MDR-Moderator nimmt Gesundheitsministerin Werner in die Mangel: „Das stimmt nicht“

MDR-Moderator Andreas Menzel hat mit Gesundheitsministerin Heike Werner diskutiert. (Symbolbild)
MDR-Moderator Andreas Menzel hat mit Gesundheitsministerin Heike Werner diskutiert. (Symbolbild)
Foto: IMAGO / Bild13 / Jacob Schröter

MDR-Moderator Andreas Menzel hat Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) in seiner Sendung „Fakt ist“ am Montag in die Mangel genommen.

Der Anlass für den MDR-Moderator, bei Werner einmal genauer nachzuhaken: Im Gegensatz zu anderen Bundesländern ist Sport im Freien in Thüringen auch für Kinder untersagt.

MDR: Kein Sport im Freien in Thüringen? Das steckt dahinter

Das Ansteckungsrisiko im Freien sei zwar niedriger, lenkt Werner ein, aber ein gewisses Risiko sei dennoch gegeben. Man befinde sich derzeit in einer Phase der Hochinzidenz, da sei es besonders wichtig, den Kontakt weitestgehend zu minimieren.

Schließlich bleibe es häufig nicht beim Sport – sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen. „Die Menschen fahren zum Sport, sie gehen nach dem Sport in den Umkleideraum, vielleicht hinterher ein Bier trinken. Das ist ein Beispiel, was in Thüringen oft stattgefunden hat. Es sind nicht nur die Aerosole, sondern auch Tröpfchen, über die Infektionen weitergegeben werden“, so die Gesundheitsministerin. „Und gerade bei Kindern, wenn die Trinkflasche weitergegeben wird, kann auch ein Risiko bestehen.“

Man habe sich in Thüringen daher für die Öffnung von Kindergärten und Schulen entschieden und gegen weitere Sportangebote. Nur so könne man alle Kinder in Thüringen erreichen.

Das kann Menzel nicht nachvollziehen. „Wobei Sie damit auch ein bisschen so tun, als gebe es keine Hygienekonzepte“, wundert er sich. „Das Vereinsheim muss ja nicht geöffnet sein. Man muss ja nicht gemeinsam duschen, man muss ja auch nicht im selben Bus zum Training fahren. Das sind ja alles Konzepte, die da sind. Die ignorieren Sie da damit...“

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Das lässt Werner so nicht stehen. Diese Konzepte habe man nach der ersten Welle erarbeitet. „Das stimmt so nicht. Aber damals hatten wir eine andere Situation. Wir in Thüringen waren nach der ersten Welle kaum betroffen.“ Mittlerweile sei man in einer anderen Situation: Der Inzidenzwert steiget, auch in Thüringen. „Aufgrund der Sorglosigkeit haben wir jetzt diese hohen Infektionen,“ meint Werner.

Auch im Außenbereich müssen die Schutzmaßnahmen eingehalten werden – das gelte sowohl für Erwachsene als auch für Kinder. Deswegen sehe man von Öffnungen in dieser Hinsicht weiterhin ab. (vh)