudem seien mehr umweltpädagogische Projekte und wissenschaftlichen Tagungen, Studien und Stipendien geplant.

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Der Bärenpark sei ein Leuchtturmprojekt, das über die Region hinaus strahle, lobt die Umweltministerin. „Er ist die erste Adresse in Mitteldeutschland, wenn es darum geht Bären und Wölfe in ihrer natürlichen Umgebung und unter optimalen Haltungsbedingungen zu beobachten“, sagte Siegesmund.

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Neuer Lebensraum für Bären und Wölfe

1997 wurde die erste Bärenfreianlage in Worbis eröffnet. Seither sind verschiedene Bären dort untergekommen, die etwa aus schlechter Gefangenschaftshaltung stammten. Aktuell leben dort momentan rund zehn Bären, ein Timberwolf und zwei Wolf-Hund-Hybriden. Zudem leben dort alte Thüringer Nutztierrassen wie Leineschaf, Thüringer Waldziege oder Thüringer Barthühner. Auch Haustiere wie Meerschweinchen, Schildkröten und Papageien werden dort gehalten. (dpa)