Thüringen: DAS ist die Hauptursache für Krankschreibungen – im Freistaat erkranken besonders viele Menschen daran

Zahlen der Barmer belegen: Deswegen haben sich Thüringer im vergangenen Jahr am häufigsten krankschreiben lassen!
Zahlen der Barmer belegen: Deswegen haben sich Thüringer im vergangenen Jahr am häufigsten krankschreiben lassen!
Foto: IMAGO / Manngold

Auswertungen der Barmer-Krankenkasse lassen erkennen, aus welchem Grund sich die Menschen in Thüringen im vergangenen Jahr am häufigsten krankgemeldet haben.

Daran leiden aktuell viele Thüringer – und dafür gibt es auch eine einfache Erklärung. Zum Glück kannst du dem leicht gegensteuern.

Thüringen: Deswegen ließen sich die meisten Thüringer 2020 krankschreiben

Auswertungen der Barmer haben ergeben, dass Rückenleiden im Jahr 2020 die Hauptursache für Krankschreibungen in Thüringen waren. Demnach fehlten Thüringer Beschäftigte im Schnitt 4,9 Tage wegen Rückenproblemen im Job.

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Damit liege Thüringen 22,5 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt von vier Tagen, so die Krankenkasse. Insgesamt seien Thüringer Arbeitnehmer vergangenes Jahr durchschnittlich 21,9 Tage krankgeschrieben. Frauen und Männer waren gleichermaßen von Rückenleiden geplagt.

Rückenschmerzen plagen Thüringer

„Da derzeit viele Freizeit- und Vereinssportangebote entfallen müssen, können sich Rückenprobleme aufgrund von Bewegungsmangel entwickeln oder verstärken“, sagt Birgit Dziuk, Landesgeschäftsführerin der Barmer in Thüringen. Deshalb sei es wichtig, auch während der Pandemie Bewegung in den Alltag zu integrieren, um Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems vorzubeugen.

„Gezieltes Rückentraining, aber auch Lauftraining, Treppen steigen, Fahrrad fahren, Spaziergänge und aktive Pausen im Homeoffice sind gute Möglichkeiten, um sitzende Tätigkeiten auszugleichen“, so Birgit Dziuk.

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Dieser Landkreis ist am stärksten von Rückenleiden betroffen

Anhand der Zahlen der Barmer lässt sich auch erkennen, wie die Fehltage aufgrund von Rückenleiden landesweit variieren.

  • Weimarer Land: durchschnittlich 6,3 Tagen (der bundesweit am stärksten betroffene Landkreis)
  • Erfurt: 4,0 Tage
  • Suhl: 3,7 Tage
  • Weimar: 3,8 Tage

Barmer: „Wichtig, ärztlichen Rat einzuholen“

„Gründe für die Unterschiede lassen sich nicht pauschalisieren. Alarmierend ist, dass der bundesweite Schnitt von vier Tagen in nahezu allen Thüringer Landkreisen überschritten wird“, sagt Birgit Dziuk.

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Wichtig sei vor allem, sich bei wiederkehrenden oder bleibenden Rückenproblemen ärztlichen Rat einzuholen. Auch Arbeitgeber sollten ihren Beschäftigten Angebote zur Gesundheitsförderung machen. (fno)