„Auf der Buga Erfurt darf gerutscht, bei uns aber nicht gerodelt werden“ – Parkbetreiber verzweifelt

Foto: IMAGO / Steve Bauerschmidt

DA hat sich mächtig viel Frust angestaut wegen der Buga in Erfurt!

Corona hält Deutschland und besonders Thüringen noch immer im Würgegriff. Die 7-Tage-Inzidenz des Freistaats liegt laut Robert-Koch-Institut (Stand 5. Mai) bei 209,7. Umso härter greift in Thüringen die Bundesnotbremse mit geschlossenen Schulen, Geschäften und Gastronomiestätten. Auch der sonst so beliebte Affenwald und Sommerrodelbahn Straußberg ist teilgeschlossen, der Einlass ist nur mit tagesaktuellem negativen Corona-Test möglich. Dort darf aktuell aber nicht gerodelt werden.

Und DAS bringt die Betreiber ziemlich auf die Palme, die noch einen Vergleich mit der aktuell laufenden Buga in Erfurt ziehen!

„Auf der Buga Erfurt darf gerutscht, bei uns aber nicht gerodelt werden“ – Parkbetreiber verzweifelt, und plötzlich antwortet ER

Auf der Facebook-Seite des Erlebnisparks schreibt sich der Betreiber den Frust von der Seele: „Kann man alles nicht mehr verstehen. Auf der Buga darf gerutscht, bei uns aber nicht gerodelt werden. Die 'Begründung' ist so was von lächerlich, sodass wir ernsthaft überlegen, unsere Sommerrodelbahn als 'Spielplatz' im Affenwald zu deklarieren. Denn dann ist das Rodeln/Rutschen scheinbar erlaubt.“ RUMMS! Volle Breitseite insbesondere gegen die Landesregierung in Thüringen!

Und dann erhält er eine Antwort von einem Menschen, von dem er das sicherlich nicht erwartet hatte: Ministerpräsident Bodo Ramelow (65, Linke) persönlich antwortet auf den Facebook-Beitrag!

Der Politiker: „Auf der Buga gelten alle Regeln, die in ganz Thüringen gelten. Essen to Go ist möglich. In ganz Thüringen, und auch die Buga gehört zu Thüringen. Und der Affenwald darf öffnen, weil er ein Tierpark ist. Aber dazu braucht es ein Hygienekonzept und darüber regelt sich wie zum Beispiel Spielgeräte genutzt werden dürfen.“

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Nach Kritik von Parkbetreiber meldet sich Ministerpräsident Ramelow

Der 65-Jährige weiter: „Die Rutschbahnen auf der Buga sind streng reglementiert und vom Gesundheitsamt abgestimmt zugelassen worden. Wie Ihre Rodelbahn funktioniert weiß ich nicht, aber entscheidend ist der Zugang und Abgang zu solchen Einrichtungen. Darüber müssten Sie mit Ihrem zuständigen Gesundheitsamt sprechen. Aber Rutschen sind auf allen Spielplätzen vorhanden und eine Rutsche auf dem Ega Spielplatz ist nicht anders wie die Rutsche auf dem Petersberg.“

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Das ist Bodo Ramelow:

  • Bodo Ramelow wurde am 16. Februar 1956 in Osterholz-Scharmbek in Niedersachsen geboren
  • Als er acht Jahre alt war, starb sein Vater an einer Kriegsverletzung
  • Er ist zum dritten Mal verheiratet, seit 2006 mit Germana Alberti vom Hofe; hat zwei erwachsene Söhne aus erster Ehe
  • seit dem 4. März 2020 der Ministerpräsident des Freistaates Thüringen
  • Bodo Ramelow war bereits von Dezember 2014 bis 5. Februar 2020 Ministerpräsident
  • erster Linken-Ministerpräsident in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland

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Tatsächlich hat der Parkbetreiber darauf wieder reagiert. Er schreibt an Ramelow gerichtet: „Der Zugang und Abgang an der Rodelbahn ist in unserem Hygienekonzept, welches bereits im letzten Jahr sehr gut funktioniert hat, geregelt. Auch die Abstände und Sicherheitsvorkehrungen werden eingehalten. Trotzdem darf bei uns nicht gerutscht werden. Eine Rutsche auf der Buga, welche auch nur genutzt werden kann, wenn man Eintritt bezahlt hat, entspricht nicht wirklich einem Spielplatz.“

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Darauf hat der Ministerpräsident (noch) nicht geantwortet. Es bleibt abzuwarten, ob da noch was kommt – und zu hoffen, dass der Hilferuf gehört wird... (mg)